BRSNW-Vorsitzende Anja Surmann: „Inklusive Zukunft im Sportland NRW gestalten“

Anja Surmann ist die neue Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW). Nach dem Rücktritt von Reinhard Schneider wurde die bisherige Stellvertreterin in der Hauptvorstandssitzung am 8. November einstimmig gewählt. Neues Vorstandsmitglied ist Prof. Dr. Rüdiger Mielke.

© BRSNW

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Die Unterstützung der Bewerbung um Paralympische und Olympische Spiele in Rhein-Ruhr, der Ausbau des Paralympischen Zentrums NRW, moderne Verbandsstrukturen, die Stärkung der Marktkompetenzen im Rehasport und Qualifizierungswesen sowie der Digitalisierung – die Herausforderungen, denen sich Surmann in den kommenden Monaten widmen möchte, sind vielfältig. Der BRSNW ist sportliche Heimat für mehr als 1400 Vereine und über 19.000 Rehabilitationssportgruppen und damit der größte Landesverband im Deutschen Behindertensportverband.

Nicht nur deshalb freut sich die 55-Jährige Staatssekretärin a.D., die auch Vize-Präsidentin im Deutschen Behindertensportverband ist, sehr auf die neue Aufgabe: „Wir wollen nah bei den Menschen sein. Mit unserer Größe und Stärke geht eine große Verantwortung im Hinblick auf die Versorgung mit Angeboten im Breiten-, Reha- und im Leistungssport einher. Wir müssen mit knapperen Ressourcen umgehen, aber attraktive Angebote schaffen, die möglichst viele Menschen erreichen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einschränkung. Immer noch finden zu wenig Menschen mit einer Behinderung den Weg in den Sport – unsere Mission ist, dies zu ändern.“

Paralympics in Rhein-Ruhr als „Beschleuniger für die inklusive Sportentwicklung“

Mit dem BRSNW wolle sie Barrieren abbauen und die gesellschaftlichen Werte Fairness, Inklusion und Teilhabe vertreten. „Der Sport ist mehr als Wettkampf – er ist Brücke, Motor und Botschafter unserer gemeinsamen Stärke. Gerade im Behindertensport zeigen wir, wie Vielfalt zur Bereicherung für unsere Gesellschaft wird“, sagt Surmann, die als stellvertretende Vorsitzende vor allem für den Leistungssport verantwortlich war: „Behindertensport ist unsere DNA und unser Auftrag ist klar: Wir gestalten die inklusive Zukunft im Sportland NRW mit dem Ziel, mehr Menschen mit einer Behinderung in den Sport zu bringen. Diesen Herausforderungen möchte ich mich – gemeinsam mit den verantwortlichen Gremien des BRSNW – durch effiziente Strukturen, fokussierte Ziele, den Ausbau von Partnernetzwerken und vor allem mit Leidenschaft und Überzeugung stellen.“

Die Bewerbung um Paralympische und Olympische Spiele in Rhein-Ruhr unterstützen Surmann und der BRSNW ausdrücklich und mit vollem Herzen: „Das Paralympische Zentrum NRW bietet beste Standortbedingungen für das größte Sportereignis der Welt im Behindertensport. Die Bewerbung um und die Ausrichtung von Paralympischen Spielen im eigenen Land kann ein Beschleuniger für die inklusive Sportentwicklung sein, wenn paralympische Belange von Anfang an gleichberechtigt mitgedacht werden. Und sie ist ein Schaufenster für den Sport von Menschen mit einer Behinderung im Allgemeinen.“

Prof. Dr. Rüdiger Mielke als neues Vorstandsmitglied gewählt

Neu im BRSNW-Vorstand ist Prof. Dr. Rüdiger Mielke, der bereits seit 2023 als Landessportarzt im BRSNW tätig ist. Er ist Professor für Neurowissenschaften und Rehabilitation an der Universität zu Köln, Vorstandsmitglied sowie Referent für Reha- und Behindertensport im Sportärztebund Nordrhein und betreut darüber hinaus sportmedizinisch Herzsportgruppen.

„Meine Motivation für das Engagement im Vorstand des BRSNW ist die konzeptionelle Weiterentwicklung des Rehasportes, auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen“, sagt Prof. Dr. Mielke: „Ich möchte Konzepte zur psychischen Gesundheit im Parasport weiterentwickeln und an der strukturellen Weiterentwicklung des BRSNW mitarbeiten.“