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25.5.2017 : 10:45 : +0200
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Morbus Parkinson und Sport

BRSNW-Sportvereine und dPV-Selbsthilfegruppen schaffen gemeinsam neue Angebote in der Region Niederrhein.

Tanzlehrerin Margret Hey zeigte Praxisbeispiele.
"Wichtig ist, dass die Bewegungen einfach und umsetzbar sind", sagte Hey.
Arnd Köster gab Tipps zur Gründung von Sportgruppen. Fotos: BRSNW

Am Samstag, 13. Mai 2017, trafen sich mehr als 50 Teilnehmer/-innen zur Kooperationsveranstaltung in Mülheim an der Ruhr. Der Behinderten- und Rehabilitationssportverein Nordrhein-Westfalen (BRSNW) und die deutsche Parkinson Vereinigung (dPV) hatten zum Kick off für neue Rehabilitationssportgruppen in der Region Niederrhein eingeladen. BRSNW-Sportvereine und dPV-Selbsthilfegruppen folgten der Einladung, ebenso wie Ärzte/-innen und Fachkliniken, die als Netzwerkpartner eingebunden sind.

Dr. Georg Schick vom BRSNW führte durch das Programm des Arbeitstreffens, das neben Vorträgen und Praxisbeispielen vor allem Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch bot. Unter besonderer Beachtung des Heilmittels Physiotherapie zeigte Professor Dr. Siegfried Muhlack vom Universitätsklinikum der RU Bochum den Stellenwert körperlicher Aktivität in den neuen Leitlinien zur Therapie der Parkinson-Krankheit auf. Über den Rehasport als ergänzende Leistung zur medizinischen Rehabilitation informierte BRSNW-Referent Arnd Köster. Als Ergänzung physiotherapeutischer Behandlung dient der Rehasport auch der psychosozialen Stabilisierung Parkinson-Betroffener. Inhaltliche Vielfalt, Spaß, Freude und Gemeinschaft in der Rehasportgruppe motivieren zu regelmäßigem und dauerhaftem Sporttreiben.

Wie das gelingen kann, machte Tanzlehrerin und BRSNW-Referentin Margret Hey mit Praxisbeispielen deutlich. Hier konnten die Veranstaltungsteilnehmer selbst erfahren, was Freude an der Bewegung in der Gruppe bedeutet. Bewegung zu Musik, bei der jeder sofort mitmachen kann, macht Spaß und stärkt das Gruppengefühl. Hey: "Wichtig ist, dass die Bewegungen einfach und sofort umsetzbar sind."

Arnd Köster gab der kreativen Ideensammlung und dem regen Erfahrungsaustausch auf dem Arbeitstreffen Struktur. Die Veranstaltungsteilnehmer erhielten wertvolle Tipps und Hilfestellung zur Gründung von Sportgruppen und zur Angebotsentwicklung.

Gemeinsam wollen die beteiligten Akteure nun weiter daran arbeiten, die Schnittstellen von Fachkliniken, niedergelassenen Ärzten/-innen, dPV-Regionalgruppen und BRSNW-Parkinsongruppen besser zu nutzen und im Sinne einer Reha-Kette zu optimieren. Als nächster Schritt der Kooperation ist eine praxisorientierte Fortbildung geplant. Das Tandem aus dPV-Selbsthilfegruppen und BRSNW-Sportvereinen soll weiter gestärkt werden.

15.05.2017 10:31 Alter: 10 Tage