Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Menschen mit geistiger / intellektueller Beeinträchtigung

Auf dieser Seite möchte der Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW) auf sportliche Angebote für Menschen mit geistiger/intellektueller Beeinträchtigung aufmerksam machen, Erfahrungen teilen und Kontakte vermitteln. Zusätzlich werden wir verschiedene Sportarten in Leichter Sprache vorstellen und erklären. Dies geschieht in Kooperation mit der Serie „Podklusion“ der RinkA Podcasts.

Sie haben ein passendes Angebot in ihrem Verein oder eine interessante Anregung? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

In Deutschland gibt es über 700 Werkstätten, die an rund 2.900 Standorten aktiv sind. Neben der Teilhabe am Arbeitsleben bieten die Werkstätten auch arbeitsbegleitende Maßnahmen an, die die Persönlichkeitsentwicklung der über 320.000 Menschen mit einer Behinderung zum Ziel haben.

An fast jedem Werkstattstandort zählt auch Sport zu diesem Angebot – kann der Sport doch Werte wie Fairplay, Toleranz und Zusammenhalt vermitteln. Zwar sind die Werkstätten damit keine klassischen Sportvereine, doch durch den Sport lernen und schulen die Menschen mit Behinderung ihre sozialen Kompetenzen und gehen so einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Inklusion in die Gesellschaft. Neben den vorgestellten Sportarten wie z.B. Tanzen ist vor allem Fußball eine sehr häufig gespielte Sportart.

Viele der Werkstattmannschaften trainieren und spielen das ganze Jahr über. Sie messen sich in Turnieren und erleben durch den sportlichen Wettstreit viele Momente, die neue Lebenserfahrungen und -perspektiven bieten.

Durch den Sport erhalten die Werkstattbeschäftigten zudem die Möglichkeit, jenseits ihrer Behinderung wahrgenommen zu werden. Fußball ist eine der populärsten Sportarten der Welt. Er verbindet, er kann Brücken bauen. Diese Fähigkeit des Fußballs wollen die Werkstätten und ihre Sportler nutzen, um Vorurteile abzubauen und die Integration der behinderten Menschen in die Gesellschaft ein gutes Stück voran zu bringen.

Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen findet vom 05. – 08. September in der Sportschule Wedau in Duisburg statt.

Die „Tanzträumer“ sind die Rollstuhltanzgruppe der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Trainiert werden sie von Andreas Rabeneck, der uns Rede und Antwort stand.


Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Die „Tanzträumer“ sind eine inklusive Showtanzgruppe, die aus Rollifahrer*innen und Fußgängern besteht. Wir trainieren immer wöchentlich 1 ½ Stunden und sind alle mit viel Spaß und Freude dabei. Beim Tanzen wird ganz hervorragend der Teamgeist gefördert, zusätzlich das Taktgefühl und natürlich die Feinmotorik. Außerdem leben wir in unserer Tanzgruppe aktive Inklusion. Die Choreografien erstellen wir selbst und alle unsere Tänzer*innen bringen sich kreativ ein und sprühen dabei nur so vor Energie.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Ich bin unglaublich stolz auf unsere großartige Gruppe. Sie hat sich mit den Jahren zu einem außergewöhnlichen und bemerkenswerten Team zusammengefügt. Besonders beeindruckend finde ich auch, wie beispielhaft und selbstverständlich Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gemeinsam Sport treiben. Mit wunderbarer Musik und vielen witzigen Einfällen wird jede Woche meisterhaft trainiert. Man merkt einfach, wie sensationell Tanzen verbinden kann!

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Man sieht in unserer Tanzgruppe, dass es für jeden möglich ist, seine persönlichen Leistungen immer weiter zu verbessern. An unsere Läufer*innen und Rollifahrer*innen wird ein relativ hoher Anspruch gestellt. Dabei ist es wirklich erstaunlich, welche Energie von allen Tänzer*innen erbracht wird. Die Gruppe ist so eng zusammengewachsen. Wir sind ein echtes Team und das merkt man auch. Es wird ununterbrochen gelacht und für alle Beteiligten sind unsere Auftritte immer die absoluten Höhepunkte. Jeder fiebert auf den großen Moment hin. Mit viel Lampenfieber, aber immer mit spitzen Laune geht es dann los und wir hatten ohne Ausnahme grandiose Resonanz.

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Tanzen stärkt und fördert das Selbstbewusstsein. Außerdem hilft es auch allen Teilnehmer*innen bei Eigenschaften wie z.B. Organisationsfähigkeit oder Kommunikation. Jede*r Tänzer*in muss sich schließlich für die Auftritte selbst organisieren z.B. Kostüme für die Auftritte erstellen, sich die Reihenfolge der Tänze merken und mit dem*der Partner*in zusammenarbeiten beim Tanz.

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Ganz klar, der Spaß am Tanzen und die Freude an der Förderung. Ich bin unglaublich stolz auf die Entwicklung jedes*r Einzelnen in unserer Gruppe!

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Da gibt es in der Tat einige Momente, an die ich gerne zurückdenke. Da wären zum Beispiel die Auftritte bei der RehaCare in Düsseldorf. Diese sind für uns immer ein spektakuläres Highlight. Zusammen mit der großen Bühne und der Vielzahl an tollen Zuschauer*innen bleiben diese Vorführungen immer im Gedächtnis. Natürlich wäre da auch noch der Tag der Begegnung. Immer verbunden mit einer großartigen Show, bei der wir ebenfalls schon einige Male teilhaben durften. Aber auch die Auftritte an Karneval oder unser eigenes Sommerfest sind weitere Glanzpunkte, an die ich mich liebend gerne zurückerinnere.

Der Rollstuhltanz ist eine Behindertensportart, bei der sich Rollstuhlfahrer*innen, teilweise mit nichtbehinderten Partner*innen, im Tanz zu Musik bewegen.

Es gibt verschiedene Formen des Rollstuhltanzes:

Beim Combitanzen tanzt ein nichtbehinderter Partner mit einem Rollstuhlfahrer.

Beim Duo-Tanzen tanzen zwei Rollstuhlfahrer miteinander, beide bewegen ihren Rollstuhl im Takt und umeinander bzw. aufeinander zu.

Beim Formationstanzen tanzen vier bis acht Paare gemeinsam, es können beim Formationstanz sowohl Combi- als auch Duo-Paare miteinander tanzen.

Beim Einzel-Tanzen tanzt ein Rollstuhlfahrer allein.

Eine weitere Tanzart heißt Paartanz.
Beim Paartanz tanzen zwei Personen zusammen.
Du hast immer eine Person,
die mit dir tanzt.
Eine Person bestimmt die Bewegung.
Die andere Person macht die Bewegung mit.
Beide Personen machen die Bewegung zusammen.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Paartänzen.
Es gibt die latein-amerikanischen Tänze und die Standard-Tänze.
Latein-amerikanische Tänze sind zum Beispiel
• Cha-cha-cha
• Samba
• und Rumba.
Standardtänze sind zum Beispiel
• Wiener Walzer
• Langsamer Walzer
• und Tango.
Außerdem gibt es den Discofox.
Kennst du diese Tänze?
Walzer kennst du vielleicht von Hochzeiten.
Den Tango kennst du vielleicht Filmen.
Beim Tango haben die Personen oft Rosen im Mund.

Discofox wird sehr häufig getanzt.
Discofox kannst du zu vielen Liedern aus dem Radio tanzen.
Vielleicht hast du Discofox schon gesehen.
Zum Beispiel auf Feiern oder in Discos.
Die Musik beim Paartanz ist unterschiedlich.
Für jeden Tanz gibt es andere Lieder.
Die Schnelligkeit ist unterschiedlich.
Rumba-Lieder sind zum Beispiel langsam.
Wiener-Walzer Lieder sind schnell.
Das ist sehr abwechslungsreich

Nebem Hockey gibt es noch weitere Stocksportspiele wie z.B.

  • Feld- und Hallenhockey
  • Rollhockey
  • Inline-Skaterhockey und Inlinehockey
  • Floorball / Unihockey
  • Einradhockey
  • Polo - Eine Schlägersportart auf dem Pferd
  • Eishockey - auch in leichter Sprache erklärt:

Eis-Hockey (du sprichst: Eis hok äi)
Eishockey wird auf einer Eis-Fläche gespielt.
Die Spieler*innen haben Schlittschuhe an.
Beim Eis-Hockey gibt es zwei Teams.
Jede Person hat einen Eis-Hockey Schläger in der Hand.
Es gibt eine kleine schwarze Scheibe aus Gummi.
Die Scheibe heißt Puck.
Jedes Team versucht den Puck in das Tor des anderen Teams zu schießen.

Mit dem Schläger können die Personen den Puck über das Eis schieben.
Manchmal fliegt der Puck auch durch die Luft.
Deswegen müssen sich alle Personen gut schützen.
Es gibt eine Schutz-Kleidung.
Die Person im Tor hat spezielle Handschuhe.
Mit den Handschuhen kann sie den Puck besser fangen.
Über der Schutz-Kleidung tragen alle Personen das Trikot ihres Teams.

Der Moerser TV blickt auf eine lange Vereinstradition zurück: Gegründet als Turnverein 1850, entwickelte sich der Verein stets weiter. Nach dem Krieg gibt es den Neustart als „Sportverein“ und seitdem erweitert  sich die Bandbreite der Sportarten stetig.
Neben der größten Abteilung im Verein - Hockey - gibt es heute noch die Abteilungen Badminton, Basketball, Cheerleading, und Leichtathletik. Außerdem gibt es Rehasportangebote für verschiedene Indikationen.

