Ehrenamtliches Engagement

Sport und Ehrenamt - Aktiv dabei im BRSNW

Sport und Bewegung bringen Menschen zusammen und lassen sie aktiv werden. Im BRSNW sind über 250.000 Menschen in 1.400 Vereinen aktiv. Um die Aktivität von Menschen mit Behinderung zu fördern und weiterzuentwickeln sind ehrenamtliche Stützen innerhalb unserer Strukturen unersetzlich. Vorstandsmitglieder, Bezirks- und Sportkoordinator*innen, Abteilungsleiter*innen oder Jugendwarte - auf Spielfeldern und bei Wettkämpfen, aber ebenso im Hintergrund. Im BRSNW sind die Möglichkeiten der ehrenamtlichen Teilhabe und Mitgestaltung der Strukturen im Sport für Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen vielfältig.

Wir suchen Menschen, ob jung oder alt, die Lust haben, sich zu engagieren. Das bedeutet auch, Strukturen, Anforderungen und Traditionen zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen. Seid mit uns und für uns aktiv dabei!

Wir suchen Aktivposten, die Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung in unseren Strukturen weiterentwickeln.

Werde auch DU zum Aktivposten im BRNSW!

Interviewreihe

Um anderen Menschen einen Einblick in die wertvolle Arbeit zu ermöglichen haben wir aktiven und ehemaligen Ehrenamtler fünf Fragen gestellt. Die Geschichten und Berichte strotzen vor Emotionen und Begeisterung - und stecken hoffentlich viele neue Menschen an!

  • Lothar Penger

    Lothar Penger ist unser Spielleiter für Kegeln und ist zusätzlich im Vorstand der Abteilung Spiele zuhause. Er hat in seiner sportlichen Laufbahn schon jede Menge Erfahrung gesammelt, was den organisatorischen Ablauf in Vereinen angeht.

    BRSNW:  Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    L. Penger: Ich bin Spielleiter der Abteilung Kegeln und im Vorstand der Abteilung Spiele vertretenKegeln hat im Vergleich zu den anderen Sportarten der Abteilung Spiele Bosseln, Sitzball und Boccia eine sehr lange Saison. In normalen Zeiten finden 38 Spieltage statt. Durch den Corona Virus endete die Saison in diesem Jahr aber leider deutlich früher. Zurzeit ist es Vereinsabhängig, ob ein Trainingsbetrieb wieder stattfinden kann oder nicht. Das ist den Auflagen geschuldet, die nicht jeder Verein umsetzen kann. Zurzeit plane ich schon mal die Kegelsaison für nächstes Jahr.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zur Ihrem Ehrenamt?

    L. Penger: Im Kegeln bin ich schon seit 1983 aktiv. Von 1986 – 1995 war ich als Sportwart bei meinem Heimatsportverein BSG Herne eingesetzt und konnte dort die ersten Erfahrungen in der Sportorganisation sammeln. Ich hatte damals schon immer einen guten Kontakt zu dem damaligen Spielleiter Rainer Marquardt, der mich ansprach, ob ich nicht Lust hätte eine Schiedsrichtertätigkeit für den Kegelsport anzunehmen. 2 Jahre später hatte ich tatsächlich meinen Schiedsrichterschein über den DBS gemacht und konnte viele verschiedene Spiele begleiten. Etwas später, hat der damals zuständige Spielleiter Kegeln seinen Posten überraschend niedergelegt. So kam es, dass es keinen zuständigen Spielleiter für den Bereich Kegeln gab und ich gefragt wurde. Ehrlicherweise war ich damals mit meiner Vereins- und Schiedsrichterarbeit schon sehr stark eingespannt aber mit etwas Überredungskunst vom Verband habe ich dieses Ehrenamt auch noch angenommen- und bin bis heute froh darüber. Mittlerweile macht es mir richtig Spaß.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    L. Penger: Der Vereinssport gestaltet sich oft gleich, es sind viele Leute die den Sport in der Gemeinschaft ausüben wollen aber die wenigsten möchten die Organisation und die Verantwortung übernehmen. Ich möchte, dass der Kegelsport im vernünftigen Rahmen stattfinden kann und übernehme diese administrative Aufgabe auch gerne. Es macht einfach Spaß, wenn man sieht, dass der Ablauf wie geplant stattfinden kann.

    BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis für Sie?

    L. Penger: Das mit Abstand schönste Ereignis war für die Teilnahme als Schiedsrichter bei den deutschen Meisterschaften im Kegeln. Allgemein kann man sagen, dass der reibungsfreie Ablauf im Kegelbetrieb auch ein andauerndes, schönes Ereignis ist. Aber auch meine persönlichen sportlichen Erfolge, wie z.B. der zweite Platz bei der Deutschen Meisterschaft bleibt positiv im Kopf.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    L. Penger: Ich bin leidenschaftlicher Schalke-Fan und besitze seit 1991 eine Dauerkarte. Die Spieltage waren in der normalen Zeit natürlich immer fest verplant. Weiterhin bin ich und meine Familie seit 1995 immer mal wieder auf unserem Campingplatz, wo wir uns bei Bedarf erholen.

    BRSNW: Wir danken Ihnen für großes ehrenamtliches Engagement.

  • Harald Lott

    Harald Lott war viele Jahre für den Blindensport im BRSNW beauftragt. Seine Erfahrungen nutzt er mittlerweile um Sportler*innen in Köln und Bonn zu trainieren und auf verschiedene Wettkämpfe im Showdown vorzubereiten. Weiterhin stellt er Showdown jedes Jahr auf der REHACARE vor und trägt so maßgeblich zum Aufschwung dieses Sports bei.

     

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    H. Lott: Ich bin ehrenamtlich in verschiedenen, dem BRSNW angehörigen, Vereinen involviert. In normalen Zeiten leite ich die Trainingseinheiten im Showdown und organisiere verschiedene Turniere. Zurzeit ist die Halle geschlossen und der Trainingsbetrieb kann leider nicht wie gewohnt stattfinden. Für den BRSNW war ich bisher immer auf der REHACARE vertreten, um dort den Interessierten das für Blinde und Sehbehinderte entwickelte Spiel „Showdown“ oder auch Tischfußball genannt, zu zeigen. Das fällt dieses Jahr leider auch aus. Ich hoffe, dass der Spielbetrieb bald wieder normal weitergeführt werden kann.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    H. Lott: Durch meine eigene Sehbehinderung bin ich 2009 auf die Idee gekommen, Showdown mal auszuprobieren und besuchte dafür einen Workshop in einem Gymnasium in Bonn. Der Workshop hat mir gut gefallen und so kam es, dass ich öfter dran teilnahm und später sogar selbst mit der Organisation betraut wurde. Das war der Anfang zu meiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Seit 2017 gibt es sogar einen Ligabetrieb im Tischfußball, der ähnlich dem Ligabetrieb des Fußballs aufgebaut ist.  Das hat den Sport nochmal spannender gemacht und den Bekanntheitsgrad erhöht.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    H. Lott: Als Rentner habe ich mehr als genug Zeit und nutze diese, um meinen Sport und allgemein den Blinden- und Sehbehindertensport zu unterstützen. Aber auch der Spaß und der Zusammenhalt im Behindertensport macht mir immer wieder großen Spaß.

    BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis für Sie im Ehrenamt?

    H. Lott: Die schönsten Ereignisse im Ehrenamt waren für mich fast überwiegend sportlicher Natur. Die vielen Turniere die man selbst gespielt hat, aber auch die vielen Sportler*innen, die man trainiert hat und die immer wieder gute Leistungen zeigen, machen mich stolz. Ein anderes Ereignis ist die normalerweise jährlich stattfindende Rehacare, die mir auch immer viel Spaß gemacht hat.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    H. Lott: Mein Ehrenamt ist zum Hobby geworden. In meiner Freizeit spiele und trainiere ich Tischfußball. Mittlerweile in zwei verschiedenen Vereinen. In Köln gebe ich alle vier Wochen Workshops und Trainingseinheiten und in Bonn, in meinem Heimatverein dem BSV Bonn/Rhein-Sieg e.V., im zweiwöchigen Rhythmus.

    BRSNW: Ein großes Dankeschön auch an Sie, Herr Lott. Der sonst jährliche Auftritt auf der REHACARE bekommt immer sehr viel positives Feedback – und wir freuen uns daher zusammen umso mehr auf die Rehacare 2021. Dankeschön!

  • Alfons Vollmer

    Alfons Vollmer ist der Spielleiter von Tischball oder auch Showdown genannt. Er ist das Sprachrohr für die Vereine mit dem nötigen Kontakt zum BRSNW. Organisatorische Aufgaben übernimmt er ebenfalls. Außerhalb vom Ehrenamt ist er auch selber begeisterter Spieler und setzt sich für seinen Sport ein.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    A. Vollmer: Ich bin der Spielleiter von Showdown. Showdown ist ein beliebtes Spiel für Menschen mit einer Sehbehinderung. Der Showdown – Spielbetrieb findet in ganz Deutschland statt. Ich bin sozusagen der Ansprechpartner und das Bindeglied zwischen den Vereinen und dem Verband. Ich helfe aber auch bei den jährlich stattfindenden BRSNW-Landesmeisterschaften mit und übernehme die Organisation. Dieses Jahr fällt das Turnier, sowie der Spielbetrieb leider erstmal aus.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie denn damals zu Ihrem Ehrenamt?

