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21.11.2017 : 1:31 : +0100

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


Weltpremiere: Erste WM im G-Judo in Köln

Erstmalig fanden offizielle Weltmeisterschaften im G-Judo statt. Rund 106 Judoka mit Behinderung aus 13 Nationen waren nach Köln gekommen, um bei dieser Weltpremiere dabei zu sein.

Timo Karmasch (li.) aus Hünxe wurde einer der ersten G-Judo-Weltmeister. Foto: Baron Felix von Solemacher

Nach über 200 Kämpfen in den Wettkampfklassen 1 und 2 standen am Nachmittag des 22. Oktobers die ersten Weltmeisterinnen und Weltmeister in der Geschichte des G-Judo fest. Ausgerichtet wurde die 1. Offizielle WM vom Kölner Verein VG Project e.V. in der Sportstadt Köln. Veranstalter IJF (International Judo Federation) wurde vom DJB (Deutscher Judo Bund) vertreten und durch die internationale INAS und den DBS/NPC unterstützt.

Die Schirmherrschaft des historischen Sportereignisses hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen. Dieses Leuchtfeuer, die 1. Offizielle Weltmeisterschaft Judo Id-/G-Judo wurde mit dem offiziellen Segen des Papstes und des Kölner Kardinals Woelki, durch Domprobst a.D. Dr. Feldhoff eröffnet.

Peter Frese, Präsident des Deutschen Judo Bundes, betonte die Bedeutung der Veranstaltung für die deutsche Judolandschaft: "Diese Veranstaltung war sehr wichtig für den Stellenwert des G-Judo innerhalb des DJB und der gesamten Judofamilie. Köln ist der richtige Ort für die Weltmeisterschaft, für die Inklusion. Es kamen Zuschauer aus allen gesellschaftlichen Bereichen, behinderte und nicht-behinderte Menschen, in Mannschaften, als Zuschauer und Helfer. Wir machen weiter so, um noch mehr Menschen für diesen Sport zu gewinnen."

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte bereits beim Rathaus
Empfang am Donnerstag, den 19. Oktober, die Nationen Teams im Namen der
Stadt Köln begrüßt.

Die Würde und Achtung, der Respekt und Bedeutung den die Stadt Köln den
Teams und der 1. WM G-Judo entgegenbrachte, wurde durch Eintragungen ins
Gästebuch der Stadt Köln, durch den Initialgeber dem gebürtigen Kölner Victor
Gdowczok (Ehrenpräsident VG-Project e.V.) G-Judoka, Friedhelm Julius Beucher
(Präsident DBS/NPS), Peter Frese (Präsident DJB – i.V. IJF) und Domprobst a.D.
Dr. Norbert Feldhoff, deutlich dokumentiert.

Mit Sicherheit hat das G-Judo einige neue Fans aus den Zuschauern gewonnen, die in den ASV Hallen Köln die besondere Atmosphäre des G-Judo erlebten. Die Veranstaltung war geprägt von intensiven Begegnungen auf der Matte, bei denen sich die Athletinnen und Athleten nichts schenkten und den Zuschauern spannende Kämpfe boten. Die Ergebnisse der einzelnen Kämpfe können auf der Website des Veranstalters www.judobund.de und www.wm-idjudo.cologne eingesehen werden. Es wurde deutlich, dass sich das G-Judo
besonders durch die Fairness und den gegenseitigen Respekt auszeichnet, die
die Judoka sich entgegenbringen: am Ende jedes Kampfes freuten sich die Kontrahenten auch für den Gegner und wurden von den Zuschauern lautstark bejubelt.

Klaus Gdowczok, Veranstalter und Vorsitzender des VG Project e.V., zieht nach der finalen Siegerehrung das Resümee: "Eine würdige WM, die Dank der vielen Helfer realisiert werden konnte. So viele Nationen in Köln zu Gast zu haben, hat uns sehr viel Freude bereitet." Die Veranstaltung wurde u.a. unterstützt von den Alexianer Werkstätten Köln im Verbund mit der Gemeinnützige Werkstätten Köln GmbH, der Aktion Mensch, der Gold-Krämer-Stiftung, der
Kämpgen Stiftung, der Stadt Köln und dem Land NRW.

Auch Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Behindertensportverbandes/NPC, zeigte sich begeistert über die WM und sieht darin einen Meilenstein für den Bereich G-Judo: "Ein klassischer Auftakt für weltweites Kräftemessen im G-Judo. Die Sportler und Sportlerinnen haben es verdient, dass internationale Folgemeisterschaften stattfinden."

Den nächsten wichtigen Schritt für den Sport sehen die Veranstalter deshalb darin, das G-Judo in den paraolympischen Bereich aufzunehmen. Fest steht nach diesem großartigen Auftakt schon jetzt, dass es von nun an alle 2 Jahre eine WM geben wird. Es wurde über die IFoN für die Niederlande, vertreten durch den Holländer Rudi Verhagen ein Antrag für die nächste WM bereits gefertigt und wird in den nächsten Tagen durch die IFoN der IJF, der
Internationalen Judo Föderation, vorgelegt werden können.

In einem Jahr bereits, wird durch die einzigartige Dynamik dieses Leuchtfeuers, der 1. Offiziellen Judo Weltmeisterschaft Id-/G-Judo, unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und dem offiziellen Segen des Papstes Franziskus, sowie der Top Ausrichtung von VG-Project e.V. in Köln, eine offizielle Europameisterschaft der EJU in England stattfinden.

10.11.2017 08:15 Alter: 11 Tage