Seit 2021 öffnet der Moerser TV ganz offiziell die Türen für Menschen mit geistiger Behinderung und ruft  die Abteilung Special Hockey ins Leben. Damit legen sie den Grundstein für paralympische und specialolympische Sportarten. Das Training findet montags, von 17:15 – 18:45 Uhr, statt.

Der Verein verfügt  über modernste Sportanlagen in Moers, die er ab 2012 bezogen hat. Damit begann eine neue Ära des Vereinsleben, das bis heute intensiv gelebt wird!

Website des Vereins: www.moerser-tv.de

In Leichter Sprache erklärt:

Hockey ist ein Ballspiel.

Es spielen zwei Mannschaften gegeneinander.

Das Ziel ist es, Tore zu machen.

Dabei treten die Spieler aber nicht mit den Füßen gegen den Ball wie beim Fußball.

Stattdessen spielen sie den Ball mit Schlägern.

Hockey spielt man entweder auf dem Rasen oder in der Halle-

Daneben gibt es noch andere Arten von Hockey.

Am bekanntesten ist das Eishockey.

Hier ist das Spielfeld eine Eisfläche und man spielt nicht mit einem Ball, sondern mit einem Puck.

Das ist eine Art kleine dicke Scheibe.

Eine Feldhockey-Mannschaft hat normalerweise zehn Spieler und dazu einen Torwart.

Man darf den Ball nur mit dem Schläger berühren, weder mit dem Fuß noch mit einem anderen Körperteil.

Trotzdem ist Hockey nicht ganz ungefährlich.

Die meisten Spieler tragen deshalb einen Mundschutz sowie Schienbeinschoner.

Richtig gut geschützt ist nur der Torwart, der zum Beispiel einen Helm trägt.

Quelle: Klexikon.de

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Wir spielen in unserem Verein seit 1982 Hockey und sind über die ganzen Jahre zu einer großen Familie herangewachsen. Aktuell haben wir 350 Mitglieder aber "nur" im Hockey. Daher haben wir Specialhockey Moers – den Hockeysport für Menschen mit einem geistigen Handicap ins Leben gerufen. Mit Specialhockey Moers hat sich das sportliche Leben in dieser Sportart und in der Abteilung Hockey von einem auf den anderen Tag verändert.

Hockey für Menschen mit Behinderung, da hatte vorher nie jemand daran gedacht. Nun ist es Realität und es macht unheimlich viel Spaß. Wir freuen uns, dass wir ein Teil des Behindertensports sein dürfen und uns gleichzeitig weiterentwickeln können. Wir lieben, das was wir tun und von daher machen wir alles mit einem großen Herzen und dem Grundgedanken, dass wir eine große Familie sind. Jetzt ist diese noch um das Thema Inklusion gewachsen und das freut uns alle unglaublich.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit mit der unsere Sportler*innen mit geistiger Behinderung an den Start gehen und mit welcher Freude und Leidenschaft die ersten Trainingseinheiten absolviert wurden. Keine Berührungsängste, direkt loslegen und „Learning-by-doing“ - das sind unsere Grundsätze und wurde sowohl von den Teilnehmer*innen als auch von den Übungsleiter*innen direkt umgesetzt.

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Ich denke, es ist die Freude gemeinsam in der Gruppe Sport zu treiben. Hinzukommt das Gefühl der großen Familie und unsere Offenheit gegenüber neuen Möglichkeiten.

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Unsere Sportler*innen sind mit 100% Freude und Engagement dabei. Für uns steht die Entwicklung, die sportliche Betätigung und die Gemeinschaft im Vordergrund. Das wichtigste für alle Sportler*innen im Bereich Hockey ist es, dass wir gemeinsam am größten positiven Thema arbeiten - dem Thema Inklusion!

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Wo fange ich an und wo höre ich auf. Gemessen an unserem bis dato "normalen" Vereinsleben möchte ich gerne etwas bewegen. Unseren Verein, unseren Sport und alles was damit zu tun hat weiterentwickeln. Wir sehen diese Entwicklung als Projekt und haben uns daher den Begriff #ONEMTV oder auch "Der moderne Verein 2.0" ausgedacht.

Specialhockey Moers ist allerdings auch eine Herzensangelegenheit und mit viel Leidenschaft und Engagement entstanden. Sport für Menschen mit Behinderung gab es in unserem Verein bislang nicht. Dementsprechend ist Specialhockey natürlich auch als Teil von #ONEMTV zusehen. Es gilt den Bereich zu festigen und darüber nachzudenken, den Bereich auszubauen. Also was motiviert mich? Unser Verein motiviert mich oder besser, das sportliche sowie soziale Umfeld unseres Vereins. Die Sportler*innen und vor allem unsere Kinder und Jugendlichen, die einen Großteil der Mitglieder ausmachen. Der Spaß an der Entwicklung neuer Themen und die Weiterentwicklung unseres Vereins.  

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Hier gibt es bereits nach den ersten Trainingseinheiten so viele Dinge. Die besonderen Momente sind natürlich, wenn unsere Teilnehmer*innen ein Lächeln im Gesicht haben, auf dem Platz stehen und Hockey spielen dürfen bzw. können.

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Specialhockey Moers trainiert jeden Montag von 17:15 bis 18:45 Uhr auf der Hockeyanlage des Moerser TV, Filderstraße 148, 47447 Moers.

Hier geht es direkt zur Webseite des Moerser TV Hockey.


Sport ist eins der wichtigsten Elemente in der heutigen Gesellschaft. Für viele Menschen bedeutet Sport nicht nur körperliche Bewegung und Wettkampf, sondern auch sozialer Kontakt und Zusammentreffen.

Daher möchten wir Euch in dieser Woche die „Bethel athletics“ vorstellen. Bereits 1997 sind die „Bethel athletics“ aus der Organisation eines bundesweiten Leichtathletik-Sportfestes der Special Olympics hervorgegangen. Damals noch mit „nur“ 150 Teilnehmer*innen, starten inzwischen über 1000 begeisterte Sportler*innen bei dem jährlichen Sportfest.

Ziel der „Bethel athletics“ ist es, ein „Sportfest für Alle“ zu gestalten. Die Wettkämpfe finden aus diesem Grund in einer Form statt, die sich sowohl an den Möglichkeiten der Teilnehmer*innen orientieren, als auch an den Erfordernissen genormter Sportarten. Auch der inklusive Charakter der Veranstaltung soll weiter gestärkt werden. Daher wird die Teilnahme von Sportler*innen ohne Behinderung, insbesondere im Tischtennis, Volkslauf und Tanzen, weiter gefördert.

Weitere Informationen zu den "Bethel athletics" finden Sie HIER.

Egal ob für groß, klein, dick, dünn, jung, alt, ganz egal welches Geschlecht oder ob eben Mensch mit oder ohne Behinderung: Jeder kann beim Fußball Spaß haben. Wer nach den letzten Wochen auch Lust auf Fußball spielen im Verein bekommen hat, kann das bei dem Sportverein integra Bielefeld e.V. ausprobieren. Mit seinen ca. 550 Mitgliedern bietet der inklusive Verein aber auch eine Vielzahl von weiteren Sportarten an. Neben Fußball werden noch die Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Tanz, Tischtennis, Judo, Turnen und Gymnastik und Fitnesstraining angeboten.

Hier gelangen Sie zur Webseite des Sportvereins integra Bielefeld e.V.

In Leichter Sprache erklärt:

Fußball ist ein Spiel.

Beim Fußball muss man mit dem Fuß einen Ball schießen.

Der Ball muss in das (andere) Tor.

Der Platz auf dem Fußball gespielt wird heißt:

Zum Fußball spielen braucht man ein Ball.

Dazu sagt man auch:

  • Fußball

2 Mannschaften spielen gegeneinander.

Jede Mannschaft hat 11 Spieler.

Es gibt diese Spieler:


Das Spiel dauert insgesamt 90 Minuten.

Nach 45 Minuten gibt es eine Pause.

Nach der Pause wird nochmal 45 Minuten gespielt.

Wer die meisten Bälle in das andere Tor schießt hat gewonnen.

Beim Fußball muss man viel laufen.

Das Gegenteil ist Handball.

Quelle: Hurraki - Wörterbuch für Leichte Sprache

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Fußball.

Wir konnten mit Ingolf Jacob - dem Geschäftsführer des Sportvereins Integra Bielefeld e.V.  - ein Interview über die positiven Auswirkungen von Fußball und seine persönliche Begeisterung für den Sport führen.

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Die Liste ist lang, warum Fußball auf mich eine so besondere Faszination ausübt. Einer für alle - alle für einen! Das ist das Motto beim Fußball. Da wird gemeinsam gejubelt und auch gemeinsam geheult. Das verbindet! Es gibt außerdem kaum eine Sportart, die für jeden so einfach ausführbar ist. Egal ob für groß, klein, dick, dünn, jung, alt, ganz egal welches Geschlecht oder ob eben Mensch mit oder ohne Behinderung: Jeder kann beim Fußball Spaß haben. Es reichen schon zwei Leute und ein Ball.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Abgesehen von den Dingen, die ich schon zuvor genannt habe, werden im Fußball eine ganz Reihe an erstrebenswerten Werten vermittelt. Fairness und Ehrlichkeit, aber auch Teamgeist, Respekt und Toleranz. Als Gemeinschaft von vielen unterschiedlichen Menschen aus einer Vielzahl von Kulturen, Ländern und sozialen Herkünften vereint uns eine Sache: Fußball!

