Die Sportart Powerchair Hockey, früher als Elektro-Rollstuhlhockey bekannt, ähnelt dem Feldhockey und/oder Floorball. Es ist ein dynamischer Teamsport im Gebilde des DRS mit bis zu 15 km/h schnellen Elektrorollstühlen. Beim Powerchair Hockey können auch Menschen, die wegen eines höheren Behinderungsgrades an anderen Sportarten, wie z.B. Rollstuhlbasketball oder Rollstuhlrugby, nicht teilnehmen können, sportliche Erfüllung finden. Sogar Menschen mit Beatmung sind hier aktiv und spielen über einen festen Schläger am Rollstuhl eine wichtige Rolle. Aber auch Handschlägerspieler*innen wirbeln mit dem Ball über das Feld – filigranes Passspiel, Technik und spektakuläre Torschüsse zeigen, dass Powerchair Hockey anderen Hockeyformen in nichts nachsteht.
Zusätzlich zu Leuchttürmen der nicht-paralympischen Nationalmannschaften sind insbesondere auch der Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport die wichtigsten Standbeine des Deutschen Rollstuhlsportverbandes (DRS). Seit 1977 gibt es den Verband mit seiner Expertise für den Rollstuhlsport von Menschen mit Behinderung in seiner jetzigen Form. In diesen mittlerweile 49 Jahren haben sich die Anforderungen des Verbandes stets weiterentwickelt und es ist eine Organisation gewachsen, die das gesamte Spektrum des Rollstuhlsports für Menschen mit Behinderung abdeckt.
Der DRS sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Nationaltrainer*in (ehrenamtlich auf möglicher Honorarbasis) für die deutsche Powerchair Hockey Nationalmannschaft, die 2010 Weltmeister und 2024 Vize-Europameister wurde. 2026 erreichte man den vierten Platz bei der Weltmeisterschaft in Finnland. Der Verband schreibt nun für einen kommenden Umbruch den sportlichen Chefposten offiziell neu aus.
Das sind Deine Aufgaben :
- Durchführung, Steuerung und Kontrolle der Lehrgangs- und Wettkampfmaßnahmen der deutschen Powerchair Hockey Nationalmannschaft; in der Regel pro Jahr 3 mehrtägige Trainingslehrgänge bei Heidelberg, 2 eintägige Sichtungslehrgänge im Anschluss an Bundesligaspieltage und 1 Turnier
- Betreuung der Athlet*innen bei Lehrgangs- und Wettkampfmaßnahmen, letztere sind Nationenturniere, die Europameisterschaft 2028 und Weltmeisterschaft 2030
- Entscheidungshoheit über die sportliche Ausrichtung zur weiteren Entwicklung der Mannschaft in Abstimmung mit dem Vorstand des Fachbereich Elektro
- Entscheidungshoheit über die Kadergestaltung
- Übernahme weiterer spezifischer Aufgabenbereiche wie z. B. Sichtung von Talenten in der 1. und 2. PCH-Bundesliga
Das bringst Du mit:
- Erfahrungen als Trainer*in im Mannschaftssport, bestenfalls im Hockey oder Floorball; Erfahrung im Powerchair Hockey ist erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich
- Erfahrungen im Wettkampfsport und desen Umfeld
- Erfahrung im Umgang von Athlet*innen mit Behinderung oder andere Berührungspunkte mit Menchen mit Behinderung
- gute Englischkenntnisse und guter Umgang mit EDV zwecks z.B. Videoanalyse
- strukturierte, selbstständige Arbeitsweise, Flexibilität und Kreativität
- Organisations-, Team-, und Kommunikationsfähigkeit
Durch Beschluss der Bundesregierung 2025 wurden staatliche Förderungen für nicht-paralympische Sportarten im Leistungsbereich gestrichen und die Mannschaft hat nur Sponsoren- und Spendengelder zur Verfügung, wodurch Honorarzahlungen aktuell nur ggf. nachverhandelt werden können.
Die Übernahme aller Fahrt-, Verpflegungs- und Unterkunftskosten bei Lehrgängen und zu den Turnieren wird garantiert.
Du fühlst Dich angesprochen?
Dann bewirb Dich bis zum 12. August 2026 unter Angabe deines möglichen Arbeitsbeginns möglichst per E-Mail:
info@rollstuhlsport.de
oder postalisch an:
Deutscher Rollstuhlsportverband (DRS) e.V. Fachbereich Elektro Großenbaumer Allee 270A 47249 Duisburg
Dein Ansprechpartner bei Fragen: Lars Pickardt – Leitung Bundeszentrale – Fon 040 7306 1369 Mail: lars.pickardt@rollstuhlsport.de
Der DRS fördert aktiv die Gleichstellung aller Mitarbeiter*innen. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Menschen, unabhängig von deren kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität sowie Orientierung.
CHRISTIAN HOMBURG (VORSITZENDER VORSTAND FACHBEREICH)
und JULIAN WENDEL (TEAMMANAGER)