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16.12.2018 : 4:18 : +0100

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


Rekorde und Bestleistungen für Leichtathleten in Erfurt

Bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Erfurt sorgten die Athleten aus NRW für zahlreiche Bestzeiten und -weiten.

Das Team vom TSV Bayer 04 Leverkusen reiste mit 15 Athleten zur Hallen-DM nach Erfurt.

Acht deutsche Meistertitel, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen waren die Ausbeute der Para Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt. Dazu gab es fünf deutsche Rekorde und elf persönliche Bestleistungen für das mit 15 Athleten größte Team, das für die Meisterschaften gemeldet hatte.

Als Medaillensammler entpuppte sich dabei vor allem Noah Bodelier: Der 14-Jährige gewann im Kugelstoßen, Speerwurf und Weitsprung Gold und dazu Silber über 60 Meter. Im Weitsprung mit 4,63 Metern und im Speerwurf mit 35,05 Metern stellte er gleichzeitig eine neue persönliche Bestleistung auf.

Doppelt Gold gab es auch für Johannes Bessell und Annette Weiß, die beide über 800 und 3000 Meter jeweils neue deutsche Rekorde in ihrer Startklasse aufstellten. Bessell verbesserte sich in einem von vorne gelaufenen Rennen über 800 Meter um knapp zwei Sekunden auf 2:07,80 Minuten.

Maria Tietze und Firat Cangir sprangen im Weitsprung zu Bronze, wobei Cangir mit 3,35 Metern ebenso wie mit 10,09 Sekunden über 60 und 34,60 Sekunden über 200 Meter neue Bestzeiten sprintete. Für Moritz Hoffmann gab es eine persönliche Bestleistung in 27,47 Sekunden über 200 Meter, für Aaron Thiekötter mit 3,82 eine im Weitsprung.

Tragischer Held war Moritz Raykowski, der in 59,12 Sekunden ein mutiges Rennen lief und sich schon über den deutschen Meistertitel und einen neuen deutschen Hallenrekord freute, dann aber disqualifiziert wurde, weil er aus dem Innenraum angefeuert worden war.

Lenny Gerber, der jüngste Teilnehmer, stellte zwei neue Bestleistungen auf: Im Weitsprung sprang er 3,07 Meter, über 60 Meter sprintete er 11,54 Sekunden.

Das erfolgreiche Wurf-Team führte Paul Heldt an, der mit dem Speer Gold und mit der Kugel Silber gewann, zweites in persönlicher Bestweite von 5,67 Meter. Julia Koball, Sali Fuseini und Moritz Gerlach freuten sich jeweils über Bronzemedaillen im Speerwurf, wobei in der Kälte Erfurts harte Bedingungen beim Winterwurf aufwarteten. Für Fuseini gab es zudem Silber mit dem Diskus, auch wenn er mit seinen Weiten nicht zufrieden war. Fabian Oberscheidt im Kugelstoßen mit 5,97 Metern stieß eine neue Bestweite.

Trainerin Sara Grädtke sagte am Ende eines langen Tages: "Es hat Spaß gemacht, auch wenn man einigen deutlich angemerkt hat, dass bei ihren ersten deutschen Meisterschaften die Nervosität eine große Rolle gespielt hat. Ab jetzt ist wieder Vorbereitung auf den Sommer angesagt."

Das Wattenscheider Team um TV01-Trainerin Simone Lüth hat bei den Deutschen Para-Meisterschaften in Erfurt auf ganzer Linie überzeugt. Sieben Medaillen - darunter vier Titel - und ein Deutscher Rekord - so lautet die stattliche Ausbeute. "Wir sind rundum zufrieden", freut sich Lüth.

Ein bärenstarkes Rennen zeigte Sprint-Ass Dennis Rill, der über 200 Meter in einer Zeit von 25,24 Sekunden zu einem neuen Deutschen Rekord in seiner Klasse stürmte und sich den Vizemeistertitel sicherte. Neben Platz vier im Weitsprung (5,03 Meter) landete Rill einen weiteren Coup über 60 Meter, wo er sich mit starken 7,77 Sekunden gegen seinen favorisierten Teamkollegen Marcel Böttger (7,84 Sekunden) durchsetzte. "Dennis hat sich ganz überraschend den Titel geschnappt und auch über 200 Meter einen super Schlussspurt gezeigt. Marcel war über 60 Meter noch ziemlich geschafft von seinem 200 Meter-Lauf, bei dem er anschließend noch disqualifiziert wurde", berichtet Lüth. Doch auch Böttger durfte über einen DM-Titel jubeln: Im Weitsprung setzte er sich mit einer Weite von 5,55 Metern souverän durch.

In einem kuriosen 60 Meter-Lauf dominierte das TV01-Aushängeschild Katrin Müller-Rottgardt mit einer soliden Zeit von 8,66 Sekunden. Während die Athletinnen an der Startlinie standen und eigentlich ihren Vorlauf absolvieren sollten, wurde das Rennen kurzerhand zum Finale erklärt. Als Siebtplatzierte lief Uta Streckert in einer Zeit von 10,67 Sekunden bis auf vier Hundertstelsekunden an den Deutschen Rekord ihrer Klasse heran. "Sie ist sehr gut gelaufen und hat auch über 200 Meter eine sehr gute Zeit hingelegt", freut sich Simone Lüth. In 37,47 Sekunden belegte Streckert Platz fünf.

Einen weiteren Titel sicherte sich Müller-Rottgardt ingefährdet im 400 Meter-Lauf, den sie in einer Zeit von 1:06,01 Minuten gewann. Außerdem erreichte sie Platz im Weisprung mit einer Weite von 4,88 Metern. "Wir haben verschiedene Anläufe ausprobiert und viel experimentiert. Es hat alles geklappt und ihre Weite ist absolut zufriedenstellend", so Lüth.

Für Paralympics-Sieger und Weltmeister Sebastian Dietz (BSG Bad Oeynhausen) wurde es diesmal "nur" Platz 2 im Kugelstoßen. Mit 13,53m nur einen Zentimeter kürzer reihte sich Dietz hinter dem Paralympics-Sieger und Weltmeister der Klasse F41, Niko Kappel (Sindelfingen) ein. In einem hochklassigen Wettbewerb belegte Paralympics-Teilnehmer Frank Tinnemeier (Hillentrup) mit 13,41m den dritten Rang.

Alle Ergebnisse gibt es hier: http://team-thomas.org

Deutscher Rekord für Irmgard Bensusan

Für das Highlight des Wochenendes sorgte dann Irmgard Bensusan. Die Athletin von Stefan Press hat am Sonntag beim Muller Indoor Grand Prix in Glasgow einen neuen deutschen Rekord über 60 Meter aufgestellt. Die 27-Jährige sprintete in 8,24 Sekunden vor der geballten europäischen Konkurrenz auf Platz eins, verbesserte ihre erst kürzlich aufgestellte Bestzeit um 12 Hundertstel und ließ 100-Meter-Weltmeisterin Sophie Kamlish in 8,47 Sekunden deutlich hinter sich

26.02.2018 14:52 Alter: 293 Tage