    A. Vollmer: Mein damaliger Vorgänger war Andreas Schmitz. Er hat damals zusammen mit seiner Frau Showdown im BRSNW eingeführt. Er hat sein Amt dann noch ca. 6-7 Jahre weitergeführt. Danach kam er zu mir und hat mich gebeten sein Amt zu übernehmen, was ich dann auch mit Freude übernommen habe. Mein Ehrenamt führe ich mittlerweile seit zwei Jahren aus.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    A. Vollmer: Showdown ist ein absolut fantastischer Sport! Ich bin selber sehbehindert und spiele diesen Sport unglaublich gerne. Showdown schult die Konzentrationsfähigkeit, Schnelligkeit und Koordination, deswegen möchte ich diesen Sport bekannter machen und so mehr Leute animieren diesen Sport mal zu testen.

    BRSNW: Was war Ihr bisher schönstes Ereignis im Ehrenamt?

    A. Vollmer: Am meisten Spaß machen mir die großen, nationalen und internationalen Turniere. Eine gute Platzierung ist dabei natürlich erstrebenswert und trägt zum Spielspaß bei. Es sind aber auch die vielen Leute, die ich immer wieder gerne treffe und kennenlerne. Es ist wie so oft im Behindertensport, die ganze Sportgemeinschaft ist eine große Familie. So auch bei uns im Showdown.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit?

    A. Vollmer: Ich bin mittlerweile Rentner und habe jede Menge Zeit. So verbringe ich fast meine ganze Freizeit mit Sport und wenn ich Sport sage, dann meine ich zum großen Teil Showdown. Mein Ehrenamt ist einfach zum Hobby geworden.

    BRSNW: Ein großes Dankeschön an Ihr ehrenamtlichen Engagement und Ihren Einsatz.

     

  • Stefanie Geßmann

    Unsere fünf Fragen gehen heute an die Beisitzerin im Frauenfußball. Stefanie Geßmann ist für die Durchführung und Organisation des Spielbetriebes und verschiedener Turniere zuständig. Sie hat den Frauenfußball im BRSNW maßgeblich mit aufgebaut.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    S. Geßmann: Ich bin Beisitzerin für die Frauen in der Abteilung Fußball und das schon seit mittlerweile 12 Jahren. Ich bin für die Planung und Durchführung der verschiedenen Turniere zuständig. Zurzeit haben wir leider keinen Spiel- und Trainingsbetrieb. Die Teammitglieder gehören alle zu einer Risikogruppe, deshalb haben wir uns gegen einen Trainingsbetrieb entschlossen. Weiterhin bin ich auch noch für die Lebenshilfe Bocholt als Aufsicht für Ausflüge, Ferienfreizeiten und Kinderbetreuung in den Ferien zuständig.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    S. Geßmann: Das war eher ein Zufall. Dieter Spier, der damals selber in der Abteilung Fußball des BRSNW sein Zuhause gefunden hatte, fragte zuerst meine Mutter (ehemalige Ehrenamtlerin beim BRSNW). Sie sollte den Frauenfußball beim BRSNW ins Rollen bringen. Meine Mutter verwies aber direkt an mich und so kam es, dass Dieter Spier mich beim nächsten Staffeltreffen der Abteilung direkt ansprach. Seitdem bin ich seit ca. 12 Jahren ehrenamtlich beim BRSNW aktiv dabei. Gerade am Anfang habe ich sehr viel Hilfe bekommen. Wir mussten ja erstmal die Grundstrukturen entwickeln und haben daher viel an Schulen geworben. Wenn man das in der heutigen Sicht betrachtet, bin ich immer noch sehr dankbar für die ganze Hilfe, damals wie heute.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    S. Geßmann: Das ist ganz klar: die Unterstützung der Betroffenen. Das Ehrenamt gibt mir einfach sehr viel zurück. Der Spaß am Organisieren, sowie der Spaß der Sportlerinnen an den Veranstaltungen, das ist es! Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer*innen würden die festen Mitarbeiter*innen der Einrichtungen an ihre Grenzen stoßen.

    BRSNW: Was war das bisher schönste Erlebnis für Sie im Ehrenamt?

    S. Geßmann: Da gibt es viele verschiedene schöne Erinnerungen! Eine der schönsten ist sicherlich die Meisterschaft im allerersten Turnier der Werkstätten für Frauen. Damals hat mein Team das Turnier gewonnen, ohne ein einziges Gegentor zu kassieren.Wir waren alle sehr stolz. Das müsste ca. 5 Jahre her sein. Ein weiterer unvergesslicher Moment war auch der Besuch des Schloss Bellevue, mit Privatführung und anschließendem Fußball spielen auf der schlosseigenen Wiese. Ich denke das ist nicht alltäglich. Ebenso in Erinnerung bleibt mir das Trainingsspiel in der Sportschule Warendorf der Bundeswehr. Dort durften wir gegen das dort ansässige Frauen-Fußball-Nationalteam der Bundeswehr spielen. Das sind alles Momente, die ich einfach nicht vergessen werde.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    S. Geßmann: Ehrlich gesagt bleibt in meiner Freizeit nicht viel freie Zeit über. Meine knappe freie Zeit verbringe ich dann zusammen mit meiner Familie.

    BRSNW: Ein ganz großes Dankeschön geht natürlich auch an Sie und Ihr großes ehrenamtliches Engagement. Danke!

  • Christiane Weidemann

    Unsere fünf Fragen haben wir heute an Christiane Weidemann gestellt. Christiane Weidemann ist seit etlichen Jahren Schiedsrichterin und mittlerweile Schiedsrichterobfrau beim BRSNW. Sie ist somit für den Einsatz der verschiedenen Schiedsrichter*innen für die Abteilung Fußball verantwortlich.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe beim BRSNW?

    C. Weidemann: Ich bin als Schiedsrichterobfrau in der Abteilung Fußball eingesetzt. Ich bin dafür verantwortlich, dass für die verschiedenen Spieltage und Spielorte immer genug Schiedsrichter*innen eingesetzt sind. Wenn das aus irgendeinem Grund mal nicht so sein sollte, übernehme ich das manchmal. Man muss erwähnen, dass nur mit einer vom Deutschen Fußball-Bund lizensierten Erlaubnis die Schiedsrichter*innen - Tätigkeit ausgeübt werden darf. Für den Fußball ID Betrieb bedarf es keiner Zusatzlizenz.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    C. Weidemann: Ich kenne den Leiter der Fußballabteilung des BRSNW, damals noch über den Regelsport Fußball. Im Laufe eines Turniers wurde ich dann angesprochen, ob ich nicht Lust auf eine Schiedsrichterinnentätigkeit beim BRSNW habe. Ich habe sofort zugestimmt. Das müsste jetzt ungefähr drei Jahre her sein. Ich bin aber mittlerweile schon 6 Jahre Schiedsrichterin und davon seit drei Jahren für den Behindertensport unterwegs. Die ersten beiden Spiele im ID Fußball werde ich nicht vergessen. Man muss deutlich anders pfeifen. Laut und deutlich heißt die Devise, auch mit direkter Erklärung, warum jetzt abgepfiffen wurde.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    C. Weidemann: Es ist die Arbeit mit Menschen, die mich antreibt. Das habe ich schon immer gern gemacht. Meine Ehrenamtskarriere hat vor 39 Jahre begonnen. Mit 14 Jahren habe ich angefangen Fußball zu spielen und mit 17 Jahren war ich zum ersten Mal ehrenamtlich aktiv: Da habe ich nämlich meine erste Tätigkeit als Trainerin übernommen. Seitdem habe ich auch nicht mehr aufgehört.

    BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis in Ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    C. Weidemann: Das mit Abstand schönste Ereignis war der Gewinn des Kreispokals in der U13 Juniorinnen-Klasse.

    BRSNW: Was machen Sie in ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    C. Weidemann: Da ich Rentnerin bin, habe ich genug Zeit für mich und mein Ehrenamt. Ich bin neben der Schiedsrichterinnentätigkeit auch noch Geschäftsführerin meines Heimatvereins SV Blau-Weiß Fuhlenbrock und Rehasport-Übungsleiterin in einem Dortmunder Verein.

    BRSNW: Ein großes Dankeschön an Ihren ehrenamtlichen Einsatz und natürlich für Ihre Zeit für das Interview!

  • Tarik Cajo

    Tarik Cajo ist Landestrainer im Rollstuhlbasketball (Juniorenbereich) und selber aktiver Bundesligaspieler bei den Baskets 96 Rahden. Er ist nicht nur Trainer, sondern auch Zuhörer und Motivator für seine Mannschaft. Er übernimmt die Organisation, Koordination und die Sichtungs- und Leistungslehrgänge in seinem Bereich.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    T. Cajo: Ich bin ehrenamtlicher Landestrainer des Juniorenbereichs und dort für die Koordination und Organisation des Spielbetriebes verantwortlich. Weiterhin leite ich auch die Sichtungs- und Leistungslehrgänge. Der Trainingsbetrieb läuft jetzt langsam wieder an, aber die geplanten Veranstaltungen und Wettbewerbe für dieses Jahr entfallen natürlich.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    T. Cajo: Ich bin damals als Co-Trainer eingestiegen. Der vorherige Trainer ist aus privaten Gründen ausgestiegen. Nach einem vorbereitenden Gespräch und einer Empfehlung von Jörg Hilger, hatte ich dann ein Vorstellungsgespräch beim BRSNW. Kurz darauf war ich dann der neue Landestrainer für den Juniorenbereich im Rollstuhlbasketball.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    T. Cajo: Für mich persönlich ist es eine große Sache meine eigenen Erfahrungen im Rollstuhlbasketball weiterzugeben. Ich bin durch eine Granate im Bosnienkrieg schwer verletzt worden und seitdem an den Rollstuhl gebunden. 1993 kam ich als 14 -jähriger Flüchtling nach Deutschland. Der erste Schritt war die Sprache zu lernen. Im Nachhinein kann man sagen, dass der Sport für meine Integration sehr wichtig war! Den jungen Leuten im Alter von 13 bis 22 Jahren möchte ich genau diese Erfahrungen und Gefühle weitergeben, die mir damals vermittelt wurden.

