Rehabilitationssport

Gesetzliche Grundlage/Vergütungsätze

Die rechtliche Grundlage für den Rehabilitationssport liefert das Sozialgesetzbuch (SGB) IX. Wie die gesetzlichen Vorgaben im Rehabilitationssport umgesetzt werden, regelt die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining in der aktuell gültigen Fassung.

Aufbauend auf die Rahmenvereinbarung gelten weitere Verträge/Vereinbarungen für die Durchführung des ärztlich verordneten Rehabilitationssports, in denen u.a. die Vergütungssätze festgelegt sind:

Vertrag über die Durchführung und Vergütung des Rehabilitationssports (Primärkassen)

Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung des Rehabilitationssports (Ersatzkassen)

Abkommen über die Durchführung des ärztlich verordneten Rehasports in Gruppen unter ärztl. Betreuung (DGUV)

Eine Übersicht über die jeweils gültigen Vergütungssätze der vom BRSNW zertifizierten Rehabilitationssportgruppen finden Sie hier.

Aktuelle Informationen:

  • Befristete Aussetzung der Günstigkeitsklausel durch den vdek

    Über den Deutschen Behindertensportverband haben wir folgende Information erhalten:

    „Die Ersatzkassen haben sich bereiterklärt, die Günstigkeitsklausel für den Zeitraum vom 1.5.2020 bis zum 31.12.2020 auszusetzen. Die Vergütungssätze sind bereits in der vdek-Datenbank hinterlegt und können gegen den vdek abgerechnet werden. Diese Maßnahme erfolgte proaktiv durch den vdek.“

    Dementsprechend können für Versicherte des vdek für die aktuelle Durchführung des Rehabilitationssports die mit dem vdek verhandelten Vergütungssätze abgerechnet werden.

    Durch die Vertragsverhandlung wurde vereinbart die Günstigkeitsklausel weiterhin bis zum 31.12.2022 auszusetzen

  • Deutsche Rentenversicherung Bund

    Seit dem 01.03.2020 besteht mit der DRV Bund ein vertragsloser Zustand, der bis auf weiteres gilt. Auch gilt weiterhin folgendes durch die Vereine zu beachten:

    -Die Vereine sind in der Zeit des vertragslosen Zustands nicht mehr verpflichtet, Versicherte der DRV Bund neu aufzunehmen, auch wenn es sich um anerkannte Rehabilitationssportgruppen auf Grundlage des SGB und der Rahmenvereinbarung handelt. Hintergrund ist, dass die Vereine als Dienstleister für die Rehabilitationsträger tätig sind und somit keine „eigene“ Verpflichtung zur Leistungsversorgung haben, sofern für die anerkannten Gruppen keine vertragliche Regelung besteht. Diese Leistungsversorgung müssen die Rehabilitationsträger nach § 6 SGB IX sicherstellen, nicht die Vereine. Die Vereine könnten nun also selbst entscheiden, ob sie DRV Bund Versicherte aufnehmen möchten oder nicht.

    -Ungeachtet des vertraglosen Zustandes können die Vereine dennoch Versicherte der DRV Bund aufnehmen, wenn sie dies wünschen. Mit der Verordnung von Reha-Sport auf dem entsprechenden Formular (G850) erfolgt eine Kostenzusage der DRV Bund. In diesem Fall gelten die aufgeführten Vergütungssätze ab dem 01.03.2020. D. h., dass die Vereine die Verordnungen akzeptieren und Personen an ihrem Training teilhaben lassen könnten, dann aber die vom DRV Bund gezahlten Sätze, die sich aufgrund des vertragslosen Zustands ändern können, akzeptieren müssen.

