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16.12.2018 : 5:02 : +0100

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


Schalker FIFA-Spieler Tim Latka im Sportcenter: "ES GEHT NUR UM FINGER UND KOPF“

Der 20-jährige Esportspieler war am Stand von Schalke hilft! im BRSNW-Sportcenter 2018 Teil der REHACARE 2018 und sprach mit dem BRSNW.

Foto: Christian Müller
Foto: Christian Müller
Foto: Christian Müller

Düsseldorf/Duisburg, 08. Oktober 2018. Tim Schwartmann ist 20 Jahre alt. Er ist einer dieser jungen Menschen, die beim Blick auf die  Spielekonsole nicht ruhig bleiben können. Vielen ist er besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Tim Latka“, denn der gebürtige Gladbecker ist professioneller FIFA-Spieler bei Schalke 04. In seiner Disziplin gehört er zu den 50 besten Spielern der Welt. In diesem Jahr hat Tim Latka die REHACARE 2018 bei der Messe Düsseldorf besucht.  

Am Stand von Schalke hilft! und  S04 Esports im Sportcenter des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Nordrhein-Westfalen e.V. (BRSNW) war er kompetenter Ansprechpartner für Besucherinnen und Besucher. Zweifelsohne durfte er sich auch mit dem ein oder anderen Herausforderer messen. Denn im Esport geht es vor allem um das direkte Duell an der Konsole oder dem Computer. „FIFA ist ein Einzelspieler-Titel. Jeder spielt  für sich“, sagt Latka, der sich online aber auch offline mit Spielerinnen und Spielern aus aller Welt misst. „Online können wir uns für internationale Turniere qualifizieren.“ Wie bei jeder anderen Sportart sei regelmäßiges Training der Schlüssel zum Erfolg. Von Montag bis Donnerstag trainiert er täglich jeweils bis zu fünf Stunden. An jedem Wochenende spielen er und sieben bis acht Millionen andere Spieler auf der Welt 30 Spiele, um sich für weiterführende Wettbewerbe zu qualifizieren.

Esport bietet für Menschen mit Behinderung Chancen der Teilhabe, das hat auch Latka bei seinem Besuch im BRSNW-Sportcenter erfahren. „Die Gespräche mit den verschiedenen Menschen am Stand haben mir nochmal gezeigt, dass die Möglichkeiten der Teilhabe  am Esport für viele Menschen gegeben ist.“ Unter anderem waren der BRSNW-Vorsitzende Reinhard Schneider, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher, und der Präsident des Westdeutschen Fubßballverbandes, Hermann Korfmacher, interessierte Zuhörer des Profispielers. Was wichtig im Esport ist? „Einzig die Leistung im Spiel“, sagt Tim Latka. Er ist sich sicher, dass er in der Vergangenheit bereits mit Menschen mit Behinderung online duelliert hat. „Letztendlich weiß ich nicht, gegen wen ich online antrete. Es geht einzig um die Fertigkeiten am Controller.“ Beim Blick in die Zukunft gibt sich Latka optimistisch: „Ich bin sicher, dass es bald eine FIFA Esport-Bundesliga geben wird. Viele Bundesligavereine haben den Esport bereits für sich entdeckt.“ Ebenfalls glaubt Latka langfristig an Fernsehübertragungen, beispielsweise vor Bundesspielen.

Auch abseits des Schalke-Standes hatte der Schalker Zeit für einen kurzen Rundgang im Sportcenter und war begeistert: „Ich habe hier viele positive Eindrücke mitnehmen können. Das Sportcenter bietet tolle Möglichkeiten, sportlich aktiv zu werden - für Menschen mit und ohne Behinderung.“

08.10.2018 09:33 Alter: 69 Tage