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Weitsprung-Paralympicssieger Markus Rehm: „KölnRheinRuhr-Konzept großartig“

Alle Goldmedaillen seit 2011 bei Welt-, Europameisterschaften und Paralympics, Weltrekordhalter mit 8,72 Metern: Weitspringer Markus Rehm hat alles gewonnen und ist seit vielen Jahren DAS Gesicht der Paralympischen Bewegung.

Alle Goldmedaillen seit 2011 bei Welt-, Europameisterschaften und Paralympics, Weltrekordhalter mit 8,72 Metern: Weitspringer Markus Rehm hat alles gewonnen und ist seit vielen Jahren DAS Gesicht der Paralympischen Bewegung. In Rio 2016 durfte er die deutsche Fahne tragen, in Paris 2024 durfte er das Paralympische Feuer ins Stadion bringen, in Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 am Fackellauf teilnehmen. Jetzt bringt der Athlet des TSV Bayer 04 Leverkusen seine internationale Strahlkraft in die Bewerbung für die Spiele in KölnRheinRuhr. „Das Land NRW hat alles getan, um zu zeigen, dass wir ready sind für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Die Region hat super viel Erfahrung mit verschiedenen Großevents, die stattgefunden haben, das Konzept ist großartig und ich nehme es super positiv wahr.“

Dem 38-Jährigen „fällt extrem auf, dass immer von beiden Events gesprochen wird und darum geht es: die Athletengruppen näher zusammenbringen. NRW ist offen für ein Zusammenwachsen und hat das von Anfang an gezeigt, gemeinsam mitgedacht und geplant.“

Paralympics auf Augenhöhe quasi – Olympia und Paralympics gehören einfach zusammen, sagt Rehm, „es ist ein untrennbares Groß-Event und das macht NRW großartig. Besonders, dass der Großteil der Athletinnen und Athleten in einem Dorf wohnen soll, das gibt es in dieser Form nur in NRW. Das Konzept ist stimmig und nachhaltig, schließlich soll auch die ganze Region etwas davon haben. Am Ende geht es nicht nur um den Sport, sondern um ein offenes Aufeinanderzugehen, Barrieren abzubauen und auch um die Gesellschaft, um das Zusammenkommen der Nationen, deren Vertreter die Sportler sind. Wenn viele Athletinnen und Athleten auf kleinem Raum leben, in einer großen Halle zusammen essen, die unterschiedlichen Kulturen wertgeschätzt und gefeiert werden, dann sendet das ein starkes Signal.“

Rehm geht in seiner Vorstellung sogar noch einen Tick weiter als das Konzept: „Ich habe schon zig Mal gesagt, dass wir die olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten zusammenbringen sollten.“ Seine Vision: Eine Zwischenveranstaltung, ein 4x100-Meter-Staffel-Rennen von olympischen und paralympischen Athletinnen und Athleten. „Keine Abschluss-, keine Eröffnungsfeier, sondern ein Mixed zwischen olympischen und paralympischen Athleten, acht Nationen – damit sorgen wir auch dafür, dass sie gemeinsam trainieren müssen in ihren Heimatländern. Das wäre der Wahnsinn, solange könnten die Teilnehmenden der Verbindungsveranstaltung alle gemeinsam im Dorf leben, wie könnte man so etwas noch schöner und symbolischer organisieren? Es ist kein Teil der Bewerbung, aber mein Wunsch. Seit London 2012 hat sich was getan, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. KölnRheinRuhr kann ein großer Schritt nach vorne sein.“

Text: Nico Feißt