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Spaß haben und kicken - darum geht es! Mit Freunden eine gute Zeit haben und natürlich den großen Vorbildern aus der Bundeliga nacheifern. Gleichzeitig ist es natürlich toll, wenn man eine schnelle Rückmeldung über Erfolg und Niederlage erhält. Gerade Erfolgserlebnisse sind als Bestätigung sehr wichtig und helfen für ein gutes und stabiles Selbstwertgefühl.

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Wie gerade schon erwähnt wird das Selbstwertgefühl der Teilnehmer*innen durch den Sport und die Interaktion in der Gruppe ganz klar positiv beeinflusst. Außerdem sind die Spieler*innen in ständiger Bewegung. Sie rennen, laufen, müssen schnell die Richtung wechseln – das alles fördert ihre körperliche Fitness. Es gibt kaum ein besseres Training. Dazu kommt, dass man sich an Regeln halten muss und lernt Autoritäten wie Trainer und Schiedsrichter zu respektieren. Auch das ist eine soziale Kompetenz, die den Teilnehmer*innen im Alltagsleben zugutekommt.

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Das ist ganz einfach! Ich liebe den Sport und alles was dazu gehört.

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Ich erinnere mich gerne an unseren Torwart, für den jedes kassierte Tor "unhaltbar" war. Ansonsten gibt es unzählige viele kleine und große, gute und schlechte Momente.

In den letzten Wochen haben wir euch die Sportart Para Schwimmen vorgestellt. Es gibt kaum eine andere Sportart, bei der so spielerisch trainiert werden kann. Wasser mach uns nahezu schwerelos, und vielleicht ist daher dieser Sport für jeden und jedes Alter geeignet. Schwimmen hilft also dabei, körperlich fit zu bleiben. Doch damit nicht genug. Schwimmen als Vereinssport kann dabei helfen, soziale Interaktion zu fördern. Daher möchten wir an dieser Stelle auf einige Angebote im Bereich Para Schwimmen aufmerksam machen:

Behinderten- und Reha-Sport-Gemeinschaft Haltern e.V.

Behinderten-Sport Münster e.V.

Behinderten-Sportgemeinschaft Dülmen e.V.

Behinderten-Sportgemeinschaft Mülheim a.d. Ruhr e.V.

Behinderten-Sport-Gemeinschaft Rheine e.V.

Bewegungs-Sport-Gemeinschaft Nordwalde e.V.

BS Oberhausen e.V.

BSG Aachen 1926 e.V.

BSG Bad Oeynhausen e.V.

BSG Espelkamp e.V.

BSG Essen e.V.

BSG Kamp-Lintfort e.V.

BSG Kleve e. V.

BSG Lebenshilfe e.V. Bielefeld

BSG Mettmann

BSG Nordeifelwerkstätten e.V.

BSG Spenge-Enger e.V.

DJK Graf Sporck 1920 e.V. Delbrück

Düsseldorfer Schwimmclub 1898 e.V.

Freie Schwimmer Duisburg 1920 e.V. (FSD)

GBSG - Gesundheits-und Behindertensport

Gemeinschaft für Rehabilitation und Sport e.V.

Hansa-Gemeinschaft 1921 e.V. Simmerath

Lebenshilfe e.V. Essen

Lebenshilfe für Menschen

Lebenshilfe Minden e.V.

Lebenshilfe Münster e.V.

Lebenshilfe Neuss e.V.

Lebenshilfe Unterer Niederrhein e.V.

Lebenshilfe Witten e.V.

MTV Köln 1850

Mülheimer Hobby- und Freizeit Club

Pulheimer SC 1924/57

RB-BSG-Vreden e.V.

RBG Dortmund 51 e.V.

REHA-Sportverein Ferndorf 1958 e.V.

Remscheider Schwimmverein von 1897 e.V.

RSV Eifelhöhen e.V.

Schwelmer Sport-Club 1895 e.V.

Schwimmclub Steinhagen-Amshausen e.V.

Schwimmverein Bayer Uerdingen 08 e.V.

Schwimmverein Hagen von 1894 e.V.

Schwimmverein Möhnewelle e.V.

Schwimmverein Schwerte 06 e.V.

SMS-02 Sportverein der Lebenshilfe Düsseldorf e.V.

Spiel- und Sportgemeinschaft St. Augustin e.V.

Sportabteilung der Lebenshilfe Krefeld e.V.

Sportgemeinschaft im DJK Franz-Sales-Haus Essen e.V.

Sportgemeinschaft Sendenhorst 1910 e.V.

Startgemeinschaft Schwimmen Münster

SV Bayer Wuppertal e.V.

TSV Bayer 04 Leverkusen e.V.

TSV Kierspe 1879/1904 e.V.

TuRa Elsen 1894/1911 e.V.

Turn- & Wassersportverein Bockum-Hövel 08 e.V.

Turner und Ballspieler Bocholt 1907 e.V.

Turnverein Breyell 1899 e.V.

TuS Wesseling e.V.

TV Goch 1883 e.V.

TV Ibbenbüren 1860 e.V.

TV Jahn 06 e.V. Kapellen (Erft)

Verein für Behinderten- und Rehabilitationssport e.V.

Verein für Gesundheitsförderung Finnentrop e.V.

Verein für Sport und Gesundheit Duisburg e.V.

Versehrtensportgemeinschaft Wuppertal 1945 e.V.

VSG Gelsenkirchen e.V.

VSG Rheinhausen e.V.

Wermelskirchener TV 1860 e.V.

Weitere Angebote und Neuigkeiten zum Thema Para Schwimmen finden Sie HIER.

Sport ein Leben lang! Gemeinsame Bewegung und Sport im Verein kann für die Gesundheit und das Wohlbefinden einen wichtigen Beitrag bieten. Denn neben der körperlichen Betätigung, können auch die sozialen Kontakte das soziale Wohlbefinden steigern.

Daher möchten wir euch heute den TSV Bayer 04 Leverkusen vorstellen. Der Sportverein ist in seiner heutigen Struktur 1984 durch die vollzogene Fusion der "Sportvereinigung Bayer 04 Leverkusen" und des "Turn- und Spielvereins Bayer 04 Leverkusen“ entstanden. Mit seinen knapp 10.000 Mitgliedern und 13 Sportabteilungen -bereiche er der größte Sportverein in Leverkusen und zugleich einer der mitgliederstärksten Sportvereine Nordrhein-Westfalens.

„Mit diesen einmaligen Voraussetzungen möchten wir noch mehr Menschen nachhaltig für Sport in seinen unterschiedlichsten Facetten begeistern. Wir sind überzeugt, durch unser breites Angebot die Lebensqualität und Lebensfreude vieler Menschen in Leverkusen und Umgebung steigern zu können.“ - Aus dem Leitbild des TSV Bayer 04 Leverkusen

Hier gelangen Sie zur Webseite des TSV Bayer 04 Leverkusen.

In Leichter Sprache erklärt:

Schwimmen ist eine Wasser-Sport-Art.
Schwimmen kannst du:

  • in Schwimmbädern,
  • in Seen und
  • im Meer.

Es ist wichtig,
dass du die Baderegeln kennst.

Dadurch bringst du dich nicht in Gefahr.
Die Baderegeln sind:

  • Gehe nicht ins Wasser, wenn es dir nicht gut geht.
  • Kühle dich ab oder dusche, bevor du ins Wasser gehst.
  • Gehe als Nicht-Schwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser.
  • Bei Gewitter musst du im Freien das Wasser schnell verlassen.

Beim Schwimmen gibt es verschiedene Lagen.
Lage ist das Wort für verschiedene Stile.
Es gibt das Frei-Stil-Schwimmen.
Beim Frei-Stil-Schwimmen darfst du dich bewegen, wie du möchtest.
Du darfst dich am Becken-Rand oder einer Begrenzungs-Leine festhalten.
Du darfst beim Wettkampf nicht:

  • im Becken laufen,
  • dich am Becken-Rand abstoßen oder
  • dich an der Begrenzungs-Leine abstoßen

Wenn du am Beckenrand angekommen bist,
schwimmst du wieder zurück.
Du drehst an der Wand um.
Das heißt Wende.
Bei der Wende darfst du dich am Becken-Rand abstoßen.
Es gibt die Schwimm-Lage Brust-Schwimmen.
Beim Brust-Schwimmen schwimmst du mit dem Bauch nach unten im Wasser.
Das heißt Brust-Lage.Beim Brust-Schwimmen musst du einen Armzug und einen Beinschlag machen.
Wir erklären zuerst den Armzug.
Dann den Beinschlag.
Beim Schwimmen machst du beide Bewegungen gleichzeitig.
So kannst du nach vorne schwimmen.
Beim Armzug streckst du die Arme gerade nach vorne.
Du machst deine Hände ganz flach.
Danach ziehst du deine Hände in einem Halb-Kreis zur Brust.
Das ist der Armzug.
Beim Beinschlag ziehst du die Beine an deinen Bauch.
Danach streckst du die Beine seitlich und nach hinten aus.
Das ist der Beinschlag.
Die Bewegungen Armzug und Beinschlag machst du immer wieder.
So kannst du schwimmen.

