Kurzinfo

Walking Football oder auch „Geh-Fußball“ stammt aus dem englischen
Chesterfield und stellt eine angepasste Form des Fußballspielens für Menschen im fortgeschrittenen Alter und/oder mit einer Beeinträchtigung dar. Das Regelwerk des Walking Footballs ist einfach und flexibel für die Spielenden anzupassen. Die wichtigste Regel beim Walking Football: Laufen und Rennen sind untersagt. Zu jedem Zeitpunkt des Spiels muss mindestens ein Fuß am Boden sein.

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„Fußball ist Breitensport – Warum nicht auch Walking Football?“ - Interview zum Walking Football

Das BRSNW-Sportcenter auf der Messe REHACARE in Düsseldorf war in diesem Jahr um eine sportliche Attraktion reicher. Im „Soccer-Ei“ wurde Walking Football gespielt. Gleich zwei BRSNW-Vereine nutzen die Gelegenheit, um die Fußballspielform für Menschen im fortgeschrittenen Alter und mit körperlichen Einschränkungen vorzustellen. Wir haben mit Rainer Küpper vom TuS Walkers 2018 bzw. dem TuS Essen-Holsterhausen 1921 sowie Paul Prim vom TBD Speldorf nach ihren Spieleinheiten auf der REHACARE gesprochen. Im Interview schildern die beiden Vereinsvertreter ihre Eindrücke von der Messe und Erfahrungen im „Gehfussi“.

  • „Fußball ist Breitensport – Warum nicht auch Walking Football?“ – Interview zum Walking Football

    Wie hat Euch der Auftritt auf der REHACARE gefallen?

    Küpper: Für uns war es ein sehr schöner Tag, der uns viel Spaß gemacht hat und gleichzeitig eine gute Trainingseinheit.

    Prim: Wir wurden sehr freundlich empfangen. Alles war gut organisiert. Des Weiteren gab es Getränke und einen Snack für die Teilnehmer*innen.

    Wie war die Reaktion der Besucherinnen und Besucher der Messe auf Walking Football?

    Prim: Wir sind während einer kleinen Pause mit einigen Zuschauer*innen ins Gespräch gekommen. Den meisten war Walking Football nicht bekannt.

    Küpper: Leider haben nur wenige Zuschauer*innen das Spiel beobachtet und die hatten noch nicht das Mindestalter von 55 Jahren, um am Walking Football teilnehmen zu können.

    Was sind aus Eurer Sicht die Besonderheiten des Walking Footballs?

    Prim: Es kann jede und jeder dabei sein – bei einem Mannschaftssport mit sehr geringem Verletzungsrisiko. Das Spiel unterstützt einen aktiven Lebensstil bis in hohe Alter. Neben den sportlichen Aktivitäten zählen aber auch die sozialen Aspekte, denn das gesellige Miteinander soll natürlich nicht zu kurz kommen.

    Küpper: Dass man das Spiel bis ins hohe Alter ausüben kann und es wenig verletzungsanfällig ist. Wir haben zum Beispiel einen 81-Jährigen dabei, der kein Training verpasst.

    Wie lange wird in Eurem Verein bereits Walking Football angeboten und wie viele Personen nehmen regelmäßig teil?

    Küpper: Ich habe die Mannschaft im April 2018 gegründet und wir sind damit einer der ersten Vereine, die eine Walking Football Mannschaft hatten. Zurzeit haben wir 25 Spieler*innen. Hiervon nehmen 12 bis 14 Personen regelmäßig am Training teil. Das Training findet zweimal in der Woche stattfindet.

    Prim: Unser Verein TBD Speldorf bietet Walking Football seit 2019 an. Bei uns heißt es im Sprachgebrauch allerdings „Gehfussi“. Unser Team besteht zur Zeit aus zwei Frauen und zwölf Männern. Pro Woche gibt es 2 Spieleinheiten, wobei jedes Spiel 5:5 endet. Das heißt für uns spielt das Ergebnis keine Rolle. Der Spaß steht im Vordergrund.

    Warum sollten mehr Vereine Walking Football anbieten?

    Küpper: Natürlich um mehr ältere Menschen zur sportlichen Aktivitäten zu bewegen und so können die Vereine auch ihren ehemaligen Spieler*innen ein Angebot zur sportlichen Ertüchtigung machen.

    Prim: In England, den Niederlanden und einigen anderen Ländern ist es von den Verbänden ausdrücklich erwünscht, dass alle Fußballvereine auch Walking Football anbieten. Dort sind die Vereine, die es nicht anbieten, absolut die Ausnahme. Fußball ist Breitensport – Warum nicht auch Walking Football?

    Stehen für Euch in diesem Jahr noch Turniere an? Wenn ja, wo tretet ihr an?

    Küpper: Wir haben noch ein Turnier in Neuss, um auch dort den Sport bekannter zu machen. Dann ist für dieses Jahr Schluss.

    Prim: Aktuell gibt es für uns im laufenden Jahr keine Turniere mehr.

    Welche Turnierform im Walking Football würdet Ihr Euch in NRW im Walking Football wünschen?

    Küpper: Das kommt ganz auf die Zahl der Teilnehmer*innen an. Normal spielen bei einem Turnier 8 bis 10 Teams. Dann hat man 2 Gruppen und die Gruppenersten spielen den Sieger aus. Die restlichen Mannschaften spielen die Plätze aus. Bei einem Turnier sollten pro Mannschaft nicht mehr als 5 Spiele von max. 12 Minuten gemacht werden, um die Anstrengungen nicht allzu hoch werden zu lassen.

    Prim: Wir glauben, ein verbindlicher Ligabetrieb würde nicht zielführend sein. Vergleichsspiele von Form von Turnieren sind da besser geeignet.

    Was kann der BRSNW für den Walking Football in NRW tun, damit noch mehr Menschen mit einer Einschränkung mitspielen können?

    Prim: Wir vom TBD Speldorf wünschen uns einen Flyer nach dem Vorbild der Broschüre „Weiter gehen!“. Dort sollten dann auch die Vereine genannt werden, die Walking Football anbieten. Die Verteilung der Flyer vor in Arztpraxen, Rehakliniken und ähnliche Einrichtungen könnten die einzelnen Vereine dann selbst übernehmen.

    Küpper: Lassen Sie weiterhin bei Ihren Veranstaltungen eine Demonstration von Walking Football aufführen. Wir werden sie dabei gerne unterstützen.

    Und gehen sie in die Vereine und machen Werbung für unseren Sport.

     


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