Kurzinfo

Rollstuhlrugby wird auf einem Basketballspielfeld gespielt. Ein spezieller Volleyball fungiert als Spielball.

Ziel ist es, den Ball über die gegnerische acht Meter breite Torlinie zu fahren. Dazu darf dieser gepasst, geworfen, gedribbelt und auf dem Schoß liegend transportiert werden.

Während direkter Körperkontakt untersagt ist, ist der Einsatz der speziellen Rugbyrollstühle kaum reglementiert. Lediglich das Hineinfahren in gegnerische Rollstühle hinter der Hinterachse sowie der Rollstuhlkontakt während einer Spielunterbrechung gelten als Regelverstöße.

Die effektive Spieldauer beträgt 4x8 Minuten.

Wer spielt mit?

Im Gegensatz zum Rollstuhlbasketball dürfen beim Rollstuhlrugby nur Spieler*innen mit Einschränkungen an mindestens vier Gliedmaßen mitspielen.

Ein Team besteht aus vier Spieler*innen und bis zu acht Auswechselspieler*innen.

Das funktionelle Klassifizierungssystem differenziert zwischen sechs Behinderungsstufen (0,5- 3): Je höher die Punktzahl, desto weniger mobilitätseingeschränkt ist der/die Spieler*in. Durch die maximal zulässige Gesamtpunktzahl (national: 7, international: 8) pro Mannschaft wird die Vergleichbarkeit sichergestellt.

Gut zu wissen

Rollstuhlrugby wurde mit der Intention entwickelt, eine Sportart zu schaffen, die auch Menschen mit größeren Bewegungseinschränkungen spielen können. Dementsprechend muss der Ball im Vergleich zum Rollstuhlbasketball nicht zwingend gedribbelt oder geworfen werden.

In Kanada wurde Rollstuhlrugby aufgrund der hohen Intensität ursprünglich Murderball genannt.

Das international größte Turnier ist das seit 2001 ausgetragene Bernd-Best-Turnier in Köln.