Eine weitere Technik in der Brust-Lage ist das Kraulen.
Beim Kraulen machen deine Arme nacheinander große Kreise nach vorne.
Deine Beine schlagen auf und ab.
Kraulen ist die schnellste Schwimm-Art.
Es gibt die Schwimm-Lage Rücken-Schwimmen.
Beim Rücken-Schwimmen liegst du auf dem Rücken.
Das nennt man Rücken-Lage.
Deine Arme machen beide nacheinander große Kreise nach hinten.
Das ist wie beim Kraulen,
nur auf dem Rücken.
Mit deinen Beinen schlägst du hoch und runter. So wirst du noch schneller.
Beim Rücken-Schwimmen siehst du nicht, wo du hin schwimmst.
Du musst aufpassen, dass du nicht gegen die Wand oder den Becken-Rand stößt.
Es gibt noch das Schmetterlings-Schwimmen.
Deine Arme machen gleichzeitig große Kreise.
Durch die großen Kreise bewegst du dich nach vorne.
Beim Schwimmen gibt es auch Wettbewerbe.
Beim Schwimmen ist es wichtig, dass eine Person zur Rettung dabei ist.
Ist diese Person nicht anwesend, darf nicht geschwommen werden.

Du kannst je nach Wettbewerb unterschiedliche Strecken schwimmen.
Es gibt die Strecken

  • 25 Meter,
  • 50 Meter,
  • 100 Meter und
  • noch längere Strecken.

Die längste Strecke im Schwimmbad sind 1.500 Meter Frei-Stil.
Bei Brust, Rücken und Schmetterlings-Schwimmen ist die längste Strecke 200 Meter.
Wer am schnellsten schwimmt, gewinnt den Wettbewerb.
In den genannten Wettbewerben schwimmst du alleine.

Quelle: Podcast "Podklusion"

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Para Schwimmen in Alltagssprache

Marion Haas-Faller – ehem. Leistungssportkoordinatorin des BRSNW

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Egal welches Alter, egal welche körperliche oder geistige Einschränkung jemand hat, die Sportart Schwimmen kann von jedem Menschen ausgeübt werden. Die Eigenschaften des Wassers ermöglichen unabhängig vom Grad der Behinderung die eigenständige Ausübung der Sportart. Das kann eine wichtige Erfahrung und ein großartiges Erlebnis für jeden Menschen sein.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Die Leichtigkeit, mit der man sich im Wasser bewegen kann und wie es einen trägt. Das ist einfach ein klasse und einzigartiges Gefühl. Es geht nicht nur darum, seine Bahnen im Schwimmbad zu ziehen, sondern auch das Schwimmen im Meer oder See. Natürlich begeistert mich auch der Wettkampfsport, sich mit anderen messen und natürlich auch das nötige leistungssportliche Training, was dazu gehört.

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Hier würde ich unterscheiden zwischen dem Breiten- und Leistungssport. Meine Teilnehmer*innen im Breitensport üben nicht nur das reine Schwimmen aus. Vielmehr wird auch die spielerische Bewegung, Wasserspiele und die Kommunikation - die während des "Unterrichts" entsteht –sehr geschätzt. Das bereitet allen Teilnehmer*innen immer sehr viel Spaß. Dann kommt natürlich noch die Freude dazu, wenn ein bestimmtes Abzeichen erreicht wurde oder sich die Anzahl der zurückgelegten Bahnen - und damit auch die Ausdauer - verbessert.

Beim Leistungssport ist es klar, dass Verbessern der persönlichen Zeiten und das Erreichen von bestimmten Platzierungen mit Bestzeiten, Medaillen und die Teilnahme an besonderen Wettkämpfen - national als auch international (EM/WM/Paralympics).

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Ganz offensichtlich ist die Verbesserung der Beweglichkeit, sowie die positive Entwicklung der Ausdauer. Dies ist als Gesundheitsaspekt enorm wichtig. Zum anderen sehe ich die positive Auswirkung auf das Selbstvertrauen bzw. die Steigerung des Selbstbewusstseins der Teilnehmer*innen.

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Meine größte Motivation ist, meine eigene Begeisterung für diesen Sport an andere weiterzugeben. Zu sehen, wie sie lernen und persönlich gesteckte Ziele erreichen.

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Da gibt es so viele positive Momente. Aber es ist immer wieder ein ganz besonderer Moment, wenn eines der Kinder die erste Bahn im tiefen Becken allein schwimmen konnte und dann sein Seepferdchen Abzeichen erhält.


Neben der Sportart Kanu kann man auf dem Wasser noch mehr Sportarten machen. Zum Beispiel

- Surfen
Dabei steht man auf einem Brett im Wasser.
Wenn eine Welle kommt fährt man mit.
Danach wartet man auf die nächste Welle.

- Rudern
Das Boot heißt "Ruderboot".
Es gibt auch spezielle Ruderboote.
Zum Beispiel Boote mit speziellen Sitzen,
für Menschen die nicht alleine sitzen können.
Um vorwärts zu kommen benutzen die Sportler ein Ruder.

- Segeln
Das Boot heißt Segel-Boot.
Das Segel sieht aus wie ein sehr großes Tuch.
Das Segel wird mit Seilen aufgespannt.
Dann kann der Wind in das Tuch wehen.
Und das Boot kann über den See fahren.

-Frei-Wasser Schwimmen
Beim Freiwasser-Schwimmen finden die Schwimm-Wettkämpfe
nicht in einem Schwimmbad statt.
Die Wettkämpfe sind in offenen Gewässern.
Also zum Beispiel im Meer, im Fluss oder im See.

Die Rehabilitations- und Behindertensportgemeinschaft (RBS) Hückeswagen e.V. gehört zu den größeren Vereinen in Hückeswagen.
1968 als Versehrtensportgemeinschaft gegründet und später zunächst in Behindertensportgemeinschaft umbenannt, wuchs der Verein insbesondere in den 1990er Jahren nach der Einbeziehung des Rehabilitationssportes stark an. So nehmen heute weit über 300 Menschen, davon ca. ein Drittel Kinder und Jugendliche, das Sportangebot der RBS in Anspruch.

Die RBS Hückeswagen ermöglicht allen Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Sport, um zur Erreichung und Sicherung der Rehabilitation beizutragen. Die RBS setzt den Sport zur Erhaltung und Wiedergewinnung der Gesundheit und der körperlichen Leistungsfähigkeit, sowie zur Stärkung der Eigeninitiative, der Selbstständigkeit und der sozialen Integration von Menschen mit Behinderung ein. Außerdem fördert die RBS die sportliche Jugendhilfe.

Um ihre Ziele zu erreichen, bietet die RBS ein umfangreiches Sportangebot an:

  • Gymnastik für Ältere und für Menschen mit und ohne Behinderung
  • Judo für Menschen mit Behinderung
  • Boccia
  • Leichtathletik
  • Wassergymnastik und Schwimmen, auch in integrativen Gruppen
    ( Bad-Lifter für Schwerbehinderte vorhanden!)
  • Ambulanter Herzsport
  • Sport bei Osteoporose
  • Diabetikersport
  • Psychomotorik
  • Bewegungsspiele in Gruppen
  • Tanzen

Die Teilnehmer an den Gruppenangeboten werden in verschiedenen Sportstätten (12) von rund 30 Übungsleiter*innen und Helfenden verantwortlich betreut. Die Organisation im Verein wird durch 5 ehrenamtliche Mitarbeiter im Kernbereich der Vereinsverwaltung wahrgenommen.

Alle Informationen zum Verein und den Sprtangeboten finden Sie unter www.rbs-hueckeswagen.de

Wer mit der RBS in See stechen will, hat am Samstag, 27. August 2022 ab 14:00 Uhr die Chance dazu - beim Kanu Schnuppertag des Bezirks Köln DLRG Wachstation an der Bevertalsperre, Großberghausen.
Infos und Anmeldung an: Edgar.Begier@freenet.de

In Leichter Sprache erklärt:

Das Kanu-fahren ist eine Wasser-Sportart.
Das Kanu ist ein Boot.
Es gibt viele verschiedene Kanus.
Es gibt zum Beispiel
• das Kajak
• und den Kanadier.

Beim Kajak sitzt du in dem Kanu.
Beim Kanadier kniest du in dem Kanu.

Du kannst alleine Kanu fahren.
Du kannst auch mit anderen zusammen in einem Kanu fahren.
Wenn du Kanu fährst,
heißt du für diese Zeit Kanute oder Kanutin.

Du kannst Kanu
• auf einem See,
• auf einem Fluss,
• oder auf dem Meer fahren.

Beim Kanu-fahren brauchst du ein Paddel.
Mit dem Paddel drückst du das Wasser weg.
Dadurch bewegt sich das Kanu.
Durch das Paddel lenkst du auch.

Wenn du alleine Kanu fährst,
brauchst du ein Doppel-Paddel.
Das Doppel-Paddel kannst du auf beiden Seiten in das Wasser tauchen.
Das heißt, dass du auf beiden Seiten vom Kanu abwechselnd paddelst.
Du paddelst einmal links und einmal rechts.
Du brauchst das Doppel-Paddel,
damit das Kanu gerade fährt.
Wenn du alleine Kanu fährst,
musst du dein Kanu gut lenken können.

