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25.5.2019 : 23:53 : +0200
Förderkonzept aktiv-dabei

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


Interaktive Karte mit Hinweisen zur Barrierefreiheit entlang der Römer-Lippe-Route.

Wer gerne Radausflüge oder sogar einen Radurlaub in Nordrhein-Westfalen macht, ist auf der Römer-Lippe-Route genau richtig. Sie verbindet nicht nur fünf touristische Regionen in NRW miteinander, sondern will im Rahmen des EFRE-Förderprojektes „Barrierefreier Radtourismus an der Römer-Lippe-Route“ zeigen, wie entlang eines gesamten Radfernweges die Barriere-Armut verbessert werden kann. In einem ersten Schritt hat nun die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V. (NatKo) eine interaktive Online-Karte mit Hinweisen zur Barrierefreiheit entlang der Römer-Lippe-Route veröffentlicht. Diese ermöglicht jedem Gast eine individuelle Reiseplanung, entsprechend den persönlichen Einschränkungen bzw. Bedürfnissen und den Streckenanforderungen.

Für eine inklusive Gesellschaftsentwicklung stellt die Barrierefreiheit ein unabdingbares Qualitäts- und Komfortmerkmal dar. Dies gilt auch für den Tourismus. Sowohl Menschen mit Behinderungen als auch Senioren und Familien mit kleinen Kindern wünschen sich für ihre Urlaubs- oder Freizeitplanung zumindest teilweise barrierefreie aber gleichermaßen attraktive Angebote. Für Radfernwege, mit ihren komplexen Rahmenbedingungen aus Wegeinfrastruktur, Beschilderung, Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben sowie Radserviceangeboten, stellen sich bezüglich der Bedürfnisse der genannten Zielgruppen nochmals spezielle Anforderungen. In diesem Zusammenhang will die Römer-Lippe-Route ein Vorreiter auf dem Gebiet des „barrierefreien Radfahrens“ sein.

Im Herbst 2016 wurde die Römer-Lippe-Route von der NatKo befahren und geprüft. Dabei wurden sämtliche Informationen zur Wegebeschaffenheit, darunter z.B. auch Auskünfte über Neigungen und etwaige Gefahrenstellen sowie Standorten von Behindertenparkplätzen und -toiletten erfasst. Aus diesen Daten wurde die nun veröffentlichte interaktive Karte bereitgestellt. Die Karte wird demnächst um Angaben zu zertifizierten Betrieben und zertifizierten Streckenabschnitten sowie zum ÖPNV ergänzt.

Axel Biermann, Geschäftsführer der RTG: „Vermutlich ist die Römer-Lippe-Route der erste Radfernweg überhaupt, der so detailliert in Bezug auf die Barrierefreiheit untersucht und visualisiert worden ist. Wir werden in den kommenden Monaten weiter an der Optimierung der Barrierefreiheit arbeiten, um Menschen mit Behinderung einen attraktiven Radurlaub zu ermöglichen. So sollen neue Zielgruppen für den Radtourismus entlang der Lippe erschlossen werden.“

Im weiteren Verlauf des EFRE-Förderprojektes werden einzelne Abschnitte der Römer-Lippe-Route als barrierefreie Etappen entwickelt bzw. ausgewiesen und buchbare Pauschalen für Menschen mit Behinderung erarbeitet. In Absprache mit der Initiative „Reisen für Alle“ sollen darüber hinaus Vorgaben definiert werden, die zum Abbau von Barrieren im Radtourismus beitragen und bisherige Standards zur Barrierefreiheit im Radtourismus weiterentwickeln.

Die interaktive Karte und weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.roemerlipperoute.de/barrierefrei-erfahren/interaktive-karte.html
http://www.roemerlipperoute.de/

 

 

 

Neues von Nora und Lily

Start am Welcomehotel Lippstadt mit Fam. Niemeyer vom SC Lippstadt (Radsport)
Kaffepause und Kartenstudium in Herrberg
Teilweise ganz schön eng!
Passt! Mit dem Handbike geht es drunter durch
Böse Falle: Das kann gefährlich werden...
Lippefähre mit Helfer der Stadt Hamm - Herr M. Berges (Behindertenkoordinator), Herr Holtmann und zwei Mitglieder der BSG Bockum-Hövel H. Feldbusch und R. Wieland

Nora Hansel und Lily Anggreny hatten eine lange Etappe vor sich, die es auch noch in sich hatte und viel Verbesserungspotential bietet. Durchgehalten haben die beiden aber!