    BRSNW: Was war Ihr bisher schönstes Ereignis in Ihrer ehrenamtlichen Laufbahn?

    T. Cajo: Das war 2014, der Gewinn der deutschen Meisterschaft im Juniorenbereich. Damals noch mit dem vorherigen Trainer Jörg Hilger und mir in der Position des Co-Trainers. Wir waren damals nicht als Favorit gelistet, dadurch war es ein besonderer Moment für uns.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit?

    T. Cajo: Ich bin selber noch aktiver Spieler bei den Baskets 96 Rahden. Wir spielen in der 1. Bundesliga und das mache ich natürlich noch mit großer Begeisterung. Wenn ich dann mal wirklich Zeit habe, genieße ich diese einfach nur.

    BRSNW: Ein ganz großes Dankeschön an Ihr Engagement und einzigartigen Einsatz im Behindertensport. Dankeschön!

  • Thomas Bröxkes

    Fünf Fragen an Thomas Bröxkes. Er ist der erste Vorsitzende der Abteilung Tischtennis. Er organisiert den reibungslosen Ablauf des Ligabetriebes, sowie die verschiedenen Wettbewerbe. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei BRSNW ist er noch in vielen weiteren Ehrenämtern unterwegs.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    Th. Bröxkes: Ich bin erster Vorsitzende der Abteilung Tischtennis und organisiere in „normalen“ Zeiten den reibungslosen Ablauf des Ligabetriebes, die Landesmeisterschaft und alles Weitere, was mit der Abteilung sowohl im Profi-wie auch im Amateurbereich zu tun hat. Ich bin das Bindeglied zwischen den Kadertrainer*innen und den Athlet*innen. Zurzeit muss der Ligabetrieb leider pausieren, da nur ein Training unter hohen Sicherheitsstandards erlaubt ist.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    Th. Bröxkes: Da muss ich etwas weiter ausholen. Seit 1979 spiele ich selber aktiv Tischtennis im Regelsport. Man muss dazu sagen, dass ich seit meiner Geburt eine Behinderung habe. Ich habe nur im Regelsport gespielt, da ich früher absolut keine Ahnung hatte, dass es auch eine Para Tischtennisabteilung gibt. Der Weg zum Ehrenamt hat mit einem Aufstiegsspiel im Regelsport 2007 begonnen. Am Ende des Spiels kam ein Zuschauer, der selber im Para Tischtennis aktiv war, auf mich zu und hat mich freundlich zur Seite genommen und mich über die Para Tischtennisliga aufgeklärt. Seitdem spiele ich in der heutigen Oberliga (damals Landesliga) Tischtennis. 2012 hat mich dann der damalige Abteilungsleiter gefragt, ob ich das Amt des Abteilungsleiters übernehmen möchte. Ich habe dann 2013, nach einer „Einarbeitungsphase“ und einer erfolgreichen Wahl im Haus des Behindertensports Langewiese, das Ehrenamt des Abteilungsvorsitzenden übertragen bekommen.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    Th. Bröxkes: Es macht mir einfach einen wahnsinnigen Spaß die Organisation zu übernehmen. Wir sind der einzige Verband in ganz Deutschland mit einem organisierten Para Tischtennis Ligabetrieb, der exakt dem des Regelsports gleicht. Der Aspekt den Behindertensport für alle Beteiligten so angenehm wie möglich und organisiert zu gestalten, ist mir viel wert.

    BRSNW: Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis für Sie?

    Th. Bröxkes: Eines der Ereignisse, an die ich mich immer wieder erinnern werde, ist der Gewinn der Landesmeisterschaft 2019, die ich mit meiner Mannschaft RBS Solingen 2 feiern durfte. Damit haben wir uns gleichzeitig für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2019 qualifiziert und belegten dort dann mit dem 8. Platz einen guten Mittelplatz.

    BRSNW: Was machen Sie nach Ihrer ehrenamtlichen Zeit bzw. Freizeit?

    Th. Bröxkes: Hauptberuflich bin ich selbstständiger Versicherungsmakler und kann mir daher meine Zeit frei einteilen, was natürlich für das Ehrenamt ein Riesenvorteil ist. Ich übe neben der ehrenamtlichen Tätigkeit beim BRSNW seit 2017 auch das Ehrenamt des 1. Vorsitzenden der Abteilung Tischtennis beim Deutschen Behindertensportverband aus. Darüber hinaus bin ich auch noch im Regelsportverein beim SC BW Mülhausen als Spieler aktiv, 2. Vorsitzender im Tischtenniskreis Krefeld des Westdeutschen Tischtennis – Verband und im selben Verband, auch noch als Schiedsrichter im Bezirk Düsseldorf eingesetzt. Weiterhin bin ich auch Fachwart Tischtennis im Stadtsportverband Viersen. Aus Leidenschaft zum Fußball bin ich ebenfalls Platzordner bei Borussia Mönchengladbach. Die Zeit neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim BRSNW wird also, wie man sieht, durch eine ganze Reihe weiterer freiwilligen Tätigkeiten reichlich ausgefüllt.

    BRSNW: Herr Bröxkes, ich möchte mich mit einem ganz großen Dankeschön für Ihr außergewöhnliches Engagement für ehrenamtliche Tätigkeiten bedanken!

  • Udo Rauhaus

    Den heutigen Einblick in das Ehrenamt gibt uns Udo Rauhaus. Er ist erster Vorsitzender der Abteilung Para Schwimmen. Er organisiert in Zusammenarbeit mit den Vereinen den reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe und aller weiteren Veranstaltungen der Abteilung.

    BRSNW: Herr Rauhaus, was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    U. Rauhaus: Ich darf mich erster Vorsitzender der Abteilung Schwimmen nennen. Genauer gesagt vom Leistungsschwimmen. Ich organisiere in normalen Zeiten, –den Schwimmbetrieb und den reibungslosen Ablauf von Turnieren und anderen Veranstaltungen.

    BRSNW: Wie und Wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    U. Rauhaus: Mein Sohn wurde 2010 vom ehemaligen Landestrainer und seiner damaligen Sportlehrerin entdeckt. Damit fing mehr oder weniger alles an. Durch den Sport, in Verbindung mit einem großen Auto kam es dazu, dass wir ab und an, –die ganze Schwimmmannschaft zu den Wettkämpfen gefahren haben. So wurde ich auf das Ehrenamt aufmerksam.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    U. Rauhaus: Man war als Eltern öfter mal unterwegs, um Wettkämpfe zu unterstützen oder Schwimmer*innen/Athlet*innen zu transportieren. Von da an nahm alles seinen Lauf und ich wurde gefragt, ob ich dieses Ehrenamt nicht übernehmen wollte. Abgesehen davon ist es die Herausforderung. Jeder Wettkampf ist für die Schwimmer*innen und Organisator*innen bzw. Ausrichter etwas Besonderes. Es macht Spaß, den Athlet*innen einen einwandfreien Ablauf der Veranstaltung zu ermöglichen.

    BRSNW: Was war Ihr schönstes Ereignis/ Erlebnis für Sie?

    U. Rauhaus: Die schönsten Erlebnisse waren immer die Wettkämpfe in Berlin. Alle Schwimmer*innen, Begleiter*innen und Trainer*innen kamen zusammen. Man hat sich unterhalten und untereinander vernetzt. Die ganze Gemeinschaft hat sich angefühlt, wie eine große, sportbezogene Familie. Aber für mich ist jedes Event, welches den Athleten Spaß vermittelt, ein schönes Ereignis.

    BRSNW: Was machen Sie denn in Ihrer Freizeit neben der ehrenamtlichen Zeit?

    U. Rauhaus: In meiner Freizeit bin ich auch weiterhin ehrenamtlich eingespannt. Bis Ende 2019 war ich noch insgesamt 10 Jahre ehrenamtlich im Chorgesang aktiv. In meiner „richtigen“ Freizeit bin ich viel mit unserem Wohnwagen und auf dem Wasser unterwegs.

    BRSNW: Auch Ihnen möchten wir für Ihre lange ehrenamtliche Zeit und Ihr Engagement ein großes Dankeschön aussprechen.