Du kannst auch mit jemanden zusammen Kanu fahren.
Du brauchst nur ein Paddel,
wenn du mit jemanden zusammen in einem Kanu fährst.
Das Paddel heißt Stech-Paddel.
Das Paddel tauchst du nur auf einer Seite in das Wasser.Die andere Person paddelt auf der anderen Seite.
Ihr paddelt dann im Team.

Das Paddeln ist anstrengend.
Durch das Kanu-fahren trainierst du deine Kraft.
Durch das Kanu-fahren bekommst du auch eine gute Ausdauer.
Durch das Kanu-fahren trainierst du deine Koordination.

Quelle: Podcast "Podklusion"

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Kanu in Alltagssprache


Edgar Begier ist seit seinem 16. Lebensjahr im Sport für Menschen mit Behinderung aktiv und Beauftragter der Abteilung Para Kanu des BRSNW. Wir haben mit ihm gesprochen und er hat uns dabei von der Sportart Para Kanu erzählt und was ihn antreibt, sich im Sport zu engagieren.

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Gerne erzähle ich Ihnen etwas über Para Kanu. Kanufahren ist eine hervorragende Sportart, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne geistige Behinderung zusammenzubringen.

Beim Para Kanu steht an erster Stelle selbstverständlich die Natur zu erleben und das auf eine unglaublich erholsame, einzigartige sowie vielseitige Weise. Außerdem ist Para Kanu auch eine absolute Trendsportart. Kanufahren beinhaltet auf der einen Seite die Boote und auf der anderen Seite die Stand-up Paddles, kurz SUP genannt. Hier können die Teilnehmer*innen sitzen, knien oder liegen – eben genau das, was der eigene Körper, die persönliche Fitness sowie Kraft und die Balance erlauben.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Abschalten und einfach mal die Seele baumeln lassen. Der Alltag ist oft stressig, aber beim Para Kanu werden ruhige Gewässer erkundet und ein Ausflug in die Natur kann diesen Stress schnell beheben und für richtig Entspannung sorgen. Außerdem sieht man mal die Welt aus einer anderen Perspektive. Das versteht man wahrscheinlich erst, wenn man mal eine Paddeltour gemacht hat – es genügen schon ein paar Stunden. Man ist auf gleicher Höhe mit dem Wasserspiegel, im direkten Kontakt zur Tier- und Pflanzenwelt, und bekommt Zugang zu ansonsten unerreichbaren Orten und Ufergebieten. Das ist gleichzeitig spannend und entspannend - perfekt!

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit ein Abenteuer zu erleben. Kanu fahren ist eine besondere Erfahrung und bietet eine Mischung aus Naturerlebnis und gleichzeitig aufregendem Abenteuer. Gemeinsam haben die Teilnehmer*innen eine super Zeit auf dem Wasser. Der Erholungsfaktor ist einfach riesengroß, aber trotzdem wird es nie langweilig. Ich glaube das begeistert unsere Teilnehmer*innen am meisten.

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Wenn man mit einem Fremden zusammen aufs Wasser geht, sei es beim normalen Kanu oder SUP, verbindet das ohne Worte. Wassersport fördert die Teambildung, die Kommunikation und auch die Verantwortungsübernahme der einzelnen Teilnehmer*innen. Aber auch das Selbstvertrauen, wenn man lernt, sicher über das Wasser zu gleiten. Zusätzlich beobachten wir immer wieder, dass sich die Gruppenstruktur unter den Anwesenden aber auch zu den Betreuer*innen der Teilnehmenden bedeutend verbessert.

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Ich bin unter Menschen mit Behinderung aufgewachsen und spiele selbst seit meinem 16. Lebensjahr im Behindertensport Fußball. Der Kontakt zum Sport für Menschen mit Behinderung war also schon immer selbstverständlich vorhanden. Auch in meinem Beruf als Sozialpädagoge habe ich häufig Kontakt mit Menschen mit Behinderung in jeglicher Form gehabt, sei es körperlich oder geistige Behinderung. Ich glaube letztendlich möchte ich gerne etwas zurückgeben und wenn ich dabei anderen eine Freude machen kann, dann macht mich das umso glücklicher.

 

 

 

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Es ist immer spannend, die Entwicklung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu sehen. Am Anfang sind viele Teilnehmer*innen sehr schüchtern und zurückhaltend, aber nach und nach werden alle locker und blühen richtig auf. Außerdem ist es einfach großartig zu sehen, wenn Teilnehmer*innen über sich hinauswachsen. Wir hatten beispielsweise einen Jungen mit geistiger Behinderung, der uns alle zum Staunen gebracht hat. Er ist - als ob es etwas vollkommen Selbstverständliches wäre - aus seinem Kanu aufgestanden und in ein anderes Kanu rüber gewechselt. Wohlgemerkt auf dem Wasser. Das ist selbst unter Profis ein echtes Kunststück!

In den letzten Wochen haben wir euch die Sportart Tischtennis vorgestellt. Ein unglaublich großartiges Spiel, bei dem man auch schon als Einsteiger gut mitspielen kann. Für alle, die sich jetzt fragen: Wo kann ich das eigentlich mal ausprobieren, haben wir hier die Antwort für euch! Wir haben für euch eine Liste für mit vielen verschiedenen Vereinen erstellt. Also einfach Kontakt mit dem Verein in eurer Nähe aufnehmen und es kann losgehen. 

Behinderten-Sportgemeinschaft Mülheim a.d. Ruhr e.V.

Bewegung Sport Gesundheit BSG Ratingen e.V.

Bewegung-Sport-Gesundheit Datteln 1960 e.V.

Bonner Sportverein Roleber 1919 e.V.

Borussia Düsseldorf

BSG Dormagen 1960 e.V.

BSG Kleve e. V.

BSG Köln

BSG Menden e.V.

CVJM Siegen Sportgemeinschaft e.V.

DJK Graf Sporck 1920 e.V. Delbrück

DJK TuS Stenern 1955 e.V.

F.C. Rumeln-Kaldenhausen e.V.

Mettmann Sport e.V.

RBS Solingen

RBSG Königshardt

RBSG Marl-Hüls 1953 e.V.

RBSG Tönisvorst e.V.

Sportfreunde 08/21 Bottrop e. V.

Sportgemeinschaft Essen Schoenebeck e.V.

Sportgemeinschaft im DJK Franz-Sales-Haus Essen e.V.

Sportgemeinschaft Sendenhorst 1910 e.V.

Sportverein Blau-Weiß Aasee e.V.

Sportverein Spexard 1950 e.V.

Sportverein Westfalia Gemen e.V.

SV Wipperfürth 1970 e.V.

SV Bayer Wuppertal e.V.

TSV 1887 Schloss Neuhaus e.V.

TSV Kierspe 1879/1904 e.V.

TTF Bad honnef

Turn- und Sportverein Lindlar 1925 e.V.

Turn- und Sportverein Maccabi Düsseldorf e.V.

Turner und Ballspieler Bocholt 1907 e.V.

Turngemeinde Neuss von 1848 e.V.

TuS Chlodwig 1896 Zülpich e.V.

TuS Meinerzhagen 1877 e.V.

Versehrtensportgemeinschaft Wuppertal 1945 e.V.

VSG Rheinhausen e.V.

BSG Herne 1955 e.V.

VTB Wilnsdorf e.V.

Wermelskirchener TV 1860 e.V.

Gemeinsam Sport treiben – das macht Spaß und hält fit. Der integrative Sportverein DJK Franz-Sales-Haus e. V. wurde bereits 1978 gegründet. Heute trainieren im Sportzentrum Ruhr in der Stadt Essen rund 2.300 Mitglieder mit und ohne Behinderung. Unabhängig von Leistungsniveaus und Fähigkeiten bietet der Verein interessante Sportmöglichkeiten an: Fußball, Tischtennis, Judo, Schwimmen aber auch Trend- und Outdoorsportarten wie zum Beispiel Klettern, Segel oder Mountain-Biking. Insgesamt werden 15 unterschiedliche Sportarten angeboten.

Das Training findet in homogenen Gruppen unter qualifizierter Leitung statt und wird ergänzt durch zahlreiche Gemeinschaftsaktionen, die das Abteilungsleben abrunden.

In Leichter Sprache erklärt:

Tischtennis ist eine Sportart.

Tischtennis wird auf einem Tisch gespielt.

In der Mitte des Tisches ist ein Netz.
Tischtennis wird mit einem Schläger pro Person gespielt.

Der Tischtennisschläger ist aus Holz. Auf diesem Holz ist Gummi aufgeklebt.
Den Spielball nennt man "Tischtennisball". Dieser Ball ist aus Kunststoff.
Der Tischtennisball wird von den Spielern über das Netz gespielt.

Es wird versucht den Ball so oft wie möglich über das Netz zu spielen.

Wenn ein Spieler den Ball nicht zurückspielen kann gibt es einen Punkt für den Gegner.
Tischtennis kann zu zweit oder zu viert gespielt werden.

Wenn ein Spieler gegen einen anderen spielt nennt man das "Einzel".

Wenn zwei Spieler gegen zwei Spieler spielen nennt man das "Doppel".
Bei den Paralympics im Sommer gibt es auch Tischtennis.