Hochachtung!

 

Tag 3: Von Lippstadt nach Hamm

 

Heute begann der Tag mit dem Frühstück schon etwas turbulent. Im Frühstücksraum führen zwei Stufen zum Buffet hinunter. Dies war für uns nicht überbrückbar, weshalb wir einmal über den Parkplatz um das Hotel herum laufen mussten. Dafür entschädigte der gute Ausblick und das leckere Frühstück.

 

Um Punkt zehn 10 Uhr starteten wir mit Wilfried Niemeyer und seiner Frau auf die 65km lange Etappe. Heute war der Weg vom Hotel auf die Route sehr einfach zu erreichen. Doch schon nach 10km kurz vor Herzfeld, war der Radweg zu schmal und endete zudem einfach (siehe Foto). Auch nicht ungefährlich ist der Stacheldrahtzaun an diesem schmalen Radweg. Weiter ging es für etwa 2-3km auf einer vielbefahrenen Hauptverkehrsstraße bis zur Kirche. Dies war sehr unangenehm. Unserer Meinung nach muss der Radweg verbreitert werden und durch Lippstadt muss ein Radweg oder eine Alternativroute geschaffen werden.

 

Auf dem Weg zum Haus Assen war die Fahrbahn sehr schlecht und stellte für uns eine gefährliche Situation dar. Die Straße ist zum Fahrbahnrand abschüssig und zudem in einem sehr schlechten Zustand. Hier kann man leicht vom Weg abkommen, mit dem Handbike aufsetzen oder gar die Kontrolle über das Bike verlieren. Auf Karte ist zu sehen, dass dieser Weg leicht zu umfahren wäre, jedoch könnte dann das Haus Assen in der Konsequenz nicht erreicht werden.

 

Auch von Lippborg nach Hultrop mussten wir wieder auf der Straße fahren, da es hier keinen Radweg gab. Zudem waren die Straßen sehr eng und durch den regen Verkehr sehr unübersichtlich. Als wir dieses Hindernis gemeistert hatten, ging die Route weiter entlang der Museumseisenbahn. Jedoch war die Ausschilderung sehr schlecht, so dass ein Verfahren ohne Karte unumgänglich schien. Hinzu kam ein beschränkter Bahnübergang, der nicht in Betrieb war und die Schranke nicht einfach zu umfahren war. Mit dem Handbike kommt man noch drunter durch, mit einem Dreirad steht man hier vor einem unüberwindbaren Hindernis (siehe Foto). Auch als Zweiradfahrer muss an dieser Stelle abgestiegen werden.

 

Als wir (endlich, und mit einer Stunde Verspätung) Hamm Uentrop erreichten, mussten wir auch wieder mehrfach auf die Straße ausweichen. Entweder es gab keinen Radweg oder dieser führte auf einem zu schmalen Gehweg entlang. Zum Glück zeigten sich alle Autofahrer sehr verständnisvoll.

Die Abfahrt zum Datteln-Hamm-Kanal ist unübersichtlich. Nur, wenn man nicht im Handbike sitzt, sieht man unter sich die Beschilderung. Das ist ungünstig!

Parallel zum Datteln-Hamm-Kanal führte eine asphaltierte nicht befahrene Straße, die jedoch erst zum Ende durch eine enge Beschrankung genutzt werden konnte. Vielleicht besteht die Möglichkeit Radfahrer schon frühzeitiger auf diese Straße ausweichen zu lassen?!

In Dolberg wurden wir dann herzlich von Herrn Berges (Behindertenkoordinator), Herr Holtmann und zwei Mitgliedern der BSG Bockum-Hövel H. Feldbusch und R. Wieland empfangen.