  • Klaus Martin

    Heute haben wir den Beauftragten für die Talentsicherung und die Spielleitung im Boccia, Klaus Martin im Interview. Klaus Martin ist schon seit 1966 aktiv, damals noch Versehrten-Sportverband Nordrhein-Westfalen, dabei. Dementsprechend konnte er viele verschiedene Posten im Behindertensport besetzen.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    K. Martin: In normalen Zeiten bin ich mit der Planung und Organisation des Spielbetriebes im Boccia betraut. Unter anderem übernehme ich teilweise auch noch die Talentsichtung im selbigen Bereich. Aktuell kann ich leider nur theoretisch planen. Die aktuelle Saison wurde für 2020 ohne Meister abgesagt. Ab dem kommenden Donnerstag dürfen wir unter strengen Auflagen unseren Trainingsbetrieb wiederaufnehmen. Jetzt gilt es erstmal den Trainingsbetrieb, den Regeln entsprechend zu planen.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    K. Martin: Bei mir hat alles mit dem Start meiner Lehre angefangen. Das war 1966. Mit dem Start meiner Lehre bin ich der Gewerkschaft und dem VSNW beigetreten. Das war damals die einzige Möglichkeit mit einer körperlichen Behinderung Sport zu treiben. Durch die lange Mitgliedschaft im Versehrten-Sportverband habe ich verschiedene Stationen durchlebt. Kassierer, Schriftführer, stellvertretender Vorsitzender bis ich schließlich den jetzigen Posten übernommen habe.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    K. Martin: Ich konnte schon immer ein gewisses organisatorisches Geschick vorweisen. Ich habe es damals versprochen, den Spielbetrieb für die Leute zu organisieren und das Versprechen halte ich bis heute. Einen Spielbetrieb zu organisieren und zu sehen wie die Leute Spaß an ihrem Sport haben, gibt mir aber auch sehr viel wieder.

    BRSNW: Was war ihr bisher schönste Ereignis in Ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    K. Martin: Das waren ganz klar die Verbandslehrgänge für die damaligen Sportanfänger. Das müsste ca. Ende 1970 oder Anfang 1980 gewesen sein. Die Lehrgänge waren immer gut besucht und man hat eine Menge netter Leute kennen gelernt. Man hat sich als Gemeinschaft verbunden gefühlt. Viele der Teilnehmer habe ich noch Jahre später wieder getroffen. Leider wurden die Lehrgänge mit der Zeit nicht mehr angeboten.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    K. Martin: Ich meiner Freizeit bin ich außerhalb vom Sport auch weiterhin noch ehrenamtlich beschäftigt. Ich gebe an vier Tagen in der Woche Computerkurse für Senioren. Dieses Ehrenamt ist über die Aktion Mensch organisiert. Meine tatsächlich persönliche Freizeit opfere ich gerne dem Lesen.

    BRSNW: Herr Martin, ein großes Dankeschön auch an Sie für diesen Einblick in Ihre ehrenamtliche Beschäftigung. Ohne Sie wäre einiges nicht möglich gewesen.Danke!

  • Rinaldo van Rheenen

    In unserem heutigen Interview haben wir unsere Fragen an Rinaldo van Rheenen gestellt. Er ist seit 2008 ehrenamtlich für den BRSNW unterwegs. Er ist Kampfrichterwart für Para Leichtathletik und setzt die Kampfrichter für die verschiedenen Wettkämpfe ein.

    BRSNW: Herr van Rheenen, was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    R. van Rheenen: Als Kampfrichterwart für Para Leichtathletik ist es meine Aufgabe ist die Ausbildung und Koordination der Einsatz von Kampfrichtern für die verschiedenen Wettkämpfe aus.

    BRSNW: Wie und Wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    R. van Rheenen: Seit einigen Jahren bin ich beim „Tag der Begegnung“ involviert. So kam es 2008 dazu, dass ich dort von Wilhelm Hanebeck, von allen nur Willi genannt, angesprochen wurde. An diesem Tag habe ich mich viel mit Willi und seinem Team unterhalten. Wir hatten dieselben Vorstellungen und Ideen. 2009 war es dann soweit und ich beschloss mich seinem Kampfrichterteam anzuschließen. Das war der Anfang. Bis heute ist viel passiert und letztendlich darf ich mich jetzt Kampfrichterwart nennen.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    R. van Rheenen: Mir macht die Arbeit Spaß und das Team ist super. Außerdem habe ich „Angst“ vor zu viel Ruhe in meinem, mittlerweile, Rentnerleben. Durch das Ehrenamt habe ich Bewegung und Beschäftigung. Aber auch die Freude über einen zuvor geplanten, sauberen Ablauf des Wettkampfes und der daraus resultierende Spaß für die Athleten erfreut mich immer sehr.

    BRSNW: Was war Ihr bisher schönstes Ereignis für Sie?

    R. van Rheenen: Da gibt es viele verschiedene Geschichten, an die ich mich immer wieder erinnern werde. Aber im Allgemeinen wird es immer der Spaß an einem reibungslosen Ablauf und einer guten Kampfrichterleistung sein. Zwei dieser Geschichten möchte ich aber trotzdem erwähnen. Zum einen war das der Lehrgang in Notwill (Schweiz) zusammen mit Petra Müller. Das war 2014, wir wurden damals als Referenten eingeladen, um Kampfrichter im Rollstuhlsport weiterzubilden. Ein anderer Grund für unseren Besuch in der Schweiz waren die Grand Prix Para Athletics Notwill 2014, dort durften wir dann auch als Schiedsrichter teilnehmen. Eine weitere Reise ging für mich nach Italien genauer gesagt nach Grosseto. Nach einer Bewerbung beim Internationalen Paralympischen Komitee, Ziel war eine Ausbildung zum „International Technical Official“ und bestandener Onlineprüfung wurde ich dorthin eingeladen. Nach zwei Tagen Theorie und vier Tagen Praktikum beim IPC Grand Prix Grosseto, hielt ich dann mein ersehntes Zertifikat in den Händen und hoffte auf einen Einsatz bei der IPC. Die dann auch folgten, u.a.  bei einige Para Leichtathletik  Grand Prix, Berlin Marathon, Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaften. Am schönsten aber, ist es im Team zu arbeiten und die Athlet*innen eine faire und reibungslosen Wettkampf zu ermöglichen.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit außerhalb Ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    R. van Rheenen: Um mich körperlich fit zu halten, bin ich noch aktiver Übungsleiter im Rehasport. Das hält mich in Bewegung und ich merke das es mir einfach guttut. Wenn ich dann mal wirkliche Freizeit habe, genieße ich es einfach die Seele baumeln zu lassen.

    BRSNW: Das ist auch mehr als verdient. Im Namen des ganzen BRSNW möchten wir Ihnen ein großes Dankeschön für Ihr ehrenamtliches Engagement aussprechen. Natürlich auch für Ihre Zeit uns dieses Interview zu ermöglichen.

  • Ulla Czerwonka

    In unserem heutigen Interview haben wir unsere fünf Fragen an Ulla Czerwonka gestellt. Sie ist seit ca. 1980 für den BRSNW aktiv. Seit 1989 ist Sie unsere gute Fee, wenn es um die Küchenorganisation unseres Sportcenters auf der Rehacare geht. Ulla Czerwonka hat aber auch die verschiedenen Freizeitmaßnahmen des BRSNW zum Haus des Behindertensports Langewiese oder nach Kössen in Tirol begleitet.

     

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    U. Czerwonka: Ich arbeite seit ca. 1989 ehrenamtlich bei der Planung der Rehacare mit, mittlerweile hauptsächlich im Bereich der Küchenorganisation. Im Allgemeinen bin ich seit mehr als 40 Jahren für den BRSNW ehrenamtlich aktiv. So gesehen mache ich zurzeit nur die Organisation der Küche, aber das größtenteils eigenverantwortlich. Ich bin aber auch noch als Übungsleiterin beim Hastener Turnverein tätig, so wie es die Zeit zulässt.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    U. Czerwonka: Es müsste ungefähr 1978 gewesen sein, als ich erstmals mit dem BRSNW in Verbindung stand. Der Grund war, dass ich selber einen behinderten Sohn habe. 1980 habe ich mich dazu entschlossen, selber einen Übungsleiterschein zu machen. Das war der Anfang, der den Stein ins Rollen gebracht hat. Daraufhin gesellten sich noch weitere Lizenzen dazu. 1986 war es die Lizenz für Sport mit Menschen mit einer Lernbehinderung und es folgten viele weitere.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    U. Czerwonka: Mittlerweile übernehme ich nur noch Aufgaben, die mir Spaß machen. Wie unter anderem die Übungsleiterinnentätigkeit beim Hastener Turnverein oder die Organisation des Küchenteams auf der REHACARE.

    BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis/ Erlebnis für Sie?

    U. Czerwonka: Was mir immer wieder sehr viel Spaß bereitet hat, sind die vielen Freizeiten mit den geistig behinderten Menschen. Wir sind im Sommer, wie auch im Winter,- zum Haus des Behindertensports Langewiese gefahren, wahlweise auch nach Kössen, einem Dorf in Tirol. Wir haben dort jede Menge Spiel, Spaß und Bewegung gehabt. Uns allen tat das immer wieder sehr gut. Schade, dass die Fahrten jetzt nicht mehr stattfinden können. Die REHACARE ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen, die begleite ich nunmehr seit knapp 30 Jahren. Man sieht sehr viele bekannte Gesichter und tauscht sich aus. Ebenso trifft man viele Leute aus der Geschäftsstelle des BRSNW und lernt die Leute hinter den Telefonaten kennen.

    BRSNW: Was machen Sie denn in Ihrer Freizeit neben dem ehrenamtlichen Engagement?