Quelle: Hurraki - Wörterbuch für Leichte Sprache

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Tischtennis.


Tobias Papies ist stellvertretender Sportlicher Leiter des DJK Franz-Sales-Haus, Referent im Bereich Bildung und Lehre und Landestrainer im Tischtennis für die Wettkampfklasse 11.

Wir haben mit ihm zum Thema „Sportliche Angebote für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung / geistiger Behinderung“ gesprochen. Er hat uns erzählt, was Tischtennis für ihn auszeichnet, warum diese Sportart sich so gut anbietet für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und was den Teilnehmer*innen am meisten Spaß bereitet.

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Sehr gerne. Tischtennis ist eine hoch koordinative und äußert anspruchsvolle Sportart.  Aber gleichzeitig bringt sie auch einige Parameter mit, die andere Sportarten so nicht verkörpern. Zum einen kann man Tischtennis wirklich ein Leben lang betreiben. Ganz unabhängig davon, wie fit man ist, ob man körperliche oder geistige Einschränkung hat oder auf welchem sportlichen Level man sich bewegt. Grundsätzlich ist Tischtennis eine Sportart, bei der man nicht schon mit 35 Jahren seine Karriere beenden muss, da man nicht mehr mithalten kann. Es gibt sogar Spieler*innen, die im Alter von 60 Jahren noch in Wettkämpfen spielen. Das führt wiederum dazu, dass man übergreifend miteinander Sport betreiben kann.  Jeder kann mit jedem an den Tisch gehen, ganz unerheblich ob alt, jung, groß, klein oder eben als Mensch mit oder ohne Behinderung.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Ich finde es so großartig, dass die erste Einstiegshürde beim Tischtennis so gering ausfällt, aber das Spiel trotzdem eine außerordentliche Tiefe bietet. Dadurch bietet es sich auch so gut an als Sportart für Menschen mit geistiger Behinderung, denn die grundsätzlichen Regeln sind äußert einfach:  Schlag den Ball auf die Seite deines Gegners.

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Hier muss ich ein wenig differenzieren. Auf der einen Seite haben wir im BRSNW die Athlet*innen, die ganz klar leistungsmotiviert sind. Bei dieser Gruppe besteht der Antrieb aus dem Leitgedanken: “ Ich möchte bei Wettkämpfen erfolgreich sein.” Aber für die größere Gruppe von Personen geht es um den ganzheitlichen Ansatz. Ihnen geht es also den sozialen Zusammenhang. Das heißt im Grunde genommen den ganzen Breitensport Aspekt. Das man in einer Gemeinschaft spielt, dass man mit einem Partner agiert und dass man auf andere Menschen trifft. Aber auch die Variation, die Tischtennis bietet, man kann im Team, im Doppel, im Rundlauf oder auf viele andere Arten spielen. Tischtennis wird einfach nicht langweilig.

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

An erster Stelle natürlich die positiven körperlichen und koordinativen Effekte. Aber auch die integrative Funktion ist vorteilhaft. Trotz eines unterschiedlichen Leistungsniveaus können zwei Spieler*innen durch Anpassungen am Spiel auf Augenhöhe miteinander Spaß haben. Die Spieler*innen haben Freude dabei und merken, dass sie etwas können. Das stärkt natürlich auch das Selbstbewusstsein.

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Ich glaube, meine persönliche Begeisterung für den Sport spielt eine wichtige Rolle. Ich bin schon früh mit dem Sport in Berührung gekommen und sozusagen mit ihm aufgewachsen. Ich durfte all die genannten positiven Werte und Effekte selbsterfahren und möchte diese nun auch zurück und weitergeben. Aber auch die positive Entwicklung der einzelnen Personen, wenn man merkt, wie jemand durch die Erfolgserlebnisse anfängt zu strahlen und daneben noch das Selbstbewusstsein wächst… das sind die Momente, die mich täglich motivieren!

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Mir fallen sehr viele Momente und Augenblicke ein, auf die ich gerne zurückblicke. Einer davon ist zweifelsohne unser Michael Lösch. Michael ist ein Sportler mit geistiger Behinderung und hat in seiner Karriere so ziemlich alle Turniertitel gewonnen, die es zu gewinnen gab. Doch ein Turnier konnte er zum damaligen Zeitpunkt noch nicht für sich entscheiden, und zwar das  “MitMenschen” Turnier - ein bundesweit einzigartiges inklusives Tischtennis-Turnier für Menschen mit und ohne geistige Behinderung.  Micha hat es dann tatsächlich im Oktober 2019 geschafft, das Turnier zugewinnen und hat sich so unglaublich über diesen Sieg gefreut, dass er damit die ganze Turnierhalle angesteckten konnte und weit über 200 Personen miteinander den Sieg von Micha gefeiert haben. Das war wirklich ein ganz emotionaler Moment, sowohl für Micha, als auch für alle anwesenden, mich eingeschlossen.


In den letzten Wochen haben wir euch die Sportart „Drums Alive“ vorgestellt. Rhythmische Musik und Tanzen sind feste Bestandteil davon. Gerade Tanzen ist eine hervorragende Möglichkeit Stress abzubauen, das eigene Selbstwertgefühl zu steigern und nirgends ist es so leicht, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig hält Tanzen jung und verbindet viele verschiede Aspekte miteinander: Konzentration, Koordination, Bewegung und natürlich Spaß!

Ihr interessiert euch nun für diese großartige Sportart und fragt euch wo ihr sie ausprobieren könnt? Hier haben wir euch eine Liste mit vielen tollen Vereinen zusammengestellt, die ein Angebot im Bereich Tanz haben.

BSG Lebenshilfe e.V. Bielefeld

Lebenshilfe Minden e.V.

Paderborner Ahorn-Panther e.V.

Integra Bielefeld e.V.

BTSG Lübbecke e.V.

Behinderten-Sport-Gemeinschaft Amelsbüren e.V.

Bocholter Sport-Gemeinschaft 1955 e.V.

Behinderten-Sportgemeinschaft Dülmen e.V.

TV Ibbenbüren 1860 e.V.

BSG Lüdinghausen e.V.

Lebenshilfe Münster e.V.

Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie Münster e.V.

BSV Roxel e.V.

RB-BSG-Vreden e.V.

TSV Bocholt von 1867/1896 e.V.

RBG Dortmund 51 e.V.

BSG Essen e.V.

BSG Kleve e. V.

BS Oberhausen e.V.

Gesundheitssportverein Mülheim an der Ruhr e.V.

Tanzen Inklusiv in Nordrhein-Westfalen e.V.

Nahezu zu jede Person hat schon von der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. gehört. Doch was genau ist sie eigentlich und wie hilft sie Menschen mit Behinderung genau?

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. wurde im Jahr 1958 gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein. Sie selbst versteht sich als Selbsthilfevereinigung, Eltern-, Fach- und Trägerverband für Menschen mit verschiedenen Behinderungen und ihre Familien. Vor allem setzt sie sich erfolgreich für Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung ein.

Die Ziele der Lebenshilfe sind umfassende Teilhabe und Inklusion. Darum setzt sie sich für die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland ein und fordert diese auch gegenüber der Politik und gesellschaftlichen Akteuren immer wieder ein.

Gleichzeitig ist die Lebenshilfe Unterstützer und Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung im Alltag. Sie vertritt ihre Interessen in Gesellschaft und Politik, hilft Rechte durchzusetzen und gibt Hilfe zur Selbsthilfe.

Durch die Angebote der Lebenshilfe wird aktiv die Teilhabe in allen Lebensbereichen gefördert und somit auch die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung. Sie baut ihre Angebote und Einrichtungen dabei ständig im Sinne der Inklusion aus und entwickelt diese weiter.

Weitere Informationen und aktuelle Neuigkeiten der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. finden Sie HIER.

Heute möchten wir Euch die Sportart „Drums Alive“ vorstellen.

Ursprünglich wurde die Sportart von der amerikanischen Sportwissenschaftlerin Carrie Ekins erfunden. Die Idee dazu entstand aus der Not. Aufgrund einer Hüft-Operation durfte sie längere Zeit keinen Sport machen. Um jedoch weiterhin in Bewegung zu bleiben, trommelte sie regelmäßig im Sitzen mit Schlagzeugstöcken auf Kartons und Schachteln herum. Eher zufällig und aus Frust über ihren Bewegungsmangel schlug sie auf einen Gymnastikball ein. Sofort erkannte sie das Potenzial und sah die Möglichkeit, ihr unkonventionelles Trainingsprogramm mit viel Spaß zu verbinden. Sie ergänzte rhythmische Musik und Aerobic-Elemente und anschließend war ein neuer Trend geboren.

Man kann sich unter „Drums Alive“ also Schlagzeug spielen als Fitnessprogramm vorstellen. Das klingt vielleicht erstmal absurd, macht aber unglaublich Spaß.

Zusätzlich“ wird die Konzentration, Merkfähigkeit, Koordination und das Rhythmusgefühl gefördert sowie natürlich die allgemeine Gesundheit verbessert. Also ein ganzheitliches Workout für Körper, Geist und Seele und nahezu jede*r kann mitmachen.


Wir haben mit Christiane Schweinitz und Cäcilia Adams von der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gesprochen und sie haben uns erzählt, warum sie eine „Drums Alive“ Gruppe leiten, was sie persönlich am meisten an dieser Sportart begeistert und welche Momente besonders denkwürdig waren.