Lily und ich hofften, dass wir es selbst mit eigener Kraft schaffen, dass andere Ufer mit der Fähre zu erreichen. Dem war leider nicht so. Wir waren auf Unterstützung angewiesen. Das bedeutet, die Fähre kann von Menschen mit Handicap nicht genutzt werden, was uns beide sehr enttäuscht. Auch der Aufstieg zum Radweg nach der Fähre war für uns beide nur durch Unterstützung zu meistern.

Danach ging es weiter zum Maxipark. Dieser ist absolut barrierefrei und sollte daher in die Tour mit eingebaut werden.

Insgesamt sind wir heute sehr müde von der Tour und vom schlechten Ergebnis ein wenig überrascht. Wir hoffen, dass die morgige Tour wieder einfacher zu bewältigen ist.

Erfahrung mit dem Fahren auf der Römer-Lippe-Route

Mit dem Rad ok, für Handbiker schwierig zu meistern!
Nora und Lily hatten reichlich sportliche Begleiter!
Jetzt geht's los - beim Start an der Lippe-Residenz hatten sich auch zahlreiche Mitradler eingefunden!

Nora Hansel und Lily Anggreny berichten vom 2. Tag der Tour

TAG 2: Paderborn – Lippstadt

 Gut ausgeruht ging es heute mit viel Verstärkung des RMC Schloss Neuhaus und dem Vorsitzenden  des Radsportbezirks OWL Bernd Potthoff von Paderborn nach Lippstadt.

Gleich am Anfang war der Weg zu den Paderquellen aufgrund des groben Kopfsteinpflasters sehr holprig und die Quellen sind durch die hochgezogene Mauer nahe des Paderborner Doms für Handbiker leider nicht einzusehen. Weiter führte uns die Route am Lippesee vorbei zum Römerlager Anreppen. Einige Kurven (siehe Foto) sind zu spitzwinklig, um sie einfach mit dem Handbike oder Dreirad zu fahren. Selbst mit dem Solorad und einem guten Trainingszustand sind die Kurven zu spitz und man läuft Gefahr, mit dem Rad im Grünen oder im Wasser  zu landen. An dieser Stelle müssen die Kurven entschärft oder ausgebaut werden. Wenn dies möglich ist, sollte eine Alternativroute angeboten werden.

Das Römerlager Anreppen überraschte uns mit einem barrierefreien Eingang und einer weitsichtigen Anlage. Wenn Handbiker durch den Begleitservice ihren Rollstuhl erhalten, können sie genauso, wie Menschen ohne Handicap, diese Sehenswürdigkeit erleben und „begehen“. Das ist als besonders positiv hervorzuheben! An dieser Stelle ist nichts mehr zu verbessern.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Boke. Leider über einer sehr schmale Metallbrücke. Mit dem Handbike war bei mittiger Fahrt etwa noch 30cm nach links und rechts Platz. Jedoch führte uns eine  90° -Kurve auf die Brücke, so dass diese Stelle nicht einfach zu befahren war. Ob ein Dreirad durch passt ist fraglich. Danach ging es weiter durch den Wald am Boker-Heide Kanal. Dieser Weg war teilweise sehr weich, sandig und schwer zu befahren. Doch für uns trainierte Radsportler machbar. Für Untrainierte, könnte dies eine Herausforderung darstellen.
Die Zufahrt zum Hotel war sehr einfach zu finden und das Hotel ist auch sehr empfehlenswert. Jedoch gilt auch für dieses Hotel, benötigt man ein barrierefreies Zimmer, so muss man dies im Vorfeld mitteilen. Gegenüber dem Hotel in Paderborn sind die „nicht-barrierefreien“ Zimmer dennoch mit Haltegriffen im Badezimmer ausgestattet. Dadurch genießen auch Radsportfreunde mit leichter Einschränkung entsprechenden Komfort.

Eine tolle Unterstützung erhielten wir während der heutigen Tour durch das Unternehmen Speedy Reha-Technik in Delbrück. Während der Fahrt ist der Kettenschutz an der Kurbel von Lily Handbikes gebrochen. Speedy reparierte innerhalb einer Stunde die Stelle unbürokratisch und wir konnten fortan mit ruhigem Gewissen die Tour weiter fortsetzen.

