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25.5.2017 : 10:40 : +0200
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Kein Happy End für die Köln 99ers in der Euroleague

Die Köln 99ers haben sich auf der europäischen Bühne beim Euroleague-Turnier in Nottwil (Schweiz) mit einer starken Teamleistung präsentiert und aus der Verletzungsmisere der letzten Wochen das Beste herausgeholt.

Die Köln 99ers (in rot) konnten sich in Nottwil nicht für die Finalrunde qualifizieren. Foto: Markus Binda

Erfreulich war, dass Naohiro nach seinem 2-wöchigem Krankenhausaufenthalt wieder zum Team zurückkehren konnte und am 2. Turniertag auch endlich wieder eingesetzt werden konnte. Jordan Luce hingegen musste verletzungsbedingt seine Saison für die 99ers beenden und war bereits vor dem Turnier in seine Heimat zurückgekehrt. Auch wenn es für die Qualifikation zu den Finalturnieren nicht gereicht hat, können die Spieler und Headcoach Mathew Foden erhobenen Hauptes und stolz die Rückreise antreten.

„Dass wir ein tolles Team haben, war uns schon lange bewusst, dass dann bei so einem Topevent Helen Freeman und Akira Toyoshima ins AllstarTeam gewählt werden, zeigt zusätzlich die individuelle Klasse die wir im Team haben“, so Manager Sedat Özbicerler.

Gleich zu Beginn des Turniers galt es, sich gegen den Ausrichter Pilatus Dragons, die ein tolles Event auf die Beine gestellt haben, zu behaupten. Mit Helen Freeman (14), Mareike Miller (12) und Akira Toyoshima (14) hatten die Domstädter gleich 3 Spieler, die zweistellig einnetzten. Nach einem starken Start musste man sich hier aber mit zunehmender Spieldauer mit 65:50 den starken Gastgebern geschlagen geben.

Auch in der zweiten Partie des ersten Spieltages gegen den späteren Turniersieger Kardemir Karabükspor kamen Mari Amimoto (10), Akira Toyoshima (13) und Mareike Miller (20) zu zweistelligen Scores. An der deutlichen Niederlage änderte dies allerdings nichts. Das türkische Team konnte nach Belieben seine großen Spieler in die Kölner Zone bringen und verdient mit 55:93 gewinnen.

Nun galt es, die beiden Niederlagen wegzustecken und sich auf den zweiten Spieltag zu konzentrieren. Hier warteten dann die Teams aus Frankreich und Russland auf die 99ers und es galt, beide Begegnungen zu gewinnen, um noch einen Startplatz für die Finalrunde Ende April zu erreichen.

Beim ersten Spiel gegen Meylan kamen die Kölner sehr stark ins Spiel und erspielten sich bereits nach 10 Minuten ein kleines 20:12 Polster, dass sie bis zur Halbzeit mit 34:26 behaupteten. Nach dem Seitenwechsel kamen die Franzosen stark zurück in die Partie und eroberten sich Mitte des 3. Viertels erstmals eine 36:38 Führung, die sie bis zum Viertelende bis auf 39:43 ausbauen konnten. Im Schlussviertel konnten die 99ers zunächst den Rückstand nicht weiter verringern. Erst mit der Einwechslung von Naohiro Murakami, der aufgrund seiner Verletzung bis dahin geschont wurde, läuteten die Domstädter 6 Minuten vor Spielende die Wende ein. Durchs ganze Team ging förmlich ein Ruck und man fand wieder zum Spielfluss aus der ersten Halbzeit zurück. Am Ende wurde das Team mit dem ersten 61:53 Sieg belohnt.

Damit hatten sich die 99ers ein Finalspiel gegen das starke russische Team, die zuvor die Gastgeber überraschend schlagen konnten, erspielt. Hier galt es die körperliche Größenüberlegenheit mit schnellen Spielzügen zu kompensieren. Das Team BasKi startete zunächst über ihre großen Center gut ins Spiel und hatte nach 10 Minuten bereits eine 10:16 Führung erspielt. Köln hielt geduldig dagegen und konnte das zweite Viertel mit 11:8 für sich entscheiden. Auf die Zuschauer in der Halle aber auch auf die zahlreichen Kölner Fans die vor den heimischen Bildschirmen mitfieberten, wartete also eine spannende zweite Halbzeit. Mit dem Seitenwechsel legten die Kölner nun auch noch einen Gang zu. Binnen weniger Minuten hatten sie dann auch die Führung zum 33:32 erobert und bauten diese sogar bis auf 42:34 aus.

Durch den Sieg von BasKi mussten die Domstädter dieses Spiel mindestens mit 11 Punkten Differenz gewinnen. Man war also auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Doch zwei Minuten vor Ende des 3. Viertels ließ man die Russen wieder bis auf 42:40 herankommen. Das Schlussviertel versprach also noch weitere Spannung. Köln zog auch zunächst nochmal mit 48:42 davon und alles schien auf einen Sieg hinaus zu laufen. Doch BasKi ließ sich nicht weiter abschütteln. Nun war es erneut der Center Sitnikov, später auch ins AllstarTeam nominiert wurde, der für sein Team traf und 2 Minuten vor Spielende mit 52:53 die Führung zurück eroberte. Diese Führung ließ sich BasKi auch nach einem erfolgreichen Dreier von Naohiro, der wenigen Sekunden vor Spielende zum 59:61 einnetzte nicht mehr streitig machen.

Das Fazit der Kölner Verantwortlichen fiel dennoch überaus positiv aus. Das gesamte Team hat unglaublich gearbeitet und den widrigen Umständen, insbesondere ein solches Turnier nur mit 8 Spielern und ohne 4,5 Punkte-Spieler zu bestreiten, getrotzt und einen tollen Teamgeist bewiesen.

Die Ergebnisse:

Pilatus Dragons RCZS vs Köln 99ers 65:50
Köln 99ers vs Kardemir Karabükspor Kulübü 55:93
Meylan Grenoble Handibasket vs Köln 99ers 53:61
Köln 99ers vs BasKI Neva Star 59:62

16.03.2017 11:21 Alter: 70 Tage