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Wir bieten eine vereinfachte Variante des „Drums Alive“ an. Stellen Sie sich Schlagzeug spielen als Fitnessprogramm vor. Das klingt vielleicht erstmal absurd, macht aber unglaublich Spaß. Statt auf einem Schlagzeug, trommeln die Teilnehmer*innen allerdings mit ihren Sticks auf einem Gymnastikball. So trommeln die Teilnehmer*innen gemeinsam passende Rhythmen zur fetzigen Musik und bewegen sich zusätzlich um die Bälle herum. Die Musik in Kombination mit der gemeinsamen sportlichen Betätigung ist einfach ein Genuss.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Wir treiben unglaublich gerne mit anderen gemeinsam Sport und gleichzeitig ist es für uns ein großes Vergnügen, sich zur Musik zu bewegen. Bei „Drums Alive“ kann man diese beiden Vorlieben perfekt miteinander kombinieren. Außerdem finden wir es großartig, dass man auch bei leichten körperlichen Einschränkungen mitmachen kann.

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Gemeinsam die passende Musik aussuchen ist oft ein Highlight für alle Beteiligten. Aber natürlich auch der ausgesprochene nette und fröhliche Umgang untereinander und natürlich die Abwechslung zur manchmal eintönigen Arbeit.

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Alle Beteiligten erleben ein ganz großartiges „Wir-Gefühl“ in der Gruppe. Als Kontrast zum vielen Sitzen im Alltag bewegen sich die Teilnehmer*innen und kommen in`s Schwitzen. Dabei werden die Konzentration, Merkfähigkeit, Koordination und das Rhythmusgefühl gefördert und natürlich wird die Gesundheit auch noch verbessert. Außerdem kann eine Choreographie gemeinsam erarbeitet werden und es fördert dann auch die Kreativität und das Sozialverhalten.

 

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Wir selbst treiben gerne Sport und freuen uns mit allen Teilnehmern*innen der Gruppe über die Erfolge und die tolle positive Rückmeldung des Publikums. Die Proben sind immer kurzweilig und es wird dabei immer ausgiebig und viel gelacht. Alle Beteiligten haben nach den Proben einfach gute Laune. Man geht gestärkt zurück in den Arbeitsalltag.

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Beim Training gibt es oft einen ganz besonderen Moment: Die Freude in den Augen der Teilnehmer*innen, wenn sie die Choreografie eines neuen Liedes zum ersten Mal komplett geschafft haben. Das ist einfach ein besonderer und unvergleichlicher Augenblick. Aber auch das Miterleben und Tanzen des Publikums bei unseren Auftritten z.B. beim „Tag der Begegnung in Köln“ oder auf der Rehacare sind stets wunderbare Höhepunkte. Und zweifelsohne das positive Echo in Form von Applaus und Zugabe-Rufe nach unseren Auftritten.

Die Beliebtheit von Boccia steigt seit der Einführung 2004 im BRSNW stetig und jedes Jahr kommen neue Mannschaften dazu. Viele denken bei Boccia an ein Spiel, welches man im Sand spielt und aus dem Urlaub am Strand kennt. Dies hat jedoch wenig gemeinsam mit dem klassischen Boccia. Bis auf die Tatsache, dass man Kugeln wirft. Boccia wird auf glatten Boden gespielt und wird auch als Präzisionssport bezeichnet.

Es gibt zwei verschiedene Arten Boccia zu spielen: Einmal Hallenboccia als Mannschaftssport nach den Regeln des DBS und zum anderen PARA-Boccia als Individualsport bzw. Sport in 2er-Teams nach den Internationalen Regeln des BISFed (durchgeführt vom DRS bzw. bvkm, Abteilung Boccia).

Seit 1984 ist Boccia eine paralympische Sportart.

Hier finden Sie passende Sportangebote:

BSG Bad Salzuflen e.V.

Behinderten-Sportgemeinschaft Gütersloh e.V.

VBSG Gescher e.V.

Bewegungs-Sport-Gemeinschaft (BSG) Nordwalde e.V.

Turnverein Mettingen 1930 e.V.

Reha- & Gesundheitssport Bönen e.V.

BSG Mettmann

Mülheimer Hobby- und Freizeit Club

BS Oberhausen

RBSG Königshardt

Behinderten Sport Gemeinschaft Herne 1955

BSG Espelkamp

BSG Dorsten Wulfen

Weitere Angebote und Neuigkeiten zum Thema Boccia finden Sie HIER.

Was macht den BSG Espelkamp e.V. aus:

  • Ein Verein mit traditioneller 53-jähriger Kinder und Jugendarbeit, der mit zur Zeit ca. 200 jugendlichen Mitgliedern eine große Jugendgruppe besitzt, der sowohl im Behinderten, Breiten, Reha und Leistungssport erfolgreich arbeitet und immer wieder nach vorne schaut und neue Aufgaben übernimmt.
  • Weil er immer wieder Talente in der Leichtathletik und im Schwimmen bis in die Bundeskader gebracht hat.
  • BSG Espelkamp e.V. bietet neben dem Sport für Kinder und Eltern Angebote wie Grillnachmittage, Nikolausfeiern oder Jahresabschluss-Essen, um die Gemeinschaft zu fördern.

Die Angebote für Kinder und Jugendliche:

  • Anfängerschwimmen für Kinder und Jugendliche
  • Reha-, Breiten- und Leistungssport für Kinder und Jugendliche
  • Sport, Spiel und Spaßgruppe für Kinder
  • Teilnahme an Schwimmwettkämpfen sowohl im Behindertensport wie auch im Bereich des Deutschen Schwimmverband

Talentförderung und Leistungssport:

Im Rahmen der Schwimmtrainingsgruppen sichtet der BSG Espelkamp e.V. Talente zunächst auf kleineren Wettkämpfen.
Durch Wettkampffahrten regional, landesweit und bundesweit bis hin zu den internationalen Deutschen Meisterschaften, Schnupperschwimmen werden neue Talente an den BSG Espelkamp e.V. herangeführt.

Hier gelangen Sie zur Webseite des BSG Espelkamp e.V.

In Leichter Sprache erklärt:

Boccia wird mit einer kleinen Kugel gespielt und mehreren großen Kugeln.

Die kleine Kugel heißt Pallino.

Die großen Kugeln heißen Punktkugel.

Beim Boccia muss man eine oder mehrere Kugeln so nah wie möglich an den Pallino werfen.

Dafür gibt es einen Punkt. Wer zuerst 15 Punkte hat gewinnt das Spiel.

Boccia kann man zu zweit (eins gegen eins) spielen. Dass wird Einzel genannt. Beim Einzel hat jeder Spieler vier Punktkugeln.

Boccia kann man zu viert (zwei gegen zwei) spielen. Dass wird Doppel genannt. Beim Doppel hat jeder Spieler drei Punktkugeln.

Boccia kann man zu sechst spielen (drei gegen drei) spielen. Dass wird Dreier genannt. Beim Dreier hat jeder Spieler zwei Punktkugeln.


Boccia ist eine paralympische Sommersportart.

Quelle: Hurraki - Wörterbuch für Leichte Sprache

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Boccia.


Hans Dieter Dworok (BSG Espelkamp e.V.) ist seit 40 Jahren aktiv im Sport, sei es als Spieler in einem integrativen Fußball-Team oder als Betreuer beim Hallenboccia. Wir haben mit ihm gesprochen und er berichtet dabei von der Sportart Hallenboccia, welche positiven Auswirkungen Sport haben kann und was ihn antreibt, sich im Sport zu engagieren.

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?

Das Großartige an Hallenboccia ist, dass wirklich jeder diese Sportart ausüben kann. Natürlich hat jede Sportart ihren eigenen Reiz, doch gerade Hallenboccia eignet sich durch die geringe Einstiegshürde besonders für Menschen mit geistiger Behinderung. Im Gegensatz zu vielen anderen Team-Sportarten ist hier die Anzahl der Mitglieder im Team eher gering. Die Teams bestehen insgesamt aus nur 3 aktiven Spieler*innen. Dadurch gelingt Menschen mit geistiger Behinderung sich schneller und einfacher im Spiel zurechtzufinden.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

Ich bin seit 13 Jahren als Trainer im Hallenboccia aktiv und muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Sportart anfänglich unterschätzt habe. Die Konzentration und das Können, welches die Spieler*innen an den Tag legen, ist unglaublich. Jeder, der schon selbst einmal Hallenboccia ausprobiert hat, wird schnell feststellen, wie hoch die Leistung der einzelnen Spieler*innen ist. Nichtsdestotrotz ist der Einstieg sehr einfach. Beim Hallenboccia kann jeder mitmachen. Ganz gleich ob Menschen mit oder ohne Behinderung, jung oder alt oder auch wenn man nicht im eigentlichen Sinn sportlich ist. Am Ende hat hier jeder seinen Spaß und kann ganz persönliche Erfolgserlebnisse verbuchen.

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Die Antwort ist hier ganz einfach! Auch wenn die Teams klein sind, der Zusammenhalt ist dafür umso größer! Das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe und die Zugehörigkeit zum Team ist definitiv etwas, das die Sportler*innen sehr zu schätzen wissen. Aber auch der ganz persönliche Ansporn, immer besser zu werden, bereitet vielen der Spieler*innen große Freude!