Gerade haben wir einen kleinen Spaziergang durch die schöne Altstadt gemacht, uns beim Italiener mit Pasta und einem Radler für die morgige Tour nach Hamm gestärkt. Nun heißt es, Beine und Arme hochlegen und relaxen.

 

Lily und Nora berichten von der ersten Etappe

Römer-Lippe-Tour

Tag 1: Detmold – Paderborn

Direkt um 10 Uhr starteten wir vom Hotel zur Route. Dank der GPS-Daten haben wir die Zufahrt sehr schnell gefunden – Schilder vom Hotel zur Route fehlten leider.

Insgesamt war die Fahrt sehr harmonisch und der Radweg ist im Allgemeinen als barrierefrei zu bezeichnen. Die Fahrt durch den Wald und durch Täler trägt zur Erholung bei. Als Positiv ist auch der breite Radweg auf zumeist unbefahrenen Straßen durch den Wald und über Felder, zu bezeichnen. Die Straßen wiesen keine größeren Schäden auf und waren am Rand auch nicht abschüssig, so dass ein gemütliches Fahren viel Spaß mit sich brachte.

Die Route konnte leider nicht am Hermanns-Denkmal starten, da der Aufstieg zu steil ist. Von daher traten wir den direkten Weg durch den Teutoburger Wald zu den Externsteinen und weiter über Bad Lippspringe bis ins Zentrum nach Paderborn an.

Als ungünstig erwies sich eine enorme Steigung Richtung Holthausen mit etwa 15%. Diese Steigung wird mit zunehmender Einschränkung zu einer enormen Barriere. Hier könnte ein „Umweg“ mit einem flacheren Anstieg, eine gute Alternative darstellen.

Auch einige Stellen im Wald waren durch sehr viel Schotter, gerade in Senken, nicht ganz ungefährlich.

In Bad Lippspringe gab es die Schwierigkeit, dass der Radweg ohne abgesenkten Bordstein einfach endete (siehe Foto). Auf einem weiteren Streckenabschnitt verhinderten Leitplanken ein einfaches Überqueren der Straße, da diese aber so aufgestellt sind, dass ein direktes Durchfahren mit dem Handbike nicht möglich ist (Foto 2). Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Nach 5 Stunden mit einer 1stündigen Pause in Bad Lippspringe sind wir gut durchgefroren in Paderborn angekommen. Es bewahrheitete sich jedoch der Spruch, „Wenn man in Paderborn ankommt, läuten die Glocken, oder es regnet.“ Wieder aufgewärmt und im leichten Nieselregnen rundeten wir den Tag mit einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt von Paderborn ab.

Nora Hansel und Lily Anggreny

Auf geht's Mädels! Start in Detmold

Gut wenn helfende Hände dabei sind. Jürgen Finke und Jürgen Menke vom Radsportverban NRW begleiten die erste Etappe
Start am barrierefreien Hotel Elisabeth in Detmold
Anfangs sieht es noch nicht nach Radweg aus...
Gleich erreichen die beiden Radsportlerinnen die Externsteine!
Jürgen, Lily, Nora und Jürgen haben es geschafft - die Natursehenswürdigkeit ist erreicht!
Absprache zum nächsten Treffpunkt: Hans-Peter Mlinaric begleitet die Tour und transportiert das Gepäck

 

Lily Anggreny und Nora Hansel sind gestartet

Die Römer-Lippe-Route beginnt mit einer anspruchsvollen Etappe

 

Am 9.4. starteten Lily Anggreny im Handbike und Nora Hansel auf dem Rennrad die erste und wohl schwierigste Etappe der Römer-Lippe-Route (RLR). Vom barrierefreien Hotel Elisabeth in Detmold ging es bei nur 8 Grad los. Bernd Potthoff, Vorsitzender des Radsportverbandes NRW Bez. Ostwestfalen-Lippe war zur Verabschiedung gekommen und wünschte den Starterinnen viel Erfolg und Spaß. Den Gepäcktransport und als Soforthelfer in unvorhergesehenen Situationen begleitet Hans-Peter Mlinaric den Tross im PKW.

