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25.5.2017 : 10:39 : +0200
Der BRSNW unterstützt die Aktion von WestLotto und dem LSB!

Die Fortsetzung: Das Buddy-Sportabzeichen 2014

Weitsprung, Langstreckenlauf, Sprint, Kugelstoßen und der Weitwurf - Dies sind alles Disziplinen für den Erwerb des deutschen Sportabzeichens. Aber auch Schwimmen und Rollstuhl fahren können Disziplinen sein. Nämlich beim Buddy-Sportabzeichen des BS Oberhausen e.V..

 

Im Rahmen der Aktionstage zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in Oberhausen startet das Buddy-Sportabzeichen-Projekt 2014. Das Motto der Tage in Oberhausen „Schon viel erreicht, noch viel mehr vor“ ist auch bei diesem Projekt Programm.

 

Buddy bezeichnet im Englischen einen Partner oder Freund für eine spezifische Aktivität. Der BS Oberhausen möchte auch dieses Jahr wieder Menschen mit und ohne Handicap dazu motivieren im "Gespann" oder "Duo" die Bedingungen des deutschen Sportabzeichens zu erfüllen. Letztes Jahr erwarben zusammen mit Schülern und Schülerinnen der Gesamtschule Weierheide 36 Jugendliche mit und ohne Behinderung das Sportabzeichen. Im Jahr 2014 besteht gleich an 4 Tagen der Woche (Montag bis Donnerstag) die Möglichkeit für die Abnahme des Sportabzeichens für Menschen mit und ohne Behinderung zur trainieren.

 

Aus dem Initiativkreis „Inklusion im und durch Sport“, stellen der TC Sterkrade 1869 und der Oberhausener Sportverein Kapazitäten zur Verfügung. Zum aktuellen Zeitpunkt, werden zwischen 80-100 Paare die Herausforderung annehmen. Dazu gehören: teile der Jugendfeuerwehr Oberhausen, Schüler der Oberhausener Schulen, Gruppen der Lebenshilfe, Sportlerinnen und Sportler der Initiativvereine, Handballmannschaften des MSV Duisburg, die Sportlerinnen und Sportler des BSO und Privatpersonen. Die Anmeldezahlen sind schon jetzt ein großer Erfolg für das Projekt Buddy-Sportabzeichen und die Entwicklung einer inklusiven Sportwelt.

 

Buddy-Sportabzeichen 2014 startete in der Übungsstunde des BSO am 5. Mai 2014 um 17:00 Uhr auf dem Sportplatz Mellinghofer Straße. An diesem Tag wurden Sportabzeichenabnehmer vorgestellt, die Buddy-Paare fanden zusammen, erhielten ihre Laufkarten und ein Trainingsshirt. Am Ende des Sommers ist die Übergabe der Sportabzeichen während einer großen Abschluss Veranstaltung geplant.

 

Weiter Informationen erteilt Pascal van Lück in der Geschäftsstelle des BSO unter Tel. 0208 91199643, Email: buero(at)bsoberhausen.de

 

 

Fotos: A. Geist

Auf geht's Die Aufwärmrunden liefen alle Teilnehmer gemeinsam!
Gemeinsam und mit gegenseitiger Unterstützung klappt das viel besser!
Geschafft - zusammen geht es über die Linie!

Das Buddy - Sportabzeichen

Gemeinsam trainieren behinderte und nicht behinderte junge Menschen für das Deutsche Sportabzeichen

Im Jahr 2013 feierte das Deutsche Sportabzeichen seinen 100. Geburtstag. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der Tatsachen, dass das Sportabzeichen unter Behinderten-Bedingungen stark überarbeitet wurde und das Thema Inklusion in aller Munde ist, hat der BRSNW die Idee des „Buddy-Sportabzeichens“ verwirklicht.

Buddy bezeichnet im Englischen einen Partner oder Freund für eine spezifische Aktivität.
In unserem Fall das gemeinsame Trainieren für ein gemeinsames Ziel: Den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens. Je ein junger Mensch mit und ohne Behinderung bilden im Sportjahr ein „Gespann“ und bereiten sich gemeinsam auf den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens vor, indem sie gemeinsam trainieren und gemeinsam die Bedingungen erfüllen. Der Clou ist, dass die Sportler sich im Training gegenseitig beobachten, sich unterstützen, Tipps geben. So lernen Menschen mit und ohne Behinderung sich und ihre Stärken und Schwächen kennen, normalisieren den Umgang miteinander, bauen Barrieren und Unsicherheiten ab und legen mit ihrem Training den Grundstein für eine inklusive Sportpartnerschaft und langfristig auch inklusive Gesellschaft.

Für eine künftige breite Umsetzung der Idee wären Kooperationen auf Vereins- oder Ortsebene wünschenswert, etwa zwischen Behinderten-Sportvereinen und –gruppen und allgemeinen Sportvereinen, oder auch Förder- oder Regelschulen.

Beim Tag der Begegnung Ende Juni in Köln hatten die Gespanne, die dem Aufruf des BRSNW gefolgt waren, ihren ersten Prüfungstermin. Kugelstoßen stand auf dem Programm und die Besucher im Kölner Rheinpark staunten nicht schlecht, wie weit auch Rollstuhlfahrer oder Personen mit Lähmungen stoßen. Die Idee des Buddy-Sportabzeichens fand auch bei Medien großes Interesse und der WDR brachte noch am gleichen Abend einen Bericht über die Buddy-Gespanne im BRSNW-Sportpark. Doch mit dem einen Termin ist es nicht getan. Das gemeinsame Training geht im Alltag und sogar in den Ferien weiter. Das interessierte auch den Privatsender RTL. Der besuchte im August die Sportlerinnen und Sportler beim Sportabzeichen-Training in Oberhausen, wo die Jugendlichen des örtlichen Behindertensportvereins BS Oberhausen und der Weierheide Schule mit Ihren Buddys Weitsprung, Lauf, Schlagballwurf und Kugelstoßen trainierten. Und da war eine interessante Beobachtung zu machen. In dem Stadion waren zahlreiche, nicht zur Gruppe gehörende Jugendliche, die dort Fußball spielten. Sicherlich auch durch die Anziehungskraft der Fernsehkamera, waren diese nach kurzer Zeit eng am Geschehen, beobachteten die Leistungen der Buddy-Gespanne, diskutierten die Leistungen im Weitsprung und brachten Schlagbälle zurück. Ihre anfängliche Unsicherheit und Zurückhaltung war schnell verflogen.

Die Beteiligten waren mit Spaß und Eifer bei der Sache und es zeichnet sich ab, dass solche Projekte geeignet sind, Vorurteile und Barrieren in den Köpfen abzubauen und den gemeinsamen Sport behinderter und nicht behinderter Menschen Normalität werden zu lassen.