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Auch hier fällt mir die Antwort sehr einfach. Die positive Auswirkung von Hallenboccia auf das Selbstwertgefühl der Spieler*innen ist eindeutig zu erkennen. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie einige der Spieler*innen schon nach kurzer Zeit voller Selbstvertrauen und Selbstsicherheit strahlen.

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Ich selbst bin nun schon seit über 40 Jahren aktiv im Sport, sei es als Spieler in einem integrativen Fußball-Team oder aber als Betreuer beim Hallenboccia. Ich habe also auch schon mehrere Seiten des Sports im Verein kennengelernt. Rückblickend kann ich festhalten, dass mir der Sport und das Vereinsleben sehr viel Freude bereitet haben und ich daher auch etwas zurückgeben möchte! Zusätzlich ist mir bewusst, wie schwer es heutzutage ist, Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Deshalb möchte ich auch hier meinen Teil beitragen und meinen Verein unterstützen. Das Geheimnis des Glücks liegt bekanntlich nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Es gab viele besondere Momente in den vergangenen Jahren. Was aber immer wieder ein Highlight war und auch noch sein wird ist, wenn es beim Spiel knapp ist und der letzte Wurf den entscheidenden Punkt erzielt. Das sind schon Augenblicke mit großer Intensität.

Die Vorteile von sportlicher Betätigung sind allgemein bekannt. Sport hilft dabei, körperlich fit zu bleiben. Doch damit nicht genug. Sport im Besondern der Vereinssport kann dabei helfen, soziale Interaktion zu fördern. Man kommt automatisch mit anderen Menschen in Kontakt, entwickelt häufig ein „Wir-Gefühl“ und kann Freundschaften knüpfen. Kurz gesagt: Sport verbindet Menschen miteinander.

Daher möchten wir an dieser Stelle auf einige Angebote im Bereich Judo/Kampfsport für Menschen mit geistiger / intellektueller Beeinträchtigung aufmerksam machen:

Budokan Hünxe e.V.

https://www.djk-judo.de

SC Budokan Bocholt e.V.

https://www.bsv-meschede.de

https://bsg-ratingen.de/behindertensport/

http://www.kodokan-duisburg.de/

http://www.sc-eintracht-muelheim.de/index.php/judo

https://jc-mifune.de/

https://www.judobund.de/fuer-aktive/judo-fuer-menschen-mit-einer-behinderung/id-judo/

https://www.facebook.com/ID.Judo.in.NRW/

Weitere Angebote und Neuigkeiten zum Thema ID Judo finden Sie HIER.

Das Herzstück des 1. Budokan Hünxe e.V. ist die ID-Judo-Gruppe, der die Hälfte der Mitglieder angehört.
Sie prägen nachhaltig das gesamte Vereinsleben. Das was diese ID-Judo Abteilung aber so besonders mach, ist das Team. Es besteht aus einer erfahrenen Fachlehrerin für Sonderpädagogik mit Judokenntnissen und einem erfahrenen Fachmann für Judo mit Kenntnissen über geistig Behinderte.

Das was den gesamten Verein ausmacht:
Die Offenheit und Kontaktfreudigkeit der Sportler aus allen Abteilungen ist durch ein kameradschaftliches Verhältnis untereinander geprägt und sorgt für eine besondere Form der Zugehörigkeit. Hier findet täglich gelebte selbstverständliche Inklusion mit familiärem Flair statt.
Eine Plattform mit Geborgenheitscharakter für Kinder und Jugendlichen mit und ohne Handicap. Eine Wertschätzung für alle Sportler. Für Eltern ein Ort des Austausches (Probleme, Sorgen, Nöte). Ein Ort, um Freundschaften zu schließen, Verabredungen zu treffen.

Hier gelangen Sie zur Webseite des 1. Budokan Hünxe e.V.


In Leichter Sprache erklärt:

Was man beim Judo macht

Judo ist eine Kampf-Kunst Sport-Art.
Die Sportler tragen:

  • eine weiße Baumwoll-Hose
  • eine weiße Jacke
  • und einen Stoff-Gürtel

Ziel ist es:

  • Den Gegner auf den Rücken auf die Matte zu legen.

Dafür lernen die Sportler verschiedene:

  • Wurf-Techniken
  • Halte-Techniken
  • Fall-Techniken
  • und Schlag-Techniken.

Diese Sport-Art ist gut um sich zu verteidigen.

Text: DJK Eintracht Coesfeld

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Judo.

Dr. Wolfgang Janko ist seit über 40 Jahren im ID-Judo aktiv und als Abteilungsvorsitzender Judo für den Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW) ehrenamtlich tätig.

Erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Sportart und was zeichnet diese für Sie im Besonderen aus?          

ID-Judo ist mehr als nur Sport bzw. Kunst der Selbstverteidigung. ID-Judo ist vielmehr eine Philosophie und Geisteshaltung. Neben der körperlichen Entwicklung erfährt man somit im ID-Judo auch eine persönliche Entwicklung. Die Teilnehmer*innen können ihre Kräfte mit Gleichaltrigen messen, erlernen die Koordination bestimmter Bewegungen und somit die Kontrolle über ihren eigenen Körper.

Was begeistert Sie persönlich am meisten an dieser Sportart?

ID-Judo kann nicht allein trainiert werden. Der gegenseitige Respekt zum*r Partner*in und die Wertschätzung zueinander macht diesen Sport so besonders. Es geht nicht nur darum eine*n Gegner*in zu besiegen. Der Austausch mit dem*r Partner*in, das gemeinsame Lernen von neuen Techniken und das Training der körperlichen Fitness macht ID-Judo zu einer einzigartigen Mischung. Zusätzlich ist ID-Judo sehr zugänglich. Ob mit oder ohne Behinderung, jung oder alt, groß oder klein. Das alles spielt beim Judo eine eher untergeordnete Rolle und die ersten Erfolgserlebnisse können schnell erzielt werden.

Was macht ihren Teilnehmer*innen am meisten Spaß daran?

Das Kämpfen und die gegenseitigen Kräfte messen mit dem*der Trainingspartner*in ist mit Sicherheit große Freude für die meisten. Aber auch die farbigen Gürtel. Es klingt wie ein Detail, ist jedoch für viele eine enorme Motivation: Wenn jemand seine Prüfung für den nächsten Gurt bestanden hat, trägt man anschließend das handfeste Symbol seines Erfolgs. Dies unterstützt die eigene Motivation, und man denkt sofort an den nächsten Gurt.

Welche positiven Auswirkungen hat die Sportart auf die Spieler*innen?

Nirgends findet man leichter Freunde als im Sport! So entstehen soziale Kontakte und Freundschaften. Judo erhöht außerdem das Selbstbewusstsein und reduziert das Gefühl, ausgeliefert zu sein. Wie auch bei anderen Kampfkünsten, wirkt sich der Effekt vor allem auf das Selbstbewusstsein aus. Nicht nur im Training, sondern auch im Alltag trägt der Sport daher zu einem sicheren Auftreten bei. Daneben fördert ID-Judo nicht nur die Geschicklichkeit und den richtigen Einsatz von bestimmten Techniken zum richtigen Zeitpunkt, sondern auch die geistige und körperliche Gesundheit.

Was ist Ihre persönliche Motivation und treibt Sie an, sich im Sport zu engagieren?

Ich bin seit den Anfängen des ID-Judo in Deutschland aktiv dabei. Dadurch konnte ich gemeinsam mit vielen anderen diesen Sport fördern, gestalten und zu dem Entwickeln was ID-Judo heute darstellt. Dieses Schaffen empfinde ich als eine Art Berufung oder vielleicht auch Lebenswerk. Dies war und ist für mich persönlich ein großer Anreiz. Der entstandene Entwicklungsprozess ist allerdings noch nicht beendet. Das große Ziel ist zweifellos die Teilnahme von ID-Judo bei den Paralympischen Spielen.

An welche besonderen Momente erinnern Sie sich beim Training/Spielbetrieb?

Ich muss oft an einen bestimmten Tag zurückdenken. Er liegt schon einige Jahre zurück, aber ist mir sehr im Gedächtnis geblieben. In meiner Tätigkeit als Trainer wollten wir ein Art Werbevideo zusammen mit meinen Schüler*innen aufzeichnen. Pünktlich um 09:00 Uhr wollten wir starten. Alle Teilnehmer*innen waren anwesend sowie motiviert und wollten ihr Bestes vor der Kamera geben. Doch leider hat eine Gruppe gefehlt…das Kamerateam. Da standen wir also. Voller Tatendrang und schon überkochender Motivation. Um nicht untätig auf das Kamerateam zuwarten, beschlossen wir mit dem Aufwärmen und leichtem Training zu beginnen. Wie zu erwarten war, wurde aus dem „leichten“ Training schnell ein intensives Work-Out inkl. Allem, was Judo bietet. Als einige Stunden später das Kamerateam eintraf - es müssen ungefähr drei oder vier Stunden vergangen sein - hätte man annehmen können, dass die meisten Teilnehmer*innen schon völlig ausgepowert waren. Aber bei Weitem gefehlt! In dem Moment, in dem das Kamerateam anfing, die Aufnahme zu starten, haben alle Anwesenden sich gegenseitig zu Höchstleistungen angespornt. Die Ausdauer und Energie, die ich an diesem Tag gespürt habe, kann man nur als sensationell beschreiben.