    U. Czerwonka: In meiner freien Zeit bin ich viel mit Nordic Walking, meinem Garten und Reisen beschäftigt.

    BRSNW: Ein riesengroßes Dankeschön für Ihr großes Engagement im Ehrenamt. Ohne Sie würden wir, gerade, was die REHACARE angeht, manchmal nicht wissen, was wir ohne Sie machen sollten.

    Vielen Dank!

  • Jens Woydack

    Heute ist es wieder Zeit für ein neues Interview zum Thema Ehrenamt im BRSNW. Jens Woydack ist seit dem 01.12.2018 Abteilungsvorsitzender der Abteilung Spiele. Für ihn hat der Weg als aktiver Sportler im Faustball angefangen.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    J. Woydack: Ich bin erst seit relativ kurzer Zeit in meinem Posten vertreten. Ich wurde am 01.12.2018 in das „Amt“ berufen. Ich bin Abteilungsvorsitzender Spiele im BRSNW und kümmere mich um den reibungslosen Betrieb der verschiedenen Spielarten. Für diejenigen, die es noch nicht wissen: In der Abteilung Spiele sind Sportarten wie: Boccia, Bosseln, Faustball, Flugball, Fußballtennis, Kegeln, Prellball, Showdown und Sitzball zusammengefasst.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrer ehrenamtlichen Aufgabe?

    J. Woydack: Angefangen hat damals alles beim VSG Rheinhausen. Ich war dort im Faustball aktiv und habe selber mitgespielt. Etwas später habe ich dann meine Lizenz als Schiedsrichter für Faustball auf der Landesebene gemacht, danach folgte die Lizenz für die Bundesebene. Folgend kamen noch weitere Aufgaben. Unter anderem Spiel- und Gruppenleiter für Faustball und Schiedsrichter der Landes- und Bundesebene in Flugball. Und heute bin ich dann Abteilungsvorsitzender der Abteilung Spiele.

    BRSNW: Was treibt Sie an Ihr Ehrenamt auszuführen?

    J. Woydack: Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass alle Menschen ihren Sport, den Sie ausüben möchten, auch in Ihrer Art und Weise ausüben können. Ich möchte den Sport aktiv mitgestalten und die Zukunft planen.

    BRSNW: Was war das bisher schönstes Ereignis/Erlebnis für Sie?

    J. Woydack: Ein bestimmtes Ereignis oder Erlebnis hatte ich noch nicht. Ich freue mich einfach über jeden Sportler, der sein gestecktes Ziel erreicht hat.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    J. Woydack: Ich bin neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit noch voll berufstätig, da bleibt mir leider nicht viel Freizeit. Ab und an finden sich aber doch Lücken, die ich mit meinen Hobbys Rad fahren und Motorrad fahren füllen kann.

    BRSNW: Vielen lieben Dank für deine Zeit bei uns und die Zeit die es noch werden wird. Wir bedanken uns ebenso für die Zeit um uns unsere Fragen zu beantworten.

  • Hans-Peter Mlinaric

    Heute haben wir Hans-Peter Mlinaric befragt. Er ist seit 23 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter beim BRSNW. Er ist hauptsächlich für die Abteilung Fußball zuständig. Er war maßgeblich an den heutigen Strukturen der verschiedenen Bezirke und Ligen beteiligt.

    BRSNW: Herr Mlinaric, was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    H.P Mlinaric: Ich bin für die Abteilung Fußball verantwortlich und dort Beisitzer und Staffelleiter in allen drei Bezirken. Das mache ich seit mittlerweile 23 Jahren.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie denn damals zu Ihrem Ehrenamt?

    H.P Mlinaric: 1994 hat der Spielbetrieb bei uns im Heimatverein SC Viktoria 21 Bottrop angefangen, da war ich schon involviert. Der Spielbetrieb beim BRSNW (damals BSNW) war schon länger da.

    Man hatte mich gefragt, ob ich die Aufgabe (damals Spielleiter) übernehmen möchte. Ich hatte schon im Vorfeld an verschiedenen Gesprächen, der Abteilung Fußball, teilgenommen. Daraufhin wurde ich dann von der Geschäftsstelle beauftragt die verschiedenen Ligen zu einem Spielbetrieb zusammenzuführen und schließlich zu koordinieren. Wenn man das so ausdrücken möchte, war ich damals der Vermittler zwischen den verschiedenen Bezirken und deren Ligen und habe erstmals alle an einen Tisch geführt. Ab 1996 war ich dann offiziell beim BRSNW organisiert.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    H.P Mlinaric: Die Wichtigkeit des Ehrenamts habe ich durch meinen Sohn kennengelernt. Mein Sohn ist selber behindert und hat seine sportliche Karriere im Fußball gestartet. Mittlerweile ist er im Dressurreiten sehr erfolgreich und konnte 2011 in Athen mit einer Goldmedaille überzeugen. Es sind aber auch verschiedene andere Sachen, die mich immer wieder überzeugen ehrenamtlich tätig zu sein. Unter anderem, ist das die große Verantwortung für drei Bezirke und deren fünf Ligen. Ebenso wie der Frauenfußball, der jetzt seit 12 Jahren läuft. Der BRSNW ist der einzige Behindertensportverband, mit einem Spielbetrieb für Frauenfußball. Der daraus resultierende Spielspaß, den man immer wieder beobachten kann, treibt mich an.

    BRSNW: Was war ihr bisher schönstes Erlebnis in Ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    H.P Mlinaric: Das war ganz klar die ID-Fußball-WM 2006 im Anschluss an die Weltmeisterschaft in Deutschland. Wir haben das Halbfinalspiel in Bottrop (Deutschland - Frankreich) zusammen mit der Lebenshilfe organisiert. Die anspruchsvolle Organisation, die Chance ID-Fußball populärer zu machen und andere wichtige Aufgaben, wie der Einlauf der Mannschaft, haben wir akribisch geplant. Das alles zusammen, hat mir sehr viel Spaß und Freude am Ehrenamt beschert.

    BRSNW: Zu guter Letzt: Was machen Sie nach Ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    H.P Mlinaric: Ein großes Hobby sind Modelleisenbahnen und alles was dazu gehört. Das mache ich zusammen mit meinem Sohn, der diese Leidenschaft mit mir teilt. Wenn uns danach noch etwas Zeit bleibt, arbeiten wir auch gerne zusammen im Garten.

    BRSNW: Erstmal ein ganz großes Dankeschön für Ihre lange Zeit im Ehrenamt, ohne Sie wäre vieles nicht möglich gewesen. Natürlich auch für Ihre Zeit, um das Interview zu ermöglichen.

  • Marco Breyer

    Marco Breyer ist der Beauftragte für Bogensport im BRSNW, deutscher Meister und erster Vorsitzender des BSC Bergkamen.

     

    BRSNW: Herr Breyer, was ist Ihre derzeitige Aufgabe als Ehrenamtler?

    M. Breyer: Meine grundsätzliche Aufgabe als Ehrenamtler und Abteilungsleiter Bogensport ist der Kontakt zwischen BRSNW, dem DBS und den verschiedenen Vereinen. Ich bin Ansprechpartner, wenn es um die Organisation der Meisterschaften geht. Ein Jäger und Sammler für aller Art von Informationen rund um den Para Bogensport.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrer ehrenamtlichen Aufgabe?

    M. Breyer: Als erstes muss man sagen, dass sich kein anderer Nachfolger gefunden hat. Ich war damals schon stellvertretend für Wolfgang Bark tätig. In meinem alten Verein waren fast alle gehandicapt, dadurch kam auch die gute Kommunikation zwischen Verband und Verein, es war sozusagen ein Türöffner. Seit 2014 bin ich selber Para Sportler und nehme aktiv an den Meisterschaften teil.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    M. Breyer: Vor allem möchte ich gerne meinen Sport aktiv mitgestalten und die Zukunft planen. Teilweise ist das auch Charakter geschuldet, ich helfe einfach gerne. Ich habe großen Spaß an der Mitgestaltung des Bogensports, immerhin ist ein Großteil der Para Bogenschützen in NRW über den BSRNW organisiert. 

    BRSNW: Was war Ihr schönstes Ereignis für Sie in ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    M. Breyer: Bestimmte Ereignisse und Erlebnisse habe ich nicht. Alle Meisterschaften sind für mich ein besonderes Event. Ich freue mich über jeden erfolgreichen Sportler und jede Zusammenkunft im Behindertensport. Es fühlt sich jedes Mal an wie ein familiäres Zusammensein.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit oder neben der ehrenamtlichen Zeit?

    M. Breyer: Ich habe außer dem Bogenschießen noch einen zweiten Sport den ich gerne betreibe. Ich fahre gerne Drachenboot und bin da als Steuermann eingeteilt. Außerhalb vom organisierten Sport fahre ich noch gern Motorrad auch wenn ich dafür im Moment eher weniger Zeit finde.

    BRSNW: Danke für die Einblicke in den organisierten Bogensport und ihrer Arbeit als Ehrenamtler. Natürlich auch ein ganz großes Dankeschön für Ihre Zeit.

  • Gabriele Gramsch

    Heute haben wir unsere 5 Fragen an Gabriele Gramsch gestellt. Sie ist die Abteilungsleiterin der ID-Judoabteilung, zweite Vorsitzende im 1. Budokan Hünxe und Fachlehrerin für Sonderpädagogik im Ruhestand. 1967 hat sie mit dem Sport angefangen und ist immer noch mit Begeisterung dabei. 2007 machte Sie dann Ihre Fachübungsleiterlizenz für Rehabilitationssport und arbeitet seitdem ehrenamtlich in Ihrem Verein.

