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26.5.2019 : 0:04 : +0200
Förderkonzept aktiv-dabei

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


Internationale Deutsche ID-Judo-Einzelmeisterschaften in Bocholt

Am 04. Mai fanden im niederrheinischen Bocholt die 21. Internationalen Deutschen Judoeinzelmeisterschaften für Menschen mit einer geistigen Behinderung statt.

Foto: Jürgen Gramsch
Foto: Jürgen Gramsch

Budokan Bocholt richtete diese Veranstaltung zum ersten Mal in Kooperation mit Kolping Bocholt aus. Es gelang dem Judo-Team um Jürgen Hatzky und Klara Beerenwinkel, dank einer unglaublich motivierten Mannschaft, eine tolle Meisterschaft zu organisieren, zumal die IDEM mit  Judoka aus ganz Deutschland,  England, Schottland, Österreich  und den Niederlanden äußerst stark besetzt war.

 Die Wettkämpfe standen auch im Zeichen der zweiten ID-Europameisterschaft, die vom 17. – 20. Oktober 2019 in Köln ausgetragen wird. Das machte sich besonders an der Rekordbeteiligung bemerkbar. 138 Judoka hatten sich in diesem Jahr für die IDEM gemeldet, hinzu kamen noch 70 Teilnehmer für den Jigoro-Kano-Cup. Die deutschen Meister bzw. bestplatzierten deutschen Judoka erkämpften sich hier das Startrecht für die zweiten Europäischen Titelkämpfe.

Die Meisterschaft begann mit dem beeindruckenden Einmarsch einer Musikkapelle, die zur Eröffnung der Titelkämpfe die deutsche Nationalhymne spielte Nach kurzen Ansprachen der anwesenden Vereins- und Verbandsvertreter, u.a. den Präsidenten des Deutschen Judo-Bundes, Peter Frese, und von Special Olympics Gerhard Stiens, konnte zügig mit den ersten Kämpfen begonnen werden.

 

Da die Internationalen Deutschen Meisterschaften nur in den Wettkampfklassen 1 und 2 ausgetragen werden, wurde für die Judoka der Wettkampfklasse 3 ein spezielles Judo-Turnier in Kooperation mit Special Olympics NRW, der Jigoro-Kano-Cup, organisiert.

Hoch spannend verliefen die meisten Wettkämpfe in einer sich rasant entwickelnden Sportart. In vielen Gewichtsklassen gab es ein äußerst niveauvolles Judo mit sehr knappen Entscheidungen. Auch trugen die internationalen Teilnehmer erheblich zum gestiegenen Leistungsniveau bei. Besonders die Britischen ID-Judoka, mit Welt- und Europameister Christopher Murphy an der Spitze, kämpfen noch auf einem anderen Niveau. So war es nur logisch, dass Chris Murphy, der vermutlich beste ID-Judoka der Welt, auch den Technikpreis der IDEM gewann. Aber die heimischen ID-Judoka holen auch hier mächtig auf.

In der Wettkampfklasse I der Männer konnten mit  Andre Conen (Leverkusen) bis 73 kg, Timo Karmasch (Hünxe) bis 90 kg und Wolfgang Trost (Leverkusen) in der Klasse über 100 kg drei Meistertitel  gewonnen werden. Auch bei den Frauen gab es mit den Leverkusener Damen Evin Celiktas (bis 48 kg), Stefanie Knopp (bis 52 kg) und Jennifer Zucht in der Klasse über 78 kg drei Deutsche Meisterinnen.

 

In der Wettkampfklasse 2 der Frauen wurde dieses Mal nur ein Titel gewonnen. In der Klasse bis 78 kg konnte Victoria Breidenstein aus Hünxe ihren im Vorjahr gewonnen Titel souverän verteidigen

Dafür waren die Männer aus NRW in der Wettkampfklasse 2 dieses Mal äußerst erfolgreich. Von den sieben ausgekämpten Klassen gingen fünf an den BRSNW:

bis 60 kg Klaus Lennart (Hünxe), bis 73 kg Tobias Weyck (Dülmen), bis 81 kg Christoph Vriesen (Bocholt), bis 90 kg Bastian Wind (Hünxe) und im Schwergewicht Marc Behrendt aus Essen. Der vom Ausrichter gestiftete Pokal für den erfolgreichsten Landesverband bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften ging damit mit großem Vorsprung an die Judoka des BRSNW.

Aber auch beim Jigoro-Kano-Cup für die Judoka der Wettkampfklasse 3, der in Kooperation mit Special Olympics NRW durchgeführt wurde, gab es insgesamt neun Goldmedaillen für die ID-Judoka aus NRW. Die DJK Dülmen erhielt als erfolgreichster Verein beim Jigoro-Kano-Cup einen Ehrenpokal des Ausrichters. Special Olympics bot innerhalb der Deutschen Meisterschaft das Gesundheitsprogramm „Fitte Füße“ an, an dem alle Athleten teilnehmen konnten.

Sicherlich spielte der Heimvorteil, Ausrichtung in Bocholt, eine große Rolle. Dennoch konnte BRSNW-Leistungssportkoordinator Frank Schuhknecht mit dem Resultat der Internationalen Deutschen Meisterschaft mehr als zufrieden sein: Trotz der starken Konkurrenz gingen 12 von 28 möglichen Meistertiteln nach Nordrhein-Westfalen, hinzu kamen noch zahlreiche Medaillengewinne durch 2. und 3. Plätze.

Jetzt gilt es, das bisher so erfolgreiche NRW-Niveau weiter zu stabilisieren, um im nächsten Jahr noch erfolgreicher an den Internationalen ID-Judomeisterschaften teilnehmen zu können, die am 09. Mai 2020 in Hannover ausgerichtet werden. Gleichzeitig beginnt für die neuen Deutschen Meister mit der erkämpften Startberechtigung  die Vorbereitung auf die zweite Europameisterschaft im Oktober in Köln.

 

 

 

 

 

 

06.05.2019 10:04 Alter: 20 Tage