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NRW-Para Schwimmteam auf EM-Kurs

Trotz der vorübergehenden Schließung des Leistungszentrums in Wuppertal läuft die EM-Vorbereitung des NRW-Paraschwimmteams auf Hochtouren. Mieke Leiße, Philip Hebmüller und Maurice Wetekam nutzen alternative Trainingsstandorte und absolvieren die letzten intensiven Einheiten, bevor Anfang September die Europameisterschaften in Kocaeli starten.

Mit der vorübergehenden Schließung des Leistungszentrums in Wuppertal am 06. Juli begann für das NRW-Paraschwimmteam eine organisatorisch anspruchsvolle Phase. Für insgesamt acht Wochen standen die gewohnten Trainingsbedingungen nicht zur Verfügung. Bereits im Vorfeld hatten sich die Landestrainer um alternative Wasserzeiten in Düsseldorf und Essen bemüht, um insbesondere in den letzten beiden Wochen der regulären Saison einen möglichst reibungslosen Trainingsbetrieb sicherzustellen.

Gerade für die drei EM-Teilnehmer*innen Mieke Leiße, Philip Hebmüller und Maurice Wetekam war dies von großer Bedeutung. Während für den Großteil des NRW-Kaders die Saison bereits am 17. Juli endete, setzte das Trio die Vorbereitung auf den internationalen Saisonhöhepunkt konsequent fort. Mieke Leiße und Maurice Wetekam trainierten in Essen, Philip Hebmüller nutzte die Trainingsmöglichkeiten seines Vereins in Neuss und im Heimatnahen Düsseldorf, dass mit dem dort ansässigen Düsseldorfer SC ebenfalls die notwendigen Bahnzeiten ermöglichte. Die Standorte wurden bewusst gewählt, da sie für die Athlet*innen die kürzesten Anfahrtswege ermöglichten und so zusätzliche Belastungen in einer entscheidenden Trainingsphase vermieden werden konnten.

In den ersten Wochen wurde das Training von Landestrainer Mitja Zastrow geleitet. Unterstützt wurde er dabei von Miekes Heimtrainer Moritz Schulte sowie der Bundesstützpunkttrainerin im Olympischen Bereich, Nicole Endruschat, die in Essen zusätzliche Trainingseinheiten ermöglichte und damit einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung leistete.

Inzwischen sind Mieke Leiße und Maurice Wetekam von ihrem zweiwöchigen Trainingslager mit dem Deutschen Behindertensportverband in der Slowakei zurückgekehrt. Dort konnten sie gemeinsam mit einem großen Teil der Nationalmannschaft, wie z.B. auch dem vierten NRW-Sportler, Taliso Engel, unter optimalen Bedingungen die letzten umfangreichen Belastungen absolvieren. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wird der Fokus nun auf dem Feinschliff und der Taperphase liegen. Gemeinsam mit den Landestrainern werden in den verbleibenden Wochen die letzten technischen und wettkampfspezifischen Inhalte in Essen und Düsseldorf erarbeitet, bevor am 07. September die Europameisterschaften in Kocaeli, in der Türkei beginnen.

Philip Hebmüller setzt seine Vorbereitung in Nordrhein-Westfalen noch bis zum 20. August fort und startet dann, gemeinsam mit den Aktiven des BSP-Paraschwimmen aus Berlin, in ein direktes Vorbereitungstrainingslager in der Türkei. Ziel aller Beteiligten ist es, die drei NRW-Athlet*innen bestmöglich auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten, damit sie Anfang September optimal vorbereitet an den Start gehen können und die intensive Arbeit der vergangenen Wochen auf internationaler Bühne Früchte trägt.