Jetzt ist es offiziell: Fünf Para Eishockey-Spieler, Kathrin Marchand und Sebastian Marburger im Para Langlauf und Para Ski alpin-Guide Jeremias Wilke sind bei den Winter-Paralympics in Mailand und Cortina d’Ampezzo dabei. Damit ist NRW in drei von sechs paralympischen Winter-Sportarten vertreten, wenn am 6. März die Paralympics in Verona eröffnet werden.
Zwei Weltcup-Siege und ein Premieren-Podium bei der Paralympics-Generalprobe: Im Para Langlauf sind die beiden NRW-Asse schon absolut in Form für die Winterspiele. Klassik-Spezialist Sebastian Marburger gewann im polnischen Szklarska Poreba-Jakuszyce das Einzelstart-Rennen über zehn Kilometer klassisch, tags drauf war der Para Langläufer vom SK Wunderthausen auch im Massenstart über dieselbe Distanz der Schnellste. Der 28-jährige Bad Berleburger feierte damit seine Saisonsiege drei und vier, nachdem er zum Saisonstart im kanadischen Canmore schon zwei Mal dominiert hatte. Ein dritter Platz beim Heim-Weltcup in Finsterau im Klassik-Sprint und Rang zwei im Gesamtweltcup runden seine starke Saison ab und machen ihn zum aussichtsreichsten NRW-Kandidaten für eine Medaille, wenn die Wettbewerbe im Para Langlauf am 10. März in Tesero im Herzen des Val di Fiemme starten.
Auch Kathrin Marchand, die neben Para Rudern auch Para Langlauf macht, durfte in Polen jubeln: Im Massenstart fuhr die 35-jährige Kölnerin vom SC Bayer Leverkusen auf Rang zwei. Nach zwei Olympia- und einer Paralympics-Teilnahme sowie dem WM-Titel 2025 im Para Rudern war es die erste Winter-Podestplatzierung für Marchand, die danach sagte: „Das gibt Zuversicht für die nächsten Wochen. Es hat sich gut angefühlt auf dem Podium.“ Zwei vierte Plätze in Finsterau, mit denen sie die Qualifikation für die Winterspiele erfüllte, und ein weiterer fünfter Rang in Szklarska Poreba-Jakuszyce machen Hoffnung, zumal Marchand im vergangenen Jahr im Val di Fiemme auch schon zwei Mal Vierte war.
Die größte NRW-Abordnung bilden die fünf Para Eishockey-Spieler. Bei der WM in Buffalo (USA) qualfizierten sich Ingo Kuhli-Lauenstein, Marcel Malchin und Jano Bussmann von den TuS Wiehl Penguins sowie Sven Stumpe von den Kamen Barbarians zum ersten Mal nach 20 Jahren für die Paralympics. Der neue Head-Coach Peter Willmann berief für die Spiele im Palaitalia Santa Giulia zusätzlich Christian Jaster von den TuS Wiehl Penguins in seinen Kader. In Mailand wartet eine Hammer-Gruppe: Am 7. März kommt es zum Duell mit den Peking-Bronzemedaillengewinnern aus China, am 9. März mit den Paralympicssiegern aus den USA und am 10. März mit Gastgeber Italien.
Große Freude gab es Ende Januar auch beim gebürtigen Langenfelder Jeremias Wilke, der für die SG Ennepetal startet. Der 26-Jährige knackte als Guide des sehbehinderten Skifahrers Alexander Rauen beim Slalom-Weltcup im franzöischen Méribel mit Rang fünf die Norm für die Ski-Rennen in Cortina d’Ampezzo.