     

    BRSNW: Frau Gramsch, was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    G. Gramsch: Unter normalen Umständen leite und trainiere ich integrative ID-Judo Gruppen. Aktuell versuchen wir mit unseren Mitgliedern Kontakt zu halten, viele Mitglieder haben immer wieder zum Ausdruck gebracht, wie wichtig Ihnen auch der soziale Aspekt des Trainings ist. Übungen die man leicht Zuhause machen kann geben wir auch gerne weiter.

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    G. Gramsch: Den Sport führe ich schon seit 1967 aus. 1978 hatte ich dann meinen Trainerschein, ab da an war ich in verschiedenen Vereinen als Übungsleiterin organisiert. Durch meinen Beruf: Fachlehrerin für Sonderpädagogik arbeitete ich viele Jahre an einer Förderschule, dort leitete ich auch die AG für Menschen mit Lernschwierigkeiten. 2002 kam mir dann die Idee eine langfristige Freizeitaktivität die nicht an die Schule gebunden war anzubieten. In Kooperation mit dem 1. Budokan Hünxe gelang mir das auch. Zurückblickend kann ich sagen, dass dies eine sehr gute Idee gewesen ist. Für den ein oder anderen Sportler wurde der Sport zum Lebensinhalt.

    BRSNW: Was treibt Sie an Ihr Ehrenamt auszuführen?

    G. Gramsch: Mir persönlich ist es besonders wichtig, dass alle Menschen, egal wie es um sie gestellt ist, ihren Sport ausführen können. Durch meinen Sohn habe ich selber die Erfahrung gemacht, wie schwierig es sein kann einen geeigneten Sportverein zu finden. Wir möchten benachteiligten Kindern und deren Eltern einfach eine Plattform für Informationen und Austausch bieten. Es ist nicht nur der Verein an sich und der Sport der mich antreibt, sondern auch die Hilfestellung die wir den Eltern geben. Denn genau diese Hilfestellung habe ich damals vermisst.

    BRSNW: Was war das bisher schönste Erlebnis in Ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    G. Gramsch: Da gibt es gleich mehrere Ereignisse und Erlebnisse an die ich mich noch eine lange Zeit erinnern werde. Zum einen sind das zwei mittlerweile Berufssportler, die bei uns mit dem Judo angefangen haben, ich bin sehr stolz, dass sie es geschafft haben. Ein großer Erfolg waren auch die Special Olympics World Summer Games 2015 in Los Angeles, dort waren zwei von insgesamt sechs Judokas aus unserem Verein vertreten. 2019 war ebenfalls ein sehr schönes Jahr für mich, vom 14. bis 21. März 2019 fanden diesmal die Special Olympics in Abu Dhabi statt und wir konnten wieder einmal zwei Kaderathleten von insgesamt sechs Athleten stellen, einer davon war mein Sohn. Das hat mich natürlich sehr stolz gemacht! Die Veranstaltung wollte ich mir nicht entgehen lassen, so entschloss ich mich dazu auf eigene Faust hinzufliegen und unsere Judoka zu unterstützen. Allgemein ist der Leistungssport bei uns immer gern gesehen aber die Werte und der Spaß, den wir unseren Trainierenden vermitteln wollen stehen genauso im Vordergrund.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit oder nach Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit?

    G. Gramsch: 2023 finden die Special Olympics World Games erstmals in Deutschland, Berlin statt das ist mein Ziel, im gleichen Jahr werde ich 70 und werde mich somit aus dem aktiven Training langsam zurückziehen aber trotzdem möchte ich gerne weiterhin im Verein arbeiten. Die Organisation, Vorstandsarbeit und Beratung werden dann wohl meine ehrenamtliche Zeit füllen.

    BRSNW: Ein ganz großes Dankeschön für Ihren selbstlosen Einsatz den Sie für ihre Mitglieder und dem Verein jeden Tag aufbringen. Wir bedanken uns natürlich auch für Ihre Zeit für dieses kleine Interview.

  • Andreas Luckosch

    Andreas Luckosch sitzt im Vorstand des WMTV Solingen 1861 e.V. und übernimmt das alltägliche operative Geschäft des Vereins. Durch die Entwicklung des Vereins und die vielen integrativen Sportangebote konnte der Verein Behindertensportverein des Jahres 2019 werden.

     

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    A. Luckosch: Unter normalen Umständen liegt meine Aufgabe zu 50 % im Ehrenamt und zu 50 % als Hauptangestellter im Verein. Meine Aufgaben sind sonst gleichermaßen aufgeteilt. Zum einen übernehme und leite ich verschiedene Sportkurse aber auch die Verwaltung gehört zum großen Teil zu meiner Aufgabe. Aufgrund der aktuellen Situationen fällt der sportliche Bereich, bis auf ein paar Ausnahmen, leider aus. Wir nutzen die aktuelle Zeit und widmen uns dem Ausbau unseres Fitnessstudios und arbeiten an der Digitalisierung unserer verschiedenen Bereiche. Der Sport fällt bei uns nicht ganz aus, wir bieten den Altersheimen mit denen wir fest zusammenarbeiten ein besonderes Sportangebot an: Der Übungsleiter steht draußen, macht die Übungen vor und die Leute führen diese auf ihrem eigenen Balkon aus. So kann man sich wenigstens etwas sportlich betätigen in dieser schwierigen Zeit.

    BRSNW: Wie und Wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    A. Luckosch: Angefangen hat alles mit dem Übungsleiterschein in Kampfsport, meinen Schwarzgurt hat ich bereits mit 18 Jahren. Der eigentliche Trainer des Vereins hatte leider einen Unfall, somit wurde mir zugetragen, die Trainertätigkeit zu übernehmen. So ging es eigentlich los, es kamen immer mehr Lizenzen dazu.  In meinen jetzigen Verein bin ich seit 22 Jahren aktiv. Durch den Verein kam dann mal die Anfrage den Vorstand zu übernehmen, nach einiger Überlegungszeit, habe ich mich dazu entschlossen.  Nach einer Kündigung im Hauptjob wurde ich dann hauptamtlich im Verein aktiv und bin bis heute sehr froh drüber!

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

    A. Luckosch: Ich und der ganze Verein erfreuen sich immer wieder daran, Menschen zu helfen und dadurch auch glücklich zu machen. Wir fördern bei uns die Inklusion, Integration und verschiedene andere soziale Projekte, dadurch bekommen wir immer wieder sehr positives Feedback und das macht uns einfach stolz.

    BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis in ihrer Ehrenamtszeit für Sie?

    A. Luckosch: Einer der schönsten Erlebnisse für den ganzen Verein war natürlich die Wahl zum Behindertensportverein des Jahres 2019, das ist auch das Ergebnis wie der Verein sich in den letzten Jahren grundsätzlich verändert hat, das hat uns sehr glücklich gemacht. Das schönste Ereignis für mich ganz persönlich war, als eine Frau aus dem Rehasport zu mir kam und erzählte, dass sie Dank des Sports sich endlich wieder schmerzfrei bewegen kann, sie hatte Tränen in den Augen als Sie mir das erzählt hat. Sie erzählte wie gern Sie und Ihr Mann früher Fahrrad gefahren sind, durch Ihre Krankheit war das lange Zeit nicht möglich. Der Rehasport und die Motivation in der Gruppe hat Ihr wieder ein großes Stück Lebensqualität gegeben, in solchen Momenten weiß man wie wichtig seine Arbeit ist, man hat einfach ein gutes Gefühl.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    A. Luckosch:  In meiner Freizeit steht Sport und Bewegung auch an erster Stelle. Ich gehe gern Wandern, Fahrrad fahren und im Urlaub golfen. Die gemeinsamen Fahrradtouren mit der Familie dürfen auch nicht fehlen.

    BRSNW: Erstmal ein großes Dankeschön an den ganzen WMTV Solingen 1861 e.V. für die Arbeit die Ihr leistet! Aber auch an Sie, für Ihre ehrenamtliche Arbeit und die Zeit die Sie sich für uns genommen haben. Ganz großes Danke!

     

  • Frank Schuhknecht

    Im heutigen Interview haben wir Frank Schuhknecht ein paar Fragen gestellt. Er ist Leistungssportkoordinator der Abteilung ID-Judo und überzeugter Ehrenamtler seit den frühen 80ern. Außerhalb des BRSNW ist er auch noch Trainer im ID-Judo beim 1.Budokan Hünxe e.V.

    BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

    F. Schuhknecht: Aus Sicht des BRSNW bin ich der zuständige Leistungssportkoordinator der Abteilung ID-Judo (Judo für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung) oder einfach „nur“ Landestrainer für diesen Bereich in NRW.  Das heißt: Kadertrainings abhalten, Wettkämpfe auf nationaler und internationaler Ebene begleiten, Unterkünfte hierfür suchen und buchen.Letztendlich auch einiges an Organisation usw.  Außerhalb des BRSNW bin auch noch als Trainer im ID-Judobereich beim 1. Budokan Hünxe unterwegs, natürlich auch mit Wettkämpfen und alles was dazu gehört.

     

    BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?       

    F. Schuhknecht: Eigentlich begleitet mich das Ehrenamt seit den frühen 1980er Jahren. Im damaligen Vereinsleben gehörte dies einfach dazu, ganz selbstverständlich. Erst Jugendsprecher, dann Pressewart,später Trainer (im Regelsport) und nebenher war da noch die eigenen Sportkarriere. Während des Zivildienstes 1986 wurde mir schon klar, dass ich gerne mit Menschen mit einer geistigen Behinderung arbeiten wollte. Beruflich war das nicht möglich gewesen und so hat es fast 20 Jahre gedauert, bis ich in diesem Bereich den Trainerschein erstanden habe und seitdem bin ich in diesem Bereich unterwegs.

     

    BRSNW: Was treibt Sie an, das Ehrenamt auszuführen?

    F. Schuhknecht: Der Spaß! Die Dankbarkeit und Resonanz die einem entgegengebracht wird! Den sichtbaren Spaß und Erfolg, den alle haben bei Wettkämpfen, Trainings etc. Bei allen die Motivation und das Selbstwertgefühl heraus kitzeln und Spaß daran zu haben, wenn alle ID-Judokas Spaß haben. Medaillen zählen überlasse ich anderen, das kann ich mir nicht merken.

     

    BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis/Erlebnis für Sie?

    F. Schuhknecht: Die für Deutschland sehr erfolgreichen World Games 2019 in Abu Dhabi (Weltspiele der Menschen mit einer geistigen Behinderung) waren schon ein super Ereignis. Dies habe ich aber privat, als Presse akkreditiert um nah dran zu sein, erlebt.

    Allerdings waren die letzten beiden Deutschen Verbandsmeisterschaften 2018 Bad Kreuznach und 2019 München mit 4 Mannschaften des BRSNW wirklich sportlich und emotional ein Highlight. 2018 dachte ich, diese Leistungen, dieses über „sich hinauswachsen“ der eigenen Leistung, diese Motivation die diese Meisterschaft hatte, kann nicht mehr getoppt werden. Pustekuchen, 2019 haben meine Leute noch mal einen draufgesetzt und von 4 möglichen Titeln, 4 Deutsche Mannschaftsmeistertitel in jeweils zwei Wettkampfklassen der Männer und Frauen geholt. Dabei waren mir die Medaillen egal. Aber das, was von den Athlet*innen zurückkam, war für mich die Bestätigung, dass ich alle begeistern kann an dem was sie tun, unabhängig von Medaillen. Mein Credo: Es muss Spaß machen, dann kommt der Erfolg von alleine. Und Spaß hatten alle.

     

    BRSNW: Was machen Sie in ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

    F. Schuhknecht: Da ich noch im Berufsleben stehe, bleibt nicht viel Zeit für Freizeit. Wenn ich kann, nutze ich diese um selbst für mich auf die Matte zu gehen. Da kann ich mich austoben und rangeln. Natürlich stehen Treffen mit Freunden an, wenn die Zeit es zulässt. Dann wird eine Runde gute Musik gehört und im „Zentrum Altenberg“ abgezappelt. Für die Zukunft würde ich mir mehr Zeit für meinen Enkel wünschen (fast 5 Monate), den ich zurzeit aus gegebenen Gründen nicht sehen kann und spätestens in 4 Jahren, wenn ich meinen letzten aktiven Arbeitstag habe, kommt das Motorrad.

    BRSNW: Herr Schuhknecht, erstmal ein ganz großes Dankeschön für ihren wirklich großen und ehrgeizigen Einsatz in ihrem Ehrenamt und auch ein großes Danke für Ihre Zeit, um uns diese Fragen zu beantworten.

  • Carola Edler

    Karola Edler ist hauptberuflich in einer Behindertenwerkstatt als Betreuerin angestellt und hat damals die Idee eines integrativen Lauftreffs verfolgt. Diese Idee nahm 2010 mit 6 Interessierten die ersten Formen an.
    Seit damals hat sich einiges getan, mittlerweile umfasst der GSL Benninghausen 72 Mitglieder und ist seit 2014 ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Orthopädischer Rehasport kam 2017 dazu und 2019 letztendlich der Rehasport für Menschen mit geistiger Behinderung.
    _____________________________

    BRSNW: Frau Edler, erstmal vielen Dank das sich die Zeit genommen haben, um mit uns dieses kleine Interview führen zu können. Was ist denn Ihre derzeitige Aufgabe in Ihrem Ehrenamt?

    K. Edler: Derzeitig können wir aufgrund der Kontaktbeschränkungen leider nicht zusammen Sport machen. Ich versuche die Gruppe aber weiter untereinander in Kontakt zu halten und zukünftige Sportveranstaltungen grob zu planen. Seit 2017 hatten wir fast jeden Monat verschiedene Laufveranstaltungen, das wollen wir beibehalten, sobald es wieder möglich ist. Unter normalen Bedingungen plane ich unsere integrativen Laufgruppen, laufe selber mit. Seit dem 1. Oktober 2019 bieten wir auch Rehasport für Menschen mit einer Lernbehinderung an, dieser muss natürlich auch organisiert werden.

    BRSNW: Wie und Wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

    K. Edler: Hauptberuflich arbeite ich in einer Behindertenwerkstatt und habe vor ca. 10 Jahren durch die Idee der SPZ (Sonderpädagogische Zusatzausbildung zur Fachkraft für Arbeit und Berufsförderung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung) angefangen, dort eine integrative Laufgruppe zu etablieren. Wir haben damals mit 6 Leuten angefangen, mittlerweile zählen wir 72 Mitglieder und sind seit 2014 auch ein eingetragener Verein. Wir sind besonders stolz darauf das alle 6 Mitglieder, mit denen es damals angefangen hat, immer noch aktiv dabei sind.

    BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen? Was ist Ihre Intention?

    K. Edler: Ich bin mit ganzen Herzen dabei. Es ist immer wieder schön anzusehen, dass wenn wir unsere Touren zu den Laufveranstaltungen in ganz Deutschland machen, wieviel Vorfreude und Spaß die Mitglieder haben. Manche unserer Mitglieder würden ohne unsere Touren sonst einfach nicht vor die Tür kommen oder neue Städte kennenlernen. Wir waren in Amsterdam, Enschede, Eindhoven, München, Frankfurt, drei Ländereck (Schweiz, Österreich und Deutschland) Otterndorf und und und... Wenn mir es nicht selber so viel Spaß machen würde, würden ich und mein Mann nicht 7 Tage die Woche im Ehrenamt arbeiten.

    BRSNW: Was war ihr bisher schönste Ereignis oder Erlebnis?

    K. Edler: Da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Bei einem unserer regelmäßigen Läufer ist aufgefallen, dass seine Leistungen immer weiter nachließen. Ein Besuch beim Arzt brachte schließlich die Diagnose - es war eine Krebserkrankung. Die Krankheit wurde zum Glück rechtzeitig erkannt. Das klingt erstmal nicht nach einem schönen Erlebnis aber das schöne daran ist, dass unsere Laufgruppe sich um ihn gekümmert und immer wieder motiviert hat, zu kämpfen und gesund zu werden. Nach einer erfolgreichen Therapie konnte er wieder an einem Halbmarathon teilnehmen und auch beenden. Einige Zeit später musste er durch einen Brandunfall wieder ins Krankenhaus, aber auch hier hat die Gruppe ihm wieder geholfen, die schwere Zeit durchzustehen.

    BRSNW: Was machen Sie denn in Ihrer Freizeit oder nach Ihrer ehrenamtlichen Zeit?

    K. Edler: Für mich und meinen Mann ist der Verein auch unsere Freizeit und unser Hobby. Wir sind meistens 7 Tage die Woche im Verein ehrenamtlich aktiv.

    BRSNW: Erstmal ein ganz großes Dankeschön für Ihren selbstlosen Einsatz im Ehrenamt! Und natürlich auch ein großes Dankeschön für Ihre Zeit, uns diese Fragen zu beantworten

  • Hans-Peter Vieth

    Hans-Peter Vieth war Abteilungsvorsitzender Spiele und dreißig Jahre Schiedsrichter für Sitz- und Sitzvolleyball.

    BRSNW: Herr Vieth, was waren früher Ihre Aufgaben beim BRSNW?

    H.P Vieth: „Ich war für alles Organisatorische der Abteilung Spiele zuständig,damaligen Zeitpunkt zwölf Sportarten  und war u. a. für die Aus-und Fortbildung der Schiedsrichter*innen verantwortlich.“

    BRSNW: Wie sind Sie damals zu Ihrem Ehrenamt gekommen?

    H.P Vieth: „Durch mein immer noch vorhandenes Interesse am   Behindertensport".                

    BRSNW: Wie lange waren Sie als Ehrenamtler für uns aktiv?

    H.P Vieth: „Insgesamt waren es ca. 12 Jahre.“

    BRSNW: Was war Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer ehrenamtlichen Zeit beim BRSNW?  

    H.P Vieth: „Daran erinnere ich mich genau! 1991 bin ich als Landestrainer im Sitzball mit der BSG Schwerte deutscher Meister geworden. Ein anderer aufregender Moment war die Vizeeuropameisterschaft , ebenfalls als Landestrainer im Sitzball.

    BRSNW: Zu guter Letzt: Was machen Sie jetzt nach Ihrer Zeit als aktiver Ehrenamtler?

    H.P Vieth: „Vor allem genieße ich mein derzeitiges Rentnerleben, aber nebenbei bin ich immernoch Ehrenamtsbeauftragter im Westfälischen Fußballverband."   

    BRSNW: Danke, Herr Vieth, für Ihre Zeit und das Interview. Vor allem möchten wir Ihnen aber für Ihre 12-jährige Ehrenamtszeitbeim BRSNW und dem dazu gehörigen Ehrgeiz."

  • Wolfgang Bark

    Weitere fünf Fragen haben wir an unser Ehrenmitglied und ehemaligen Ehrenamtler Wolfgang Bark gestellt. Er war unter anderem unser Beauftragter und Organisator für die Bezirks- und Landesmeisterschaften im Bogensport.

     

    BRSNW: Herr Bark, was war Ihre damalige Aufgabe beim BRSNW?

    W. Bark: „Ab 2005 übernahm ich die Planung & Durchführung der Bezirks- und Landesmeisterschaften im Bogenschießen. 2006 wurde dann in Abstimmung beschlossen, die Wettkämpfe zu offenen Wettbewerben umzugestalten, damit auch Menschen mit Behinderung an den Bezirks-und Landesmeisterschaften teilnehmen konnten.“

    BRSNW: Wie kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt beim BRSNW?

    W. Bark: „Durch meinen Sohn, der schon mit ca. 10 Jahren Interesse am Bogensport hatte. Nach einjähriger Mitgliedschaft bei der BSG Duisburg-Buchholz unterstützte ich dann den damaligen Abteilungsvorsitzenden Peter Prothmann. Das müsste 1995 gewesen sein.“

    BRSNW: Wie lange ging Ihr Ehrenamt?

    W. Bark: „Von 2005- 2019, also ca. 15 Jahre“.

    BRSNW: Was war Ihr schönstes Ereignis im Ehrenamt?

    W. Bark: „Mein schönstes Erlebnis war am 24. November 2019 die Ehrung meiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit mit dem Ehrenzeichen in Bronze. Das sehe ich nicht als selbstverständlich an.“

    BRSNW: Was machen Sie jetzt nach Ihrer Zeit als Ehrenamtler?

    W. Bark: „Ich genieße mein Rentnerleben in vollen Zügen und verbringe gerne Zeit mit meinen Enkeln.“

    BRSNW: Danke, Herr Bark, für Ihre Zeit und den interessanten Einblick in Ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Wir möchten Ihnen natürlich auch nochmal ein großes Dankeschön aussprechen für Ihr Engagement.

     

  • Thea Piepel

    In unserer Interviewreihe haben wir das große Glück gehabt das ehrenamtliche Ehepaar Thea Piepel & Herbert Piepel interviewen zu dürfen. Beide sind zusammengerechnet schon 54 Jahren beim BRSNW ehrenamtlich aktiv. Dafür vorab ein ganz großes Dankeschön an euch!

    Die Eheleute sind ehrenamtliche Kampfrichter*in und begleiten vor allem Leichtathletikveranstaltungen. Beide sind in Ihrer Freizeit auch im Triathlon sportlich tatkräftig dabei.

    Zuerst hat uns Thea Piepel unsere Fragen beantwortet.

    BRSNW: Frau Piepel, was ist Ihre derzeitige Aufgabe als ehrenamtliche Helferin?

    Th. Piepel: Zurzeit unterstützen ich Leichtathletikveranstaltungen in Schulen für behinderte und nicht behinderte Kinder. Wir begleiten vor allem die Kampfrichtertätigkeiten.

    BRSNW: Wie kamen Sie damals zu Ihrer jetzigen Beschäftigung?

    Th. Piepel: Mein Mann ist gefühlt schon eine Ewigkeit dabei, dadurch wurde auch mein Interesse geweckt. Die Tätigkeit in der Gruppe war von Anfang an sehr inspirierend und mir gibt es einfach sehr viel wieder, wenn ich die Dankbarkeit sehe, die uns Ehrenamtlichen entgegengebracht wird.

    BRSNW: Die eigentliche Frage war, wie lange Ihre Helferzeit beim BRSNW ging, aber bei Ihnen ist ja wohl kein Ende in Sicht. Daher die Frage: Wie lange sind Sie denn schon beim BRSNW aktiv?

    Th. Piepel: Meine Ehrenamtskarte erhielt ich bereits am 12.06.2006 und bin seitdem ohne Pause dabei.

    BRSNW: Was war Ihr schönstes Erlebnis in ihrer 14 Jahre andauernden Freiwilligenarbeit?

    Th. Piepel: Eines der schönsten Erlebnisse war die Anerkennung einer internationalen Schweizer Schiedsrichter Bekanntheit. Er kam auf mich zu und teilte mir mit, dass er sehr zufrieden mit meiner Arbeit war. Am selben Tag durfte ich noch eine Weltmeisterbestätigung im Sperrwurf mit meiner Unterschrift versehen. Das war einer der Tage, die ich in all den Jahren nie vergessen werde. Noch eine Erinnerung an die ich öfter zurückdenke, passierte ganz am Anfang meiner Ehrenamtskarriere. Andere Kampfrichter ermutigten mich unbedingt, meine eigenen Erfahrungen im 3000 Meter Lauf zu machen. Ich lies mich nicht lange überreden und lief los. Die Profis, mit denen ich mithalten sollte, waren natürlich allesamt schneller und überrundeten mich schon nach kurzer Zeit.  Was ich nicht vergessen habe, alle Profis unterstützen mich bis zu guter Letzt und wir erreichten alle zusammen das Ziel.

    BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht gerade ehrenamtliches leisten?

    Th. Piepel: Meine Tochter arbeitet im Kindergarten und wir haben zusammen mit anderen Helfer*innen ein integratives Leichtathletikfest im Kindergarten organisiert, was jetzt jährlich stattfinden wird. Das machen wir in unserer Freizeit außerhalb des organisierten Sports.

    BRSNW: Danke Frau Piepel für Ihre Zeit und Ihre motivierenden Worte zum Ehrenamt. Wir schätzen Ihre 14 Jahre Freiwilligenarbeit sehr. Danke!

  • Herbert Piepel

    Die Interviewreihe „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist.“ beschäftigt sich mit ehemaligen aber auch aktiven freiwilligen Helfern, die uns Eindrücke aus der alltäglichen Arbeit des Ehrenamts geben. Im letzten Interview konnten wir Thea Piepel fünf Fragen stellen, heute dürfen wir Euch Herbert Piepel vorstellen. Die Eheleute sind beide mittlerweile 54 Jahre aktiv dabei.

    BRSNW: Herr Piepel, wie setzt sich Ihre momentane Aufgabe im Ehrenamt zusammen?

    H. Piepel: Ich bin Kampfrichter im Bereich der Leichtathletik und meistens für die Landesstelle Schulsport tätig.

    BRSNW: Wie kamen Sie damals zu Ihrer Tätigkeit als Ehrenamtler?

    H. Piepel: 1980 hat alles mit dr Übungsleiter-Lizenz angefangen, 1984 habe ich dann mit Wilhelm Hanebeck (Ikone des Behindertensports) die Ausbildung zum Übungsleiter in Rehasport angefangen. Die Kampfrichterprüfung für inbternationale Meisterschaften legte ich dann 1989 erfolgreich ab.

    BRSNW: Auch bei Ihnen muss ich man die Frage umstellen, da Sie ja auch immer noch aktiv mithelfen. Wie lange sind Sie denn schon in Ihrem Ehrenamt?

    H. Piepel: Ich bin bin bis heute regelmäßig dabei und mache es bis heute gerne! Also seit 1980 setz ich mich für den Behindertensport ein, seit 1989 dann ehrenamtlich.

    BRSNW: In Ihrer langen Zeit im Ehrenamt haben Sie bestimmt so einiges zu erzählen. Was war Ihr schönstes Erlebnis?

    H. Piepel: Ich hatte mal eine Turngruppe im Alter von 8-10 Jahren. Meine Idee war es den Jungs und Mädchen zu zeigen wie schwer es ist mit einem Rollstuhl zu fahren. Also organisierte ich Rollstühle und ließ sie eine Runde auf dem Sportplatz um die Wette fahren. Das Ergebnis war überraschend, alle hatten sich davon überzeugt wie schwer es sein musste mit dem Rollstuhl tagtäglich klar zu kommen und bewunderten die Menschen, die es letztendlich jeden Tag machen. Die Aufklärung und das dazugehörige positive Ergebnis freuten mich sehr.

    BRSNW: Da Sie immer noch aktiv dabei sind. Wie gestalten Sie ihre Freizeit neben ihrem Ehrenamt?

    H. Piepel: Wie meine Frau auch schon sagte, arbeitet unsere Tochter im Kindergarten, zusammen organisieren wir ein integratives Kindergartensportfest. Wir planen zusammen den Ablauf und unterschreiben die verdienten Urkunden. Eine kleine Geschichte im Zusammenhang mit dem Kindergartenfest werde ich wohl nie vergessen. Am Anfang war das Sportfest nicht wirklich im Gange, alle verhielten sich etwas zurückhaltend. Ein kleiner oberschenkelamputierter Junge änderte das alles. Ohne aufgefordert zu werden, zeigte er anderen Gleichaltrigen seine Prothese und brach somit das Eis, wie man so schön sagt. Das alles tat der Veranstaltung sehr gut und der integrative Gedanke wurde vollends erfüllt.

    BRSNW: Herr Piepel, ein ganz großes Dankeschön für Ihre Zeit und die einmaligen Eindrücke aus einer langen Zeit im Ehrenamt. Wir schätzen Ihre Arbeit und Ihren Einsatz. Danke!

     

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