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22.4.2019 : 18:35 : +0200
Förderkonzept aktiv-dabei

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


TalentTag Köln: Auf Entdeckungstour

Köln. Tokio, Paris, Los Angeles – kaum ein Kind mit Behinderung träumt nicht davon, später mal selbst bei den Paralympics aktiv zu werden.

Foto: BRSNW
Foto: BRSNW
Foto: BRSNW
Foto: BRSNW
Foto: BRSNW

Der TalentTag des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Nordrhein-Westfalen (BRSNW) und der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ), gefördert durch J.P. Morgan, am Donnerstag an der Sporthochschule in Köln gab den ein oder anderen Jungs und Mädchen eine erste Bühne, ihre Talente auszutesten, um vielleicht bald die große paralympische Bühne zu erobern. Andere hingegen wollten einfach nur Spaß haben und möglichst viele Sportarten ausprobieren.

"Ein bisschen groß, aber ich komme klar", sagt Luca und blickt um sich. Der Neunjährige sitzt etwas verloren in seinem großen Rollstuhl aus. Doch das passt ja irgendwie, denn beim "TalentTag" BRSNW tritt der Nachwuchs in große Fußstapfen. Bekannte Parasportler*innen haben einst den TalentTag als erste Möglichkeit genutzt, sich in den Sportarten für Menschen mit Behinderung auszutesten und schließlich Paradedisziplinen zu finden.

Schaffe ich es im Rollstuhl sitzend eine Rampe zu überwinden? Kann ich beim Tischball mit verbundenen Augen ein Tor schießen? Wie komme ich mit meiner Behinderung unter Wasser zurecht? Beim TalentTag an der Deutschen Sporthochschule Köln konnten sich rund 130 Schüler mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten diesen Herausforderungen stellen. „Am heutigen Tag steht das Entdecken der Sportangebote im Vordergrund“, sagt Nikolai Hirt von der Sportstadt Köln e.V. Gemeinsam mit talentierten Schüler*innen könne man dann einen passenden Sportverein suchen. Der BRSNW war mit Sportgeräten, Rollstühlen und unzähligen Helfer*innen aktiv dabei.

So konnten sich die Schüler*innen beim Rollstuhlparcours unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Pylone, eine Wippe und eine Rampe mussten überwunden werden. Auf einer runden Platte mit einem circa 1,40 Meter großen Durchmesser sollten sich die Schüler einmal um die eigene Achse drehen. „Wenn ein Badezimmer zum Beispiel in einem Hotel nur bedingt barrierefrei ist, müssen sich Rollstuhlfahrer auf diesem engen Platz drehen können“, erklärt Malin Hohmann, Studentin der Sporthochschule Köln und Mitglied im Jugendausschuss des BRSNW.

Gefühl und Konzentration war auch im Schwimmzentrum gefordert. Der 12-jährige Samuel saß mit großen Augen am Beckenrand und blickte seinem ersten Tauchgang entgegen. Zum ersten Mal gab der TalentTag Kindern mit Behinderung die Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes „abzutauchen“ und unter Wasser aktiv zu sein.

Darüber hinaus waren die Sportarten Goalball und Tischball für Menschen mit Sehbehinderung echte Highlights. Tischtennis, Rollstuhltennis, Riesenball und Rollstuhlbasketball rundeten ein tolles Programm ab.

Nächste Ziele der TalentTage in Nordrhein-Westfalen sind Bottrop, Düsseldorf und Wiehl. In Bottrop stehen im Juni die Sportarten Para Leichtathletik, Handbike und der Rollstuhlparcours im Vordergrund. Auf den 10. und 11. Juli in Düsseldorf dürfen sich vor allem Kinder und Jugendliche mit Sehbehinderung freuen, wenn sich alles rund um Blindenfußball dreht. Dazu wurden Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Sehen aus Düsseldorf eingeladen. Ein wintersportliches Highlight bildet der abschließende TalentTag im September in der Sportschule Wiehl. Dort, wo die Penguins zuhause sind, können die Sportarten Para Eishockey und Para Curling kennengelernt und ausprobiert werden. Die genaue Terminierung der Talenttage in Bottrop und Wiehl wird noch bekannt gegeben.

08.02.2019 08:16 Alter: 73 Tage