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Deutsche Verbandsmeisterschaft im ID-Judo 2025 in Speyer

Die vom Judo-Sportverein Speyer ausgerichteten DVMM fanden im Judomax in Speyer statt.

Die vom Judo-Sportverein Speyer ausgerichteten DVMM fanden im Judomax in Speyer statt. Damit war Speyer zum zweiten Mal Austragungsort einer deutschen ID-Meisterschaft, denn bereits 2016 fanden die Deutschen ID-Einzelmeisterschaften an gleicher Stelle statt. Dem Team um Jürgen Teutsch ist es fabelhaft gelungen, eine würdige Deutsche Meisterschaft durchzuführen. Aufgrund der starken Beteiligung von 19 Mannschaften aus acht Landesverbänden konnte der geplante Zeitplan nicht eingehalten werden. Schade für den Ehrengast, den frischgebackenen von vielen ID-Judoka umringten Para-Judo Europameister Lennart Sass, der die Siegerehrung durchführen wollte. Lennart konnte aufgrund eines weitere Termins die verspätete Siegerehrung leider nicht abwarten und verabschiedete sich unter großem Beifall.

Unter den 19 Mannschaften, die in sechs Wettbewerben starteten. waren auch sechs Mannschaften aus NRW. Damit war NRW der einzige Landesverband, der in allen sechs Startklassen mit einer Mannschaft antrat und mit drei Titeln auch erfolgreichster Landesverband vor Bayern mit zwei Meistertiteln und Baden-Württemberg mit einem Gewinn war.

Die Deutsche Meisterschaft der Verbandsmannschaften wurde in zwei Wettkampfklassen (WK I und WK II) für  motorisch stärkere und motorisch eingeschränktere Judoka ausgekämpft.

Wettkampfklasse I und Wettkampfklasse II

Jeweils Fünfer-Teams Frauen in den Gewichtsklassen

-52 kg. -57 kg, -63 kg, -70 kg, + 70 kg

Jeweils Fünfer-Teams Männer in den Gewichtsklassen

-66 kg, -73 kg, -81 kg, -90 kg, +90 kg

Dazu noch Mixed-Teams in der Wettkampfklasse I und Wettkampfklasse II

Die NRW-Judoka hatten sich zwei Tage zuvor in der Sportschule Hennef intensiv auf die anstehende Meisterschaft vorbereitet. Der Vorbereitungslehrgang war nur durch die großzügige Unterstützung der Aktion Mensch möglich geworden und zeigte durch die erfolgreichen Kämpfe und Titelgewinne seine positive Wirkung. Aber im Vorbereitungslehrgang ging es den Trainern auch darum, das soziale Miteinander zu fördern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

In der Wettkampfklasse I der Männer traten, wie in den letzten Jahren gewohnt,  nur die Teams aus NRW und Bayern an. Der Sieger wurde im Modus „Best of three“ ermittelt. Da die NRW-Athleten aufgrund einiger Übergewichte und verletzungsbedingter Absagen  nur mit drei Kämpfern antreten konnten, hatten sie in diesem Jahr gegen die starken bayerischen Judoka keine Chance und verloren beide Begegnungen mit   1 : 4.

Wieder kampflos Deutsche Meisterinnen wurden, wie in den letzten Jahren, die NRW-Frauen in der Wettkampfklasse I. Es ist wirklich schade, dass hier kein weiterer Landesverband eine Mannschaft stellen kann.

In der WK 2 der Frauen starteten in diesem Jahr vier Mannschaften, die in einem Pool „Jeder gegen Jeden“ kämpften. Gleich den ersten Kampf verloren unsere Frauen gegen den späteren Sieger Baden-Württemberg mit 2 : 3, um anschließend  Bayern mit 3 : 2 und Hessen mit 4 : 1 zu schlagen. So blieb am Ende der 2. Platz und die Silber-Medaille.

Bei den Männern gingen in der Wettkampfklasse II sechs Mannschaften an den Start, so dass in zwei Pools gekämpft wurde. In der ersten Begegnung gegen Berlin-Mecklenburg-V. gab es ein klares 4 : 1 und auch der zweite Kampf gegen Baden-Württemberg wurde mit 5 : 0 gewonnen. Im Halbfinale siegten unsere Männer knapp mit 3 : 2 gegen Rheinland-Pfalz. Im Finale gegen Bayern gab es leider eine knappe  2 : 3 Niederlage, so dass auch hier die Vizemeisterschaft und die Silbermedaille gewonnen wurde.

In den Mix-Wettbewerben, die wie bei den Olympischen Spielen aus drei Frauen in den Gewichtsklassen -52 kg. -70 kg und +70 kg und drei Männern -73 kg, -90 kg und +90 kg bestehen, gab es in der Wettkamfklasse I für NRW, wie im Vorjahr, keine Gegner, so dass NRW kampflos Deutscher Meister wurde.

Sehr viel mehr  Spannung kam im Mixed Wettbewerb der Wettkampfklasse II auf, in dem fünf Mannschaften an den Start gingen. NRW gewann die ersten drei  Begegnungen gegen Hessen, Berlin-Mecklenburg-V. und Rheinland-Pfalz jeweils deutlich mit 6 : 0.

Auch im am Ende hochdramatischen Finale gegen Bayern stand es sehr schnell 

2 : 0  für uns, aber dann verloren wir genauso schnell die nächsten drei  Kämpfe, so dass Bayern plötzlich 3 : 2 in Führung ging. Auch im letzten Kampf sah es lange nach einem weiteren bayerischen Erfolg aus. Doch wenige Sekunden vor dem Ende gelang Victoria Breidenstein noch eine Wurfwertung mit abschließendem Haltegriff zum vorzeitigen Sieg und damit zum 3 : 3 Unentschieden. Aufgrund der besseren Unterbewertung durch die dreimaligen 6 : 0 Erfolge gewann unser Mix-Team in der Wettkampfklasse II am Ende doch die Deutsche Meisterschaft.

NRW-Landestrainer Frank Schuhknecht war mit dem Abschneiden seiner Judoka hoch zufrieden. Von sechs möglichen Titeln konnten drei gewonnen werden. Eifrigster Punktesammler war, wie im letzten Jahr, Ben Musaeus aus Hückeswagen.  Ben gewann alle seine Kämpfe vorzeitig und steuerte damit erheblich zu den guten Platzierungen und zum  Titelgewinnen bei.

Deutsche ID-Verbandsmeister 2025

Frauen Wettkampfklasse II

  1. Baden-Württemberg
  2. Nordrhein-Westfalen
  3. Bayern und Hessen

Männer Wettkampfklasse II  

  1. Bayern
  2. Nordrhein-Westfalen
  3. Rheinland-Pfalz und KG Berlin-Mecklenburg-Vorpommern

5. Hessen und Baden-Württemberg

Frauen Wettkampfklasse I

  1. Nordrhein-Westfalen

Männer Wettkampfklasse I

  1. Bayern
  2. Nordrhein-Westfalen

Mix Teams Wettkampfklasse II 

  1. Nordrhein-Westfalen
  2. Bayern
  3. Rheinland-Pfalz und KG Berlin-Mecklenburg-Vorpommern

        5 Hessen

Mix Teams Wettkampfklasse I

  1. Nordrhein-Westfalen

Text & Fotos: Wolfgang Janko