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16.12.2018 : 5:40 : +0100

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


Inklusion hautnah beim Sportfest in Bad Honnef

„Gemeinsam stark" war das Motto beim inklusiven Sportfest in Bad Honnef. Staatssekretärin Andrea Milz eröffnete die Auftaktveranstaltung bei der über 1.000 Besucherinnen und Besucher vor Ort waren.

Foto: Andrea Bowinkelmann, LSB

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, hat das Bewegungs-, Spiel- und Sportfest, das mit dem Motto „Gemeinsam stark – inklusives Sportfest für die ganze Familie“ auf dem Gelände der Theodor-Weinz-Schule in Bad Honnef-Aegidienberg stattfand, eröffnet. Wenn es um Sport und Inklusion geht, sind die Barrieren in den Köpfen vieler Menschen noch hoch. Vielfach bestehen Berührungsängste – auf beiden Seiten. Sport und Bewegung können Motoren für ein gutes und nachhaltiges Miteinander sein. Staatssekretärin Milz betont: „Mit dem inklusiven Sportfest in Bad Honnef, das auf Initiative der Staatskanzlei mit dem örtlichen Stadtsportbund und den Vereinen gestaltet wurde, möchten wir zeigen, dass Inklusion klein und groß gedacht werden muss. Viele Vereine sind bereits inklusiv unterwegs, da sollte dann auch das Land ein Zeichen setzen, damit wir weite Teile der Bevölkerung auf das Thema aufmerksam machen!“
 
Paralympics-Teilnehmerin Vera Thamm (Para-Weltmeisterin Schwimmen, FELIX-Award-Preisträgerin und Sport-Inklusionsmanagerin beim DJK Sportverband) stimmte dem zu und war schlichtweg begeistert: „Inklusive Sportfeste wie dieses sind eine ideale Gelegenheiten, um in einer familienfreundlichen Umgebung und beim gemeinsamen Ausprobieren von Sportarten und Spielen, ins Gespräch zu kommen. Denn am einfachsten werden mögliche Hemmschwellen bei allen Beteiligten überwunden, wenn man miteinander redet und sich dabei besser kennen lernt.“
 
In drei kurzweiligen Podiumsgesprächen mit Staatssekretärin Milz wurden unterschiedliche Ebenen diskutiert. Zum einen ging es um die sport-, kommunal- und gesellschaftspolitischen Dimensionen von Sport und Inklusion. Zum anderen wurden die Aspekte der konkreten Förderung und Unterstützung von Sport und Inklusion mit Hilfe von Kooperationspartnern diskutiert. In der abschließenden Gesprächsrunde mit den Vertreterinnen und Vertretern der Sportvereine vor Ort ging es um die Frage: „Inklusion vor Ort – was braucht’s und wann gelingt‘s?“
 
In diesen Gesprächsrunden kamen Vera Thamm (Bayer Leverkusen), Niklas Perez (Rollstuhlbasketball-Bundesliga Köln 99ers), der Vorsitzende des Behinderten- und Rehabilitationsportverbandes Nordrhein-Westfalen (BRSNW), Reinhard Schneider, Prof. Thomas Abel von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS), Cigdem Bern (Erste Beigeordnete der Stadt Bad Honnef) und weitere Vertreterinnen und Vertreter aus der Sport- und Kommunalpolitik sowie der Sportvereine vor Ort zu Wort. Moderiert wurde die Veranstaltung von Peer-Boris Weichsel.
 
Im Mittelpunkt des inklusiven Sportfestes standen die vielfältigen Mitmachangebote, die den ganzen Tag von Groß und Klein, von Jung und Alt sowie von Menschen mit und ohne Behinderung genutzt und von fachkundigen Helferinnen und Helfern begleitet wurden. Neben Rolli-Tennis und Rolli-Basketball, einem Reitangebot und Boccia, unterschiedlichen Mannschaftsspielen, einem Bewegungs-Parcours und einem Zirkus-Angebot haben viele Gäste der Veranstaltung die Möglichkeit genutzt, das inklusive Sportabzeichen zu erwerben. Im schuleigenen Lehrschwimmbecken ging es beim Angebot „Spiel und Spaß im Wasser“ lautstark zur Sache und unter fachkundiger Aufsicht und Anleitung wurden erste Taucherfahrungen beim Schnuppertauchen gesammelt. Einen weiteren Höhepunkt stellte der Weltrekordversuch im Purzelbaumschlagen „Einmal um die Welt“ dar.
 
Besonderer Anziehungspunkt der Veranstaltung war die Eis-Lounge, einem inklusiven Unternehmen aus Maria Veen, die zu bestimmten Zeiten immer wieder zum kostenfreien Verzehr köstlicher Eissorten aufforderte. Beliebtestes Fotomotiv und Motivationsbombe des Sportfestes war wieder einmal der Walking Act des Landessportbundes NRW, „Schweinehund ÜdiS“. ÜdiS steht dabei für „Überwinde deinen inneren Schweinehund“.
 
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich am Mitmachangebot aktiv beteiligten, erhielten ein „goody bag“ mit nützlichen kleinen Geschenken, die man im Alltag gut gebrauchen kann. Zum Ende der Veranstaltung fieberten die Gäste des Spiel- und Sportfestes der Preisverleihung durch Staatssekretärin Andrea Milz entgegen. Es wurden von Staatssekretärin Milz so lange Lose aus der Glückstrommel gezogen, bis auch die letzten Ehrenpreise vergeben waren. Ganz großes Kino gab es dann noch einmal zum Schluss der Veranstaltung, als im Rollstuhlbasketballspiel die beiden Bundesligaclubs Köln 99ers und Doneck Dolphins Trier aufeinander trafen.
 
Kooperationspartner und Unterstützer des Sportverbandes Bad Honnef sind der Landessportbund NRW, Special Olympics NRW, der Behinderten- und Rehabilitationsportverband NRW, die Aktion Mensch, die Gold-Kraemer-Stiftung und die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner, der Staatskanzlei und die des Sportverbandes Bad Honnef standen allen Anwesenden für viele interessante Gespräche rund um das Thema „Sport und Inklusion“ während des ganzen Tages zur Verfügung.
 
Die Veranstaltung in Bad Honnef bildete den Auftakt für eine Reihe von vier weiteren, großen inklusiven Sportfesten, die im Rahmen des Aktionsplans der Landesregierung „Sport und Inklusion 2019 bis 2022“ in den restlichen vier Regierungsbezirken durchgeführt werden. Über den ganzen Tag verteilt haben weit über 1.000 Besucherinnen und Besucher an der Auftaktveranstaltung teilgenommen.

Quelle: Pressemitteilung Land NRW

17.09.2018 13:26 Alter: 90 Tage