Begleitet von zwei ortskundigen Radsportlern, Jürgen Finke – Fachwart beim Radsportverband NRW und Jürgen Menke vom Radsportverein Schloß Neuhaus nahmen Lily und Nora die ersten steilen und anstrengenden Steigungen in Angriff. Für Handbike-Fahrer eine echte Herausforderung!

Erste Zwischenstation machte das Team und seine Begleiter an den berühmten Externsteinen, einer markanten Sandstein-Felsformation im Teutoburger Wald und einer herausragenden Natursehenswürdigkeit.  

Die heutige Etappe endet in Paderborn und ab da wird das Streckenprofil deutlich flacher ausfallen.

Danach geht es Weiter nach Hamm, am Samstag dann bis Haltern am See und am Sonntag steht mit der Fahrt nach Xanten die Schluss-Etappe an.

 

 

 

Barrierefreie Fernradwege?

 

Sowohl der RuhrtalRadweg als auch die Römer-Lippe-Route gehören zu den bekanntesten Radfernwegen in Nordrhein-Westfalen und stehen alljährlich auf der Wunschliste vieler Radurlauber. Doch kommen wirklich alle Urlaubsgäste auf den Flussradwegen zurecht?

Dies möchte die Ruhr Tourismus GmbH als Projektträgerin des RuhrtalRadwegs und der Römer-Lippe-Route für „ihre“ Radwege herausfinden und baut dabei auf die Unterstützung des Behinderten-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen und des Radsportverbandes Nordrhein-Westfalen.

Die Auftakt-Pressekonferenz zu der Erkundungstour in der kommenden Woche fand am 2.April im Essener Hotel Franz statt, das barrierefrei gestaltet ist und bereits das Qualitätssiegel „Bed & Bike“ führen darf.

 

Der Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, Axel Biermann, stellte die Radwege und die Landschaften, durch die diese führen vor und verwies auf die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten, die die Radwanderer erleben können.

Auf Weltmeister und Paralympics-Medaillengewinner Hans-Peter Durst und seine Frau, die den RuhrtalRadweg fahren und Lily Anggreny, eine der erfolgreichsten DBS Athletinnen im Rennrolli und Handbike sowie Nora Hansel, Para-Triathletin und erfolgreiche Radrennfahrerin (Römer-Lippe-Route) warten zahlreiche Erlebnisse.

Lily Anggreny, die auf der Pressekonferenz zu ihren Erfahrungen bzgl. barrierefreier Radwege befragt wurde, betonte die Dringlichkeit des Ausbaues der Radwege. Gerade sportlich, schnelle Fahrer seien oft gezwungen, auf der Straße zu fahren, was sehr gefährlich sei.

 

Dieter Keuther (Behinderte-Sportverband) und Stefan Rosiejak (Radsportverband NRW) verwiesen auf die junge Kooperation der beiden Verbände, die nicht nur im Bereich des Leistungssports zusammenarbeiten wollen, sondern auch den Familien- und Breitensport im Blick haben. Inklusion und Barrierefreiheit sind dabei zentrale Themen.

 

„Wir erhoffen uns von der Befahrung wichtige Hinweise, wo wir für barrierefreies Reisen noch Hausaufgaben erledigen müssen“, blickt Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, erwartungsfroh auf den bevorstehenden Test. Problemstellen, die im Rahmen des Praxistests benannt werden, sollen in Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Kommunen mittelfristig behoben oder zumindest entschärft werden. Biermann weiter: „Es wäre natürlich ideal, wenn wir künftig zumindest Teilstrecken der beiden Radwege als attraktive, barrierefreie Reiseprodukte verstärkt bewerben könnten.“

 

Beim RuhrtalRadweg (230 km) stehen für Hans-Peter Durst und seine Frau vier Übernachtungen auf der Strecke von Winterberg nach Duisburg auf dem Programm. Abfahrt ist am Dienstag 8.4. in Winterberg, weitere Stationen sind Arnsberg, Hagen und Essen. Ankunft in Duisburg ist am 11.4. in Duisburg gegen 14.30 Uhr.