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19.6.2018 : 16:07 : +0200

#Beim Sport gelernt

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Goalballer gewinnen Silber und lösen Paralympics-Ticket

Vor den Paralympischen Spielen 2016 musste die deutsche Goalball-Nationalmannschaft lange um das Ticket nach Rio de Janeiro bangen und rutschte erst als letztes Team ins Teilnehmerfeld. Diesmal herrscht frühzeitig Gewissheit. Die Auswahl des Trainerduos Johannes Günther und Stefan Weil war die erste Mannschaft, die sich für die Spiele in Tokio 2020 qualifiziert hat.

Foto: © Ryol Chikawa, Malmö

Der Grund: Deutschland landete bei der WM im schwedischen Malmö sensationell auf Platz zwei. Silber gewonnen, Vize-Weltmeister und das Ticket zu den Paralympics in Japan in der Tasche – die Freude beim deutschen Team ist riesig. Es ist die erste Medaille bei einer Goalball-Weltmeisterschaft für die deutschen Herren seit 28 Jahren. 1990 gewann Deutschland den WM-Titel, diesmal Silber. „2015 sind zwei der drei Spieler aus der Startformation Jugend-Weltmeister geworden, drei Jahre später werden wir Vize-Weltmeister bei den „Großen", das ist unglaublich. Ich bin total stolz auf die Mannschaft", sagt Johannes Günther und fügt an: „Wir haben Paralympics-Sieger Litauen hinter uns gelassen, haben mit den USA den Silbermedaillengewinner von Rio bezwungen und bei der WM nur Niederlagen gegen Brasilien kassiert." Im Finale unterlag die Truppe mit 3:8 dem Favoriten aus Brasilien.

Zehn Spiele in sechs Tagen absolvierte das deutsche Team – nicht nur sportlich ein straffes Programm, sondern auch mental. Doch die junge Mannschaft des Trainerduos Johannes Günther und Stefan Weil fokussierte sich immer wieder und unterstrich eindrucksvoll die tolle Entwicklung der vergangenen Jahre.

Natürlich hätte das deutsche Team das Endspiel gerne für sich entschieden, doch gab es nach dieser WM keinerlei Grund für Enttäuschung. Im Gegenteil: „Wir haben ein geiles Turnier gespielt, uns als Team perfekt ergänzt und einige Ausrufezeichen gesetzt, etwa beim 13:7 gegen die USA, beim 14:4 gegen den Iran oder beim 8:0 gegen China. Die Medaille um den Hals ist groß und schwer, aber sie fühlt sich verdammt gut an", sagt Michael Feistle. Nicht nur der Jubel über das Edelmetall war groß. Besonders nach dem 10:5-Sieg im Halbfinale über Belgien und einem über weite Strecken hochklassigen und spannenden Duell ließ das deutsche Team den Emotionen freien Lauf. Denn: Mit dem Einzug ins Finale war das Ticket nach Tokio 2020 gelöst – und Spieler wie Trainer hüpften über das Spielfeld und lagen sich in den Armen. „Ich habe die Paralympics einmal miterlebt und es war klar, dass ich da unbedingt wieder hin will. Die Vorfreude ist schon jetzt riesig", betont Feistle. Cheftrainer Günther ergänzt: „Wir haben uns dieses Mal nicht durch Zufall durch die Hintertür qualifiziert, sondern schon gut zwei Jahre vorher als erste Mannschaft."

12.06.2018 08:36 Alter: 7 Tage