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13.12.2018 : 5:56 : +0100

#Beim Sport gelernt

Der BRSNW unterstützt die Kampagne "Beim Sport gelernt" des LSB und WestLotto.


20. Internationale Deutsche G-Judo-Einzelmeisterschaften in Berlin

Am 28. April 2018 fanden in Berlin die 20. Internationalen Deutschen Judoeinzelmeisterschaften für Menschen mit einer geistigen Behinderung statt.

Der TSV Spandau richtete diese Veranstaltung zum ersten Mal aus. Dennoch gelang es dem Judo-Team um Edinar Bognar und Sven Neuber dank einer unglaublich motivierten Mannschaft, eine tolle Meisterschaft zu organisieren, zumal die IDEM mit Judoka aus ganz Deutschland, England, Schottland und den Niederlanden äußerst stark besetzt war.

Die Wettkämpfe standen auch im Zeichnen der ersten G-Judo-Europameisterschaft, die vom 22. – 24. August 2018 in London ausgetragen wird. Die deutschen Meister bzw. bestplatzierten deutschen Judoka erkämpften sich hier das Startrecht für die ersten Europäischen Titelkämpfe.

Die Meisterschaft begann mit dem beeindruckenden Einmarsch der elf angetretenen Landesverbände und der internationalen Teilnehmer. Nach kurzen Ansprachen der anwesenden Vereins- und Verbandsvertreter konnte zügig mit den ersten Kämpfen begonnen werden.

Hoch spannend verliefen die meisten Wettkämpfe in einer sich rasant entwickelnden Sportart. In vielen Gewichtsklassen gab es ein äußerst niveauvolles Judo mit sehr knappen Entscheidungen. Auch trugen die internationalen Teilnehmer erheblich zum gestiegenen Leistungsniveau bei. Besonders die britischen G-Judoka kämpfen noch auf einem anderen Niveau. Probleme gibt es sicherlich noch bei der Zuordnung, einiger Kämpfer zu den einzelnen Wettkampfklassen (Level 1 oder 2). Aber auch da zeichnen sich erste Lösungsansätze ab.

In der Wettkampfklasse I der Männer konnten mit Timo Karmasch (Hünxe) bis 90 kg und Marc Weidmann in der Klasse über 100 kg zwei Meistertitel und damit Startberechtigungen für die Europameisterschaft gewonnen werden. Diese erkämpften sich auch als beste deutsche Teilnehmer Andreas Gramsch (Hünxe) den dritten Platz bis 60kg und Christian Brieler (Hamm) den 3. Platz bis 81 kg. Besonders der Finalkampf in der Klasse bis 81 kg zwischen dem amtierenden Weltmeister Christopher Murphy aus Schottland und dem amtierenden Vizeweltmeister Ifeanji Oguejiofor aus den Niederlanden zeigte, welche Entwicklungsmöglichkeiten im G-Judo noch vorhanden sind.

Gleich sechs Mal trugen sich die NRW-Frauen der Wettkampfklasse I in die Siegerlisten der Internationalen Deutschen Meisterschaft ein: Stefanie Bohn (Düsseldorf) bis 48 kg, Michaela Stutz (Dülmen) bis 52 kg, Stefanie Knopp (Leverkusen) bis 57 kg, Jasmin Siebelitz (Hünxe) bis 63 kg, Carina Niemeyer (Dülmen) bis 78 kg und Jennifer Zucht (Leverkusen) plus 78 kg.

In der Wettkampfklasse II der Männer konnte dieses Mal nur ein Titel gewonnen werden. In der Klasse über 100 kg gewann Phil Taraschinski aus Hamm alle seine Kämpfe und wurde souverän Internationaler Deutscher Meister.uch in der Wettkampfklasse II der Frauen konnte NRW mit Victoria Breidenstein (Essen) bis 78 kg noch einmal erfolgreich eine Meisterschaft gewinnen.

BRSNW-Leistungskoordinator Frank Schuhknecht konnte mit dem Resultat der Internationalen Deutschen Meisterschaft mehr als zufrieden sein: Trotz der starken Konkurrenz gingen 10 von 28 möglichen Meistertiteln nach Nordrhein-Westfalen, hinzu kamen noch zahlreiche Medaillengewinne durch 2. und 3. Plätze. Jetzt gilt es, das bisher so erfolgreiche NRW-Niveau weiter zu stabilisieren, um im nächsten Jahr noch erfolgreicher an den Internationalen G-Judomeisterschaften teilnehmen zu können, die am 04. Mai 2019 in Bocholt ausgerichtet werden. Gleichzeitig beginnt für die neuen Deutschen Meister mit der erkämpften Startberechtigung die Vorbereitung auf die erste Europameisterschaft im August in London.

01.05.2018 10:23 Alter: 226 Tage