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21.11.2017 : 1:42 : +0100

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


Rückblick auf die 6. Offenen Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften

Der Marienburger Sport-Club (MSC) bot bereits zum sechsten Mal beste Rahmenbedingungen für die Offenen Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften der Gold-Kraemer-Stiftung. Das spätsommerliche Wetter tat ein Übriges dazu, so dass die Stimmung und die sportlichen Leistungen der insgesamt 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmten.

Thomas Reiche (l.) aus Köln-Weiden unterliegt im Einzelwettbewerb Dominik Lust aus Mannheim erst im dritten Satz im Tiebreak. Foto: Gold-Kraemer-Stiftung.
Nach dem Jura-Studium wieder erfolgreicher Stammgast bei den Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften: Der Mannheimer Dominik Lust. Foto: Gold-Kraemer-Stiftung.

Auf Einladung der Stiftung kamen Breiten- und Nachwuchssportlerinnen und -sportler aus ganz Deutschland nach Köln. Allerdings nicht nur, um sich sportlich zu messen: „Beim Turnier trifft sich nun schon seit Jahren die deutsche Rollstuhltennis-Szene, um sich auszutauschen und soziale Kontakte zu pflegen. So haben wir dieses Jahr viele bekannte Gesichter gesehen, aber auch Sportlerinnen und Sportler, die zum ersten Mal dabei waren“, freute sich Niklas Höfken, der Koordinator des Turniers.

Mit dem 27-jährigen Dominik Lust aus Mannheim war ein „Stammgast“ nach Köln gekommen, der nach einigen Jahren der Unterbrechung bedingt durch das Studium eine großartige sportliche Vorstellung ablieferte. Seine Leistungen krönte Lust mit dem Titel im Einzel. Den 47-jährigen Kölner Thomas Reiche verwies er im Finale nach drei Sätzen im Tiebreak auf den zweiten Platz. „Ich habe erst über den Kampf zu meinem Spiel gefunden, hatte am Ende auch das nötige Glück und bin sehr zufrieden“, so der Mannheimer der seit 12 Jahren Rollstuhltennis spielt und nicht nur im deutschen Turnierzirkel Zuhause ist. Auch internationale Turniere bestreitet der für die Mannheimer TG Vogelstang spielende Juraabsolvent.

Nach 12 Jahren Tennispause konnte aber auch der in Weiden lebende Thomas Reiche mit dem zweiten Platz hoch zufrieden sein. „Ich stehe erst seit Kurzem wieder auf dem Platz und brauche Spielpraxis. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder beim Turnier dabei und dann gibt es eine Revanche“, so der zweifache Familienvater, der schon als Jugendlicher den Tennissport für sich entdeckt hatte. Durch einen Verkehrsunfall sitzt Reiche im Rollstuhl, ist dem Tennissport aber weiter treu geblieben.

Mit 16 Jahren schaffte es Joana Reimbach aus Stolberg auch auf das Siegertreppchen. Sie gewann den Nachwuchscup, mit dem die Gold-Kraemer-Stiftung junge Kinder und Jugendliche im Rollstuhltennis fördert. Siegreich im Doppel waren Alfred Hovestadt aus Bremen und Chirstopher Goer aus Köln.

Die Siegerehrung übernahm stellvertretend für die Schirmherrin, Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes zusammen mit dem Vorsitzenden des MSC, Andreas Müller-Wiedenhorn, und Dr. Volker Anneken, dem Fachgeschäftsführer der Gold-Kraemer-Stiftung. Die Partner unterstrichen im Rahmen der Siegerehrung die Öffnung des Tennissport für Menschen mit Behinderung zur Förderung der eigenen Lebensqualität und sozialen Teilhabe am Vereinsleben. Über das ganze Jahr hinweg finden auf der barrierefreien Anlage des MSC Trainingsangebote und Wettkämpfe für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung statt.

Die Offenen Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften sind eine offizielle Veranstaltung im Kölner Sportjahr. Sie finden in Gedenken an die 2015 verstorbene ehemalige paralympische Weltklassespielerin Regina Isecke statt. Sie war die Wegbereiterin für Rollstuhltennis als Breitensport in Deutschland.

(Quelle: Gold-Kraemer-Stiftung)

12.09.2017 14:50 Alter: 69 Tage