  • Befristete Erhöhung der Vergütungssätze durch die Rentenversicherungen

    Befristete Erhöhung des Vergütungssatzes durch die Deutsche Rentenversicherung Bund, Deutsche Rentenversicherung Rheinland, Deutsche Rentenversicherung Westfalen, Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

    Unser Dachverband, der Deutsche Behindertensportverband e.V., teilte uns mit, dass die Deutsche Rentenversicherung Bund einen Zuschlag für Leistungen des Rehabilitationssports rückwirkend ab dem 01.08.2020 befristet bis zum 30.06.2021 in Höhe von 0,25 € teilnehmerbezogen für jede Leistungseinheit zahlen wird. Dieser befristeten Erhöhung haben sich die Rentenversicherungen NRW angeschlossen. Zusätzlich erhielten wir von den Rentenversicherungen NRW den Hinweis, dass sollte sich eine substanzielle Veränderung der pandemischen Situation ergeben, behalten sich die Gremien einen Widerruf dieser Entscheidung hinsichtlich des Endzeitpunktes der Zuschlagsgewährung vor. In einem solchen Fall hätte der Widerruf keine rückwirkende Auswirkung auf die Zahlung des Zuschlags.

    Dieser Zuschlag unterliegt zwei Voraussetzungen:

    • Der Zuschlag muss dem Zeitraum entsprechend auf der Abrechnung ausgewiesen sein
    • Die Leistung darf nicht als Online-Alternativangebot, also unter telematischer Nutzung, erbracht worden sein

    In diesem Zusammenhang haben wir unsere Vertragspartner der Rentenversicherung in NRW angefragt, die mitgeteilt haben, dass diese befristete Erhöhung von ihnen mitgetragen werden.

    Hinweise zur Abrechnung:

    Neue Formulare werden wegen der zeitlichen Befristung nicht herausgegeben.

    Für die Abrechnung bitten die o. g. Rentenversicherungen auf einem gesonderten Blatt die Berechnung des Corona-Zuschlags wie folgt zu dokumentieren:

    1) Übernahme des Gesamtbetrags von der Seite 3 des Formulars G0851-00

    2) Anzahl der Leistungen zu Lasten der Deutschen Rentenversicherung, die im Zeitraum vom 01.08.2020 -31.03.2021 durchgeführt wurden, multipliziert mit 0,25 Euro = Corona-Zuschlag gesamt

    3) Addition von Betrag 1) und Betrag aus 2) ergibt den Auszahlungsbetrag.

  • Befristete Erhöhung des Vergütungssatzes durch die Primärkassen in NRW

    Unsere Vertragspartner der Primärkassen in NRW, teilten uns mit, dass ein Zuschlag für Leistungen des Rehabilitationssports rückwirkend ab dem 01.09.2020 befristet bis zum 30.06.2021 in Höhe von 0,25 € teilnehmerbezogen für jede Leistungseinheit gezahlt wird.

    Wie bei der befristeten Erhöhung der Deutschen Rentenversicherungen unterliegt dieser Zuschlag den gleichen zwei Voraussetzungen:

    - Der Zuschlag muss dem Zeitraum entsprechend auf der Abrechnung gesondert ausgewiesen sein

    - Die Leistung darf nicht als Online-Alternativangebot, also unter telematischer Nutzung, erbracht worden sein


    Zusätzlich gilt es zu berücksichtigen, dass im Rahmen der Abrechnung die befristete Erhöhung unter der nachfolgenden Abrechnungspositionsnummer durchgeführt wird.

    GPOS

    Betrag

    Klartext

    603700

    0,25 EUR

    Corona Hygienezuschlag Rehasport

  • Befristete Erhöhung der Vergütungssätze durch die DGUV

    Über den Deutschen Behindertensportverband haben wir folgende Information erhalten:

    „Die DGUV teilt mit, dass die SVLFG als landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft und die DGUV e. V. zur Sicherstellung des Rehabilitationssports und Funktionstrainings aufgrund der gegenwärtigen COVID-19-Pandemie die befristete Erhöhung der Gebühren um 10 % beschlossen hat.

    Die befristete Gebührenerhöhung gilt für Teilnahmen vom 01.07.2020 